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LowBeats WeinPanel Vol.1 im LowBeats Büro
Die Expertenrunde des ersten LowBeats WeinPanel unter der fachkundigen Anleitung von Sommelier Peter Lackner (rechts) im LowBeats Büro (Foto: H. Biermann)

LowBeats WeinPanel Vol.1: 7 Weißweine bis 15 Euro

Sommerzeit ist Weißwein-Zeit. Und hört es sich nicht immer noch schöner mit dem richtigen Tropfen im Glas? Ja. Aus ureigenstem Interesse wollten wir also herausfinden, welcher Weißwein im noch bezahlbaren Rahmen sich für das Hören bei sommerlichen Temperaturen empfiehlt. Denn LowBeats war ja von Anfang an mehr als nur eine „nüchterne“ Plattform für HiFi- und Heimkino-Komponenten; wir hatten auch immer die angenehmen Dinge links und rechts vom guten Klang im Blick, beziehungsweise auf der Zunge. Deshalb haben wir jetzt das LowBeats WeinPanel eingerichtet: Unter der sachkundigen Anleitung des Münchner Sommeliers Peter Lackner sollen einmal pro Monat sieben, zum Teil wechselnde Mitglieder der Branche ebenso viele Weine mit einem bestimmten Schwerpunkt beurteilen. Aus oben genannten Gründen standen bei LowBeats WeinPanel Vol.1 Weißweine zwischen 7 und 15 Euro im Fokus. Die Vorschlagsliste kam von Peter Lackner. Er ist nicht nur Sommelier, Wein-Dozent und in der Slow Food Bewegung engagiert – er ist auch Wein-Händler (Laume: Weine & mehr) und hat allein schon dadurch einen exzellenten Überblick über das, was gut & nicht allzu teuer ist.

Obwohl alle Panel-Mitglieder irgendwie etwas mit der HiFi- und/oder Musikbranche zu tun haben, war die Zusammenstellung doch angenehm heterogen. Die Mitglieder des ersten LowBeats WeinPanels:

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Teilnehmer LowBeats WeinPanel Vol.1: Peter Lackner, Sommelier
Der Österreicher und Wahlmünchner Peter Lackner ist ausgebildeter Sommelier, fachkundiger Dozent und Weinhändler. Er stellte beim LowBeats WeinPanel Vol.1 die Weine vor,  hatte aber kein Stimmrecht (Foto: H. Biermann)
Teilnehmer LowBeats WeinPanel Vol.1: Holger Biermann, LowBeats Chefredakteur
Holger Biermann, LowBeats Chefredakteur und -Gesellschafter. Zudem Inhaber des Münchner Medienkontors (Foto: R. Vogt)
Teilnehmer LowBeats WeinPanel Vol.1: Raphael Vogt, Technischer Direktor LowBeats
Raphael Vogt, LowBeats Technischer Direktor und -Gesellschafter. Zudem einer der gefragtesten Projektoren- und Heimkino-Spezialisten Deutschlands (AV-Consult). Lebt als einziges WeinPanel-Mitglied in einer ausgewiesenen Wein-Gegend – nämlich der Rheinpfalz (Foto: H. Biermann)

 

Teilnehmer LowBeats WeinPanel Vol.1: Jürgen Schröder, LowBeats
Jürgen Schröder, LowBeats Mess-Chef und ebenfalls Gesellschafter. Er entwickelt die LowBeats Mess-Verfahren, ist verantwortlich für alle Film- und Tonaufnahmen und im „Nebenberuf“ Tonmeister für verschiedene Bandprojekte (Foto: H. Biermann)

 

Teilnehmer LowBeats WeinPanel Vol.1: Stefan Trog, HiFi-Händler
Stefan Trog, HiFi-Händler. Inhaber der 3. Dimension in München und Hersteller des ambitionierten Röhrenverstärkers Monaco (Westend Audio). Zudem Spezialist für Verchromungen (Foto: H. Biermann)

 

Teilnehmer LowBeats WeinPanel Vol.1: Martin Ludwig, Installer und HiFi-Händler
Martin Ludwig, Installer, Heimkino-Spezialist und HiFi-Händler. Inhaber des Hecstore in München (Foto: H. Biermann)
Teilnehmer LowBeats WeinPanel Vol.1: Dr. Stefan Pennartz, Medienanwalt
Professor Dr. Stefan Pennartz, Medienanwalt (ke-recht.de), Dozent für Arbeitsrecht, Weinkenner (Foto: H. Biermann)
Teilnehmer LowBeats WeinPanel Vol.1: Jochen Veith, Profi-Akustiker
Jochen Veith: Einer der bekanntesten Akustiker für anspruchsvolle Aufnahmestudio- und Heimkino-Projekte weltweit (JV-Acoustics) (Foto: H. Biermann)
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Zur Verkostung standen bereit:                                                    Preis pro 0,75 Flasche

1.) Weißburgunder 2015, 13,0% Vol. trocken                                       7,30 Euro

Familie Bauer / Großriedenthal / Wagram / Österreich

2.) Roter Veltliner Wagramterrassen 2015, 12,5% Vol. trocken     7,60 Euro

Familie Bauer / Großriedenthal / Wagram / Österreich

3.) Sauvignon Blanc 2015, 13,0% Vol. trocken                                         9,00 Euro

Winzerhof Kiss / Jois / Neusiedlersee / Österreich

4.) Riesling Dhroner Hofberg 2014, 9,5% Vol. feinherb                        9,90 Euro

