Der amerikanische Pianist und Komponist Fred Hersch nahm im Trio mit Drew Gress (Doppelbass) und Joey Baron (Schlagzeug) sein drittes Album für das ECM-Label auf, produziert von Chef Manfred Eicher höchstpersönlich. „The Surrounding Green“ glänzt als hochkarätiges Jazz-Album.
Wer ist Fred Hersch? Klar, Jazz-Kenner kennen und schätzen den Amerikaner sicherlich und zu Recht seit vielen Jahren. Schließlich stand der 69-Jährige 17 mal auf der Grammy-Nominierungsliste und wurde im renommierten New Yorker Village Vanguard mehrfach in Folge engagiert. Und im Team mit Jazz-Kollegen wie Charlie Haden, Stan Getz, Bill Frisell oder in der Klassik schuf er sich ebenso über die Dekaden Gehör und einen Namen.

Und „Das Grün der Umgebung“. Anders als ein Keith Jarrett, der gerne experimentell die Tasten drückt, fokussiert Fred Hersch eher einen lyrischen-melodiösen Akzent. Drei Stücke auf seinem neuen Album flossen aus seiner Feder, die wie aus der Zeitlinie gefallen zu sein scheinen, beinahe beschwingt, in einem eleganten Wechselspiel mit seinen beiden Mit-Spielern vollzieht Fred Hersch eine Pointiertheit, aus der eine intuitive Bestimmtheit schimmert.
Ein anmutiges, melodiöses Auf- und Ab, das genügend entspannte Zeit für solistische Einsprengsel lässt und so facettenreiche Stücke entstehen lässt, mit den langjährigen Kollegen Drew Gress und Joey Baron. Vier Stücke stammen aus den Notenblättern von Größen des 20. Jahrhunderts wie „Embraceable You“ (1928, von George und Ira Gershwin), „Palhaço“ (1980) von Egberto Gismonti oder „First Song“ (1992) von Bassist Charlie Haden, ein früher Mitstreiter von Fred in den 1980ern. „Law Years“ (1972), im Original von Ornette Coleman, öffnet mit einem fantastisch, beinahe dreidimensionalen Percussion-/Drum-Reigen, in den Herschs Flügel sanft eintaucht – audiophil, luftig, fein aufgelöst, (fein-)dynamisch, Klangfarben-stark – ein Synonym für das Album.

Als Aufnahmeort wählte das Trio im Mai 2024 das Auditorio Stelio Molo in Lugano.
„Ich habe das Gefühl, dass man auf dieser Platte wirklich die Geschichte hört, ich hoffe, dass die Leute die Reife der Interaktion, die Klangwelt und die Sensibilität im Spiel spüren können.“ Kann man.
Fred Hersch spielt in Deutschland 2025 live:
Am 4. Oktober 2025 gastiert er im „Birdland“ in Neuburg, am 9.10. in der Elbphilharmonie in Hamburg, am 12.10. in Kronberg (Location steht noch nicht fest) sowie am 5. November 2025 in München („Unterfahrt“).
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Video-Clip zu „Embraceable You“ vom Treviso Suona Jazz Festival
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