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Apogee Groove portabler Headphone-Amp
Klein wie ein Dongle und USB powered: Der Apogee Groove ist perfekt portabel (Foto: Apogee)

Test: Apogee Groove Mobile Headphone DAC

Sticks & Plugs & Rock’n Roll

Aktuelle Notebooks sind mittlerweile derart leistungsfähig, dass man mit ihnen sogar komplette Musikproduktionen in erstaunlicher Qualität erstellen kann. Auch ich finde es immer wieder toll, unterwegs im ICE per Laptop mit Ableton Live an eigenen Drum-Loops oder Soundlandschaften zu editieren. Dazu braucht es natürlich einen hochwertigen Kopfhörer – und genau da liegt der Hase im Pfeffer: Denn neutral klingende, mobile Hörer sind rare Ausnahmen, während die wirklich guten HiFi-Hörer an den eher für Skype-Zwecke gedachten Laptop-Kophörerausgängen kaum klangliche Höchstform erreichen – von der meist zu knappen Lautstärke einmal ganz abgesehen. Separate Kopfhöreramps mit integriertem D/A-Wandler bieten sich hier zwar als Alternative an, sind aber meist zu klobig und benötigen zudem oft noch eine separate Stromversorgung.

Genau in diese Lücke stößt der Groove vom amerikanischen D/A-Wandler-Spezialisten Apogee: Kaum größer als ein Software-Dongle, genügt ihm als Stromquelle die USB-Buchse, was ihn ultra-portabel macht. Sein Preis geriet im Vergleich zu den meisten anderen DAC-Headphone-Amps mit 349 Euro noch recht moderat. Dennoch zeichnet sich der Groove durch eine konstruktive Besonderheit aus, die, wenn überhaupt, nur in rund dreimal so teuren Konkurrenten zu finden ist: Er speist nämlich den angeschlossenen Hörer in der sogenannten Konstantstromtechnik. Und das ist nicht nur etwas Besonderes, sondern unbedingt auch erklärenswert – doch dazu später mehr.

Der Name Apogee dürfte vielen HiFi-Freunden noch nicht so geläufig sein – den Ton-Profis sehr wohl. So sind die Amerikaner mit ihren A/D- und D/A-Konvertern nicht nur weltweit in Tonstudios zu Hause, auch gehört Apogee zweifellos zu den Digitaltechnik-Pionieren: So entwickelte man beispielsweise den vielfach eingesetzten UV22-Algorithmus zum sogenannten „Dithern“ von Digitalaufzeichnungen – eine Technik, die allfällige Quantisierungsverzerrungen eliminiert. Außerdem hatte Apogee schon immer ein sehr gutes Händchen bei der klanglichen Abstimmung seiner Produkte, sodass selbst der bekannt anspruchsvolle Media-Software-Spezialist Avid seine Pro Tools-Software-Pakete mittlerweile mit Audio-Interfaces von Apogee „bundelt“.