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Erster Check: neuer Audi A4 mit B&O 3D-Klang

Audi A4 2015 mit B&O-System Subwoofer
Der Subwoofer auf der Hutablage verbindet Tiefgang mit Präzision. (Foto: Audi)

Dafür sorgt auch maßgeblich der abgrundtiefe, extrem konturierte Bass.

Allein dafür lohnt sich in meinen Augen schon die Investition in das 755-Watt-System.

Mehr noch: Für mich wäre es ein Grund, in dieser Klasse künftig Audi zu fahren.

Und ich bin ein eiserner Verfechter des Hinterradantriebs, der sich seine beiden Minis nur geholt hat, um sich mit dem „Frontantriebshandicap“ etwas einzubremsen.

Für mich müsste es dann schon der Quattro mit Allradantrieb sein, mit dem ich bei Schnee oder Regen leider viel zu schnell unterwegs wäre (man muss ja auch im Notfall vernünftig bremsen können).

Aber das Auto verkörpert die Oberklasse-Limousine für alle, die nicht über fünf Meter Blech mit sich herumfahren wollen und lieber weniger Aufsehen am Steuer erregen.

Hier ist der Traumwagen für Realos, wenn’s sein muss mit Normverbräuchen, die selbst Kleinwagenfahrer am Stammtisch ruhig stellen beziehungsweise rot werden lassen.

Der Audi A4 überzeugt mich gerade in Verbindung mit den edlen Interieur-Oberflächen, die in ihrer schönsten Form Oberklasse-Niveau erreichen, aber auch ganz schön ins Geld gehen. Aber ich liebe es nun mal, den Nerz nach innen zu tragen, zumal der Audi A4 innen noch nie so gut aussah – geschweige denn der 3er BMW oder die C-Klasse von Mercedes.

Die gestreckte Wirkung des evolutionär weiterentwickelten Außendesigns muss man allerdings in Natura erleben. Auf dem Foto fällt es mir offen gestanden auf den ersten Blick schwer, ihn von den Vorgänger-Generationen zu unterscheiden – vor allem, wenn der wie beim TT und Q7 nachgeschärfte Single-Frame-Kühlergrill nicht im Blickfeld liegt.

Fazit: Der Audi A4 trägt den Nerz nach innen

Der neue Grill dürfte mir ab der Markteinführung im Herbst in Verbindung mit den nochmals diabolischeren Tagfahrlichtern wieder den Angstschweiß ins Gesicht treiben. Die psychologische Wirkung im Rückspiegel ist bei bisherigen Audis schon verheerend.

Beim Auftauchen von Single-Frame samt LED-Kette meint man unterbewusst, nur noch Platz machen zu müssen, um dann festzustellen, dass der kleine Diesel im A3 doch nicht schneller kann als man selbst.

Allerdings nutzt sich der Effekt langsam ab und Audi sieht sich mit dem uniformen Design beim neuen Audi A4 einiger Häme in den Medien ausgesetzt, was in meinen Augen dem Gedanken des Wagens nicht ganz gerecht wird. An dieser Anfassqualität im Innenraum müssen sich andere messen.

Allerdings komme auch ich nicht umhin, beim Thema Fortschritt an erster, zweiter und dritter Stelle ans 3D-Sound-System von B&O zu denken, was den klassischen Fahrzeug-Ingenieuren in Ingolstadt zu denken geben sollte (abgesehen davon, dass es am Automatik-Wahlhebel jetzt endlich auch eine praktische Park-Taste wie bei BMW gibt).

Zumindest für einen Audiophilen untermauert Audi damit trotz zaghafter Schritte bei Design und Antrieb den Slogan „Vorsprung durch Technik“.

Röntegenbild Audi A4
Das B&O 3D Sound-System hat 19 Lautsprecher, davon vier für 3D-Effekte in den A-Säulen und kommt auf 755 Watt (Foto: Audi)

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