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Ascendo Live 15: High End Spaß aus dem Heimkino

Ascendo im LowBeats Hörraum
Ascendo Geschäftsführer Stefan Köpf mit den Vorläufern der Live 15 im LowBeats Hörraum (Foto: H. Biermann)

Ascendo Live 15 im Hörtest

Nach der Aufstellung im Hörraum legte Stefan Köpf noch einmal kurz selbst Hand an.

Es klang aller schon sehr, sehr gut, da meldete sich Kollege Jürgen Schröder zu Wort. Er würde im Bereich