Weingut Loersch / Leiwen / Mosel / Deutschland

5.) Grüner Veltliner Smaragd 2015 Setzberg, 13,5% Vol. trocken      11,90 Euro

Weingut Nothnagl / Spitz / Wachau / Österreich

6.) Gelber Muskateller 2015, Kaltenegg, 12,0% Vol. trocken                12,40 Euro

Weingut Repolusk / Leutschach a. d. Weinstraße / Südsteiermark / Österreich

7.) Riesling Devon-Terrassen 2015 Trittenheimer Apotheke, 12,5% Vol. trocken    15,90 Euro

Weingut Loersch / Leiwen / Mosel / Deutschland

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Bauer Weißburgunder 2015
War unser absoluter Preis/Leistungs-König: Der Bauer Weißburgunder 2015 (Foto: H. Biermann)
Kandidaten LowBeats WeinPanel Vol.1: Rot Veltliner von Bauer
Der Rote Veltliner Wagramterassen 2015 von Bauer ist ein tiefgründiger Weißwein mit viel Geschmack. (Foto: H. Biermann)
Kandidaten LowBeats WeinPanel Vol.1: Kiss Sauvignon Blanc 2015
Trotz guter Anlagen konnte der Kiss Sauvignon Blanc 2015 nicht überzeugen (Foto: H. Biermann)
Der Gewinnerwein des LowBeats WeinPanel Vol.1: Drohner Hofberg 2014
Der Gewinnerwein des LowBeats WeinPanel Vol.1 kommt aus der Eifel (Foto: H. Biermann)
Kandidaten LowBeats WeinPanel Vol.1: Nothnagl Grüner Veltliner Smaragd Setzberg
Der Grüne Veltliner im edlen Smaragd-Ausbau von Nothnagl (Foto: H. Biermann)
Kandidaten LowBeats WeinPanel Vol.1: Repolusk Gelber Muskateller 2015
Ein wunderbarer Tropfen, der beim ersten LowBeats Weinpanel den zweiten Platz belegte: der Repolusk Gelber Muskateller 2015 (Foto: H. Biermann)
Kandidaten LowBeats WeinPanel Vol.1: Loersch Roseling Devon-Terrassen 2014
Schmeckt so edel und fein wie Flasche und Etikett suggerieren: Der Loersch Riesling von den Devon-Terrassen 2014 (Foto: H. Biermann)
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Beim LowBeats WeinPanel Vol.1 waren alle Weine auf 8° vorgekühlt, keiner wurde vorab geöffnet. Der Ablauf war stes folgender: Peter Lackner erzählte Wissenswertes über Herkunft und Eigenheiten der jeweiligen Gewächse. Dann gab es eine Farb-, gefolgt von der Geruchsprüfung. Erst dann durften die Tropfen an Zunge und Gaumen. Selbstverständlich wussten die Panel-Mitglieder vorab nicht, wie viel die jeweiligen Weine kosten.

Nach den verschiedenen Durchgängen (Auge, Nase, Geschmack) wurde diskutiert und anschließend Punkte verteilt. Das von Lackner ersonnene Punktesystem sah vor, dass jeder Teilnehmer nur 8 Punkte vergeben konnte. Dieses System ist nicht ganz fair, pointiert aber die Ergebnisse.

Welcher Korken ist der richtige?

Für fast alle Panel-Teilnehmer erstaunlich: Sechs von sieben Weinen (einzige Ausnahme: der Loersch Riesling von den Devon-Terrassen) hatten einen Drehverschluss. Lackner ist großer Drehverschluss-Befürworter. Echter Naturkork birgt immer die Gefahr, dass der Wein „korkt“, wobei der korkige Geschmack von Bakterien verursacht wird, die theoretisch auch bei Weinen mit Alternativverschlüssen vorkommen können. Aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr viel geringer. Gummi- oder Plastik-Lösungen haben immer den Nachteil, so Lackner, dass im Verschluss zwangsweise Weichmacher sind, die logischer Weise in den Wein diffundieren. Das gilt auch für Glasverschlüsse, die in der Regel die Flasche mit einem elastischen Silikonring abdichten. Insofern ist, will man die Weine nicht extrem lange liegen lassen, der simple Schraubverschluss tatsächlich der beste.

LowBeats WeinPanel Vol.1: Die Gewinner

Star des Abends war keineswegs der teuerste der sieben Weine, sondern der einzige feinherbe Wein, der Loersch Riesling vom Dhroner Hofberg. Und das Ranking hatte keineswegs etwas mit dem Preis zu tun; der günstigste Wein, der Weißburgunder von Bauer, kam auf einen beachtlichen vierten Platz und hängte den nachfolgenden, sehr viel teureren Grünen Veltliner um viele Punkte ab. Zwei Weine fielen etwas durch den Rost, beziehungsweise schnitten schlechter ab, als im Vorfeld erwartet: der Grüne Veltliner von Nothnagl und der Sauvignon Blanc von Kiss. Bei beiden darf unterstellt werden, dass sie noch zu jung waren. Dazu unser Sommelier und LowBeats WeinPanel-Experte Peter Lackner: „Die meisten Weine werden hierzulande viel zu jung getrunken.“

Die genaue Reihenfolge und ausführliche Beschreibung der einzelnen Weine unseres LowBeats WeinPanel Vol.1 finden Sie im Folgenden: