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JBL Paragon: schöner geht es nicht.
Der elegante Gehäuseentwurf der JBL Paragon entzückt heute noch das Auge des Betrachters.

JBL Paragon: Das lauteste HiFi-Möbel der Welt

Genauso ungewöhnlich wie schön: Das JBL Paragon kam 1957 auf den Markt und entsprach zwar äußerlich den damals gängigen Vorstellungen von Musikmöbeln, war aber technisch und vor allem in Bezug auf Wirkungsgrad und maximalen Schalldruck um Galaxien über dem, was sonst im Wohnzimmer so rumstand. Das JBL Paragon war ein ausgewachsenes Dreiwegehorn mit echtem Basshorn und Druckkammertreibern für den Mittel- und Hochtonbereich. Das wirklich Besondere aber war: Alles war in einem Gehäuse untergebracht; eine Erweiterung der Stereo-Basis war also nicht möglich. Dabei war das edle Gehäuse dreigeteilt – anders wären die insgesamt 250 Kilogramm kaum zu transportieren gewesen. Es wurde dann beim Kunden zusammengesetzt.

Ab und an gibt es die Möglichkeit, ein JBL Paragon auch heute noch zu hören. Es handelt sich in der Regel um wieder aufgebaute Modelle. Funktionstüchtige Originale aus dieser Zeit sind absolute Raritäten. Damals überschlugen sich die Zeitgenossen vor Freude, weil sie so viel Dynamik und Verzerrungsfreiheit von einem solchen Wohnzimmer-Lautsprecher gar nicht kannten. Heute hätte man tonal sicherlich andere Vorstellungen von Klangneutralität. Aber seine Leistungsdaten in Bezug auf Effizienz und Verzerrungsarmut dürften selbst heute noch Maßstäbe setzen.

Bei seinem Erscheinen kostete das Paragon knapp 2.500 Dollar – zu dieser Zeit ein kleines Vermögen. Heute sind gute, funktionstüchtige Exemplare kaum unter 20.000 Euro zu haben …