Home / News / Yamaha NS-5000 – die Superbox auf der Musikmesse
Die Yamaha NS-5000 auf der Musikmesse 2017
Die Yamaha NS-5000 auf der Musikmesse 2017 neben einem Disklavier – ebenfalls in Klavierlack. Die neuen Super-Lautsprecher der Japaner werden pro Paar 15.000 Euro kosten (Foto: H. Biermann)

Yamaha NS-5000 – die Superbox auf der Musikmesse

Frankfurt zur Musikmesse 2017. Natürlich ist auf dieser Show auch der weltgrößte und -wichtigste Instrumentenbauer vor Ort – nämlich Yamaha. Und natürlich gibt es links und rechts neben den vielen Instrumenten und einer unüberschaubaren Masse an Yamaha Beschallungs- und Profi-Equipment auch kleine HiFi-Schmankerl zu sehen. Zum Beipiel das neueste Multiroom-Modul CAST, mit dem Yamaha Musik in allen Räumen auch mit Anlagen anderer Anbieter möglich macht. Oder die Yamaha NS-5000, die nach vielen Anläufen und noch mehr Überarbeitungen jetzt als „fertig“ geltende Überbox der Japaner. Auf der Musikmesse 2017 jedenfalls spielte ein Yamaha Disklavier über die neuen Referenz-Lautsprecher. Das klang tatsächlich richtig gut.

Ein Blick zurück: Die wuchtigen 3-Wege-Lautsprecher mit ihren stattlichen Abmessungen von 39,5 x 69, 38,1 cm (B x H x T) sind die legitimen Nachfolger von Yamaha FX-1 und FX-3 aus den frühen 1980er Jahren, lange Zeit die größten Yamaha-Speaker im Programm. Die Japaner bezeichnen sie als „Bookshelf“, aber die Bücherwand möchte ich sehen, die die NS-5000 mal eben so aufnimmt.

Die eigenwillige Bauform zwischen Kompakt- und Standbox ist schon lange aus der Mode gekommen, aber heute finde ich diese Anleihe an „Retro“ wieder zeitgemäß – zumal der passende Ständer ja mitgeliefert wird.

Die Yamaha FX-3
Die Yamaha FX-3 aus den frühen 1980er Jahren. Hoch- und Mitteltöner waren noch aus Beryllium (Foto: Yamaha)

Die Treiberbestückung ist genauso ungewöhnlich wie die Bauform: ein 30 cm Tieftöner, ein 3 cm Hochtöner – das ist noch im Rahmen des Üblichen. Doch wie auch ihre Vorgängerinnen übernimmt bei der Yamaha NS-5000 fast den gesamten Mittelton (750 – 4.500 Hz) eine 8 cm große Mitteltonkalotte. Auch die sind längst aus der Mode – aber zu Unrecht.

Besonders ist aber auch das Membranmaterial, das sowohl im Tief-, wie im Mittel- als auch im Hochtöner überall gleich ist: ein festes Gewebe, nur je nach Einsatzbereich unterschiedlich dick. Die Yamaha Ingenieure vertreten den Standpunkt, nur gleiche Materialien garantieren ein Maximum an Homogenität. Ein Standpunkt, den man teilen kann.

Vorwärts Zurück
Die Yamaha NS-5000 in ganzer Pracht
Die Yamaha NS-5000 in ganzer Pracht. In Anlehnung an die großen Konzertflügel des Hauses hat auch sie den überragenden Yamaha Klavierlack (Foto: Yamaha)
Der Innenaufbau der Yamaha NS-5000
Der Innenaufbau der Yamaha NS-5000 entspricht dem hohen Anspruch: alles ist gedämmt, alles mehrfach versteift (Animation: Yamaha)
Das Bassreflexrohr der Yamaha NS-500
Das Bassreflexrohr der Yamaha NS-5000 ist eigenwillig gewellt; so verhindern die Entwickler Strömungsgeräusche (Foto: H. Biermann)
Die 30 Millimeter große Hochtonkalotte der Yamaha NS-5000. Aus sie hat dieses spezielle Gewebe, das auch im Mittelton und im Bass verwendet wird (Foto: H. Biermann)
Vorwärts Zurück

Es blieb nicht viel Zeit auf der Musikmesse, um die neue Yamaha NS-5000 zu hören. Das aber, was ich hören könnte, war ausgesprochen vielversprechend: sehr seidig, offen und ungemein druckvoll. Aber wir werden es bald genauer wissen: Der Anliefertermin für den Test bei LowBeats steht schon fest.

Das Pärchen Yamaha NS-5000 wird jetzt bald an die entsprechenden Händler ausgeliefert und soll 15.000 Euro pro Paar kosten.

Mehr Informationen zur NS-5000 unter www.yamaha.com.de

Weitere Yamaha Tests:
Test AV-Receiver Yamaha RX-V779 mit MusicCast Streaming
Test Vorverstärker mit DTS:X: Yamaha CX-A 5100 + Endstufe MX-A 5000
Test Vollverstärker Yamaha A-S 1100