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Teufel Move BT
Hightech auf engstem Raum: Der Teufel Move BT ist ein gut klingender, schön gemachter Bluetooth In-Ear für unter 100 Euro (Foto: E. Kafitz)

Test Teufel Move BT: Bluetooth In-Ear für 100 Euro

Können Bluetooth In-Ear Hörer für unter 100 Euro echten HiFi-Genuss bringen? LowBeats Autor Emil Kafitz hatte den Teufel Move BT zwei Monate lang im Dauertest und kommt zu einem eindeutigen Ergebnis…

Nicht erst seit Apple beim iPhone 7 auf einen Klinkenanschluss verzichtete und somit voll auf den Musikgenuss über Bluetooth-Kopfhörer setzte, ist die Datenübertragung per Bluetooth omnipräsent. Wir hören Musik am See mit Bluetooth-Lautsprechern, senden Daten an unseren PC oder tragen eben Kopfhörer, die ohne Kabelverbindung zum Smartphone auskommen. Dabei ist die Technologie, die dahinter steckt, nicht gerade neuartig. Bereits in den 1990er Jahren kam die erste Bluetooth-Version auf den Markt, damals hatte man noch mit erheblichen Verbindungs- und Sicherheitsschwierigkeiten zu kämpfen. Ursprünglich für den Handy-Hersteller Ericsson entwickelt, wurde die Datenübertragungstechnologie aber immer weiter verbessert und hat es so tatsächlich geschafft, in unserer schnelllebigen Zeit fast drei Jahrzehnte lang relevant zu bleiben – und nun sogar eine Hochphase zu erleben. Dass Bluetooth nämlich noch heute mehr als zeitgemäß ist, zeigt beispielsweise der In-Ear Bluetooth-Kopfhörer Teufel Move BT.

Anders als beispielsweise bei den „AirPods“ von Apple sind beim Teufel Move BT die beiden In-Ear-Ohrhörer durch ein Kabel miteinander verbunden, so ganz „kabellos“ ist der Kopfhörer also nicht. Auf der rechten Seite unterbricht eine kleine Fernbedienung mit drei Knöpfen das Kabel, an dieser lassen sich die Kopfhörer an- und ausschalten, die Lautstärke kann verändert und ein Song übersprungen werden. Außerdem kann man Telefongespräche mithilfe des integrierten Mikrofons führen. An der Fernbedienung ist ebenfalls der Anschluss für das Mikro-USB-Kabel, über den der Kopfhörer aufgeladen wird.

Teufel Move BT
Der Teufel Move BT beim Ladevorgang per USB-Kabel an der Fernbedienung (Foto: E. Kafitz)

Der Teufel Move BT wird in einem kleinen, minimalistisch gestalteten, matt-schwarzen Karton geliefert. Für den Online-Verkauf optimiert, lassen sich der Verpackung nicht viele Informationen entnehmen. Öffnet man den Karton, präsentiert sich zunächst die mitgelieferte, schwarze Transporttasche mit großem Teufel Logo auf der Vorderseite. Diese wirkt sehr groß, was mich verwunderte, es gibt schließlich kaum Kabel unterzubringen. Beim Öffnen des Reißverschlusses wird aber der Grund für die Größe klar: Die gesamte Tasche wird ausgefüllt durch ein griffiges Stück Kunststoff, in dem die Kopfhörer in einer passenden Aussparung untergebracht sind für einen sicheren Transport. Der Move BT selbst nimmt höchstens ein Drittel des verfügbaren Platzes in Anspruch und ist deutlich leichter als die Kunststoffvorrichtung. Diese trägt noch einmal Teufel-Schriftzug und Logo. Es ist ein umlaufender Schlitz zum Aufwickeln des Verbindungskabels vorhanden. Ob diese Art der Unterbringung für Kopfhörer, die man täglich trägt und somit immer bei sich hat, sinnvoll ist, bleibt für mich vorerst fraglich. Dafür sind die Kopfhörer wirklich gut geschützt und die Tasche wirkt hochwertig. Das eher schlichte Design gefällt mir ebenfalls sehr gut.

