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Die besten CDs zum Schluss – Merry Christmas!

Frightened Rabbit: Painting Of A Panic Attack

Die besten CDs zum Schluss Frightened Rabbit "Painting of Panic Attac"
Frightened Rabbit: Painting Of A Panic Attac (Cover Amazon)

Das hochverehrte Publikum bleibt ein unberechenbares Tier. Warum es den einen sein Herz schenkt und andere links liegen lässt: Man versteht es mitunter einfach nicht. Man nehme etwa dieses schottische Quartett. Seit über zehn Jahren musizieren Frightened Rabbit nun schon in Schlagdistanz zu großartigen (und eben hocherfolgreichen) Kollegen wie Elbow – sind aber jenseits des Kanals nur wenigen, außerordentlich gut informierten Indiepop-Fans ein Begriff. Auf Album Nummer 5 sind stilistische Ähnlichkeiten zwischen diesen beiden Bands weiterhin vorhanden – auch die Band um die Brüder Scott und Grant Hutchinson. Frightened Rabbit spielt mehr Art-Pop als Chart-Pop; simpel gestrickte „music to take away“ sucht man vergebens auf dem fünften Album dieser feinen Band. Neben Gemeinsamkeiten gibt es indes auch Unterschiede. Mit hart angeschlagenen Keyboards, sehnigen Gitarrenakkorden und viel perkussiver Wucht klingt das Gefühlskino von Frightened Rabbit etwas rockiger, dynamischer und jünger als der Sound von Guy Garvey & Co.

Die nachdenklichen, aber nicht zu introvertierten Gitarren-Piano-Songs auf Painting Of A Panic Attack atmen dabei die emotionale Schwere ihrer Heimatstadt, der „raintown“ Glasgow, ebenso wie sie einen ziemlich desaströsen Aufenthalt von Scott Hutchinson in Los Angeles reflektieren. Die Bilanz nach 45:15: ein Klasse-Album ohne Schwächen – und mit drei wahren „Leuchtturm-Tracks“: „An Otherwise Disappointing Life“, „Lump Street“ und „400 Bones“ gehören zu den schönsten Popsongs die dieses Jahr in England geschrieben wurden. Wie gesagt: Die besten CDs zum Schluss.

Das Beste zum Schluss: Frightened Rabbit
LowBeats Bewertung Frightened Rabbit: Painting Of A Panic Attack. Erschienen bei Warner Music