Die Reisetasche des Teufel Move BT
Für die Reise bietet Teufel eine Tasche mit einem weichen Inlay an, in dem der In-Ear nebst Kabel sauber verstaut werden kann (Foto: E. Kafitz)

Zu den Kopfhörern selbst: Die Ohrhörer sind aus Aluminium gefertigt und wirken angenehm robust – im Gegensatz zu dem etwas dünnen Verbindungskabel. Das Design der Kopfhörer ist, passend zu Transporttasche und Karton, schlicht gehalten. Stilvolles Grau und Schwarz, auf der Rückseite der Ohrhörer ein weißes Teufel Logo. Minimalistisch und deshalb sehr stylisch.

Das Design des Teufel Move BT
Durchaus elegant: Das Design des Teufel Move BT (Foto: E. Kafitz)

Die Ear-Tips sind sehr flexibel und fühlen sich bequem an, die Fernbedienung ist kompakt und wirkt praktisch. Die Knöpfe sind etwas klein und benötigen viel Druck, was aber meiner Meinung nach deutlich angenehmer ist, als wenn sie zu weich wären. In der Fernbedienung befindet sich auch der Akku. Dieser soll nach Katalogangabe bis zu 20 Stunden Musikgenuss ermöglichen und schon nach zwei Stunden Ladezeit wieder voll sein.

Neben der Transporttasche gehören zum Zubehör des Teufel Move BT auch ein Plastik-Röhrchen, in dem vier Paar Ear-Tips sowie zwei „Auflagen“ enthalten sind. Die Auflagen werden noch unter den Ear-Tips direkt auf das Gehäuse der Ohrhörer gespannt. Wer sich hier Zeit nehmen will, kann die Passform perfekt auf seine Ohren abstimmen.

Die Adapter des Teufel Move BT
Für jedes Innenohr der richtige Adapter. Man sollte sich die Zeit nehmen, „seinen“ optimalen Adapter zu finden. Erst bei perfektem Sitz ist auch der Bassbereich perfekt (Foto: E. Kafitz)

Die Röhre erfüllt auch noch eine andere Funktion: Teufel selbst nennt sie “Waschmaschine“ für Ear-Tips, in der diese gereinigt werden können. Einfach lauwarmes Wasser in die Röhre zu den Ear-Tips geben, sie mit zwei Gummi-Kappen verschließen und kräftig schütteln. Man kann die verwendeten Ear-Tips einfach auf eine mitgelieferte Plastikstange stecken, dann eine Gummiabdeckung anbringen und die Röhre mit lauwarmen Wasser und ein wenig Spülmittel befüllen. Nach Befestigen der zweiten Gummikappe, festem Schütteln und anschließendem Lufttrocknen sind die Ear-Tips tatsächlich wieder sauber. Aber unter laufendem Wasser funktioniert die Reinigung auch ganz gut…  Ebenfalls im Lieferumfang enthalten sind ein Fixierungsclip und ein Mikro-USB-Kabel.

Die Ausstattung des Teufel MOVE BT
Das gesamte Gedeck auf einen Blick: Tasche, Ansteck-Clip, USB-Kabel zum Aufladen, Ohr-Adapter (hier im Röhrchen), Bedienungsanleitung und Reisetasche (Foto: E. Kafitz)

Praxistest mit dem Teufel Move BT

Beim ersten Anprobieren war ich mit dem Tragekomfort des Teufel Move BT nicht sonderlich zufrieden: die Ear-Tips, die standardmäßig auf den Ohrhörern steckten, waren zu klein für meine Ohren und fielen oft heraus. Also ran an die anderen Ear-Tips – es liegen schließlich mehr als genug davon bei. Das Ablösen und Aufziehen der Ear-Tips war anfangs ein wenig schwierig, nach einigem Probieren hat man aber den Dreh raus. Bei den Auflagen ist es sogar noch einfacher. Die Idee, diese austauschbar zu machen, hat mich voll überzeugt. Das Gehäuse der Ohrhörer liegt schließlich direkt am Gehörgang an und seine Umhüllung ist somit ebenfalls wichtig für das Abschließen des Ohres.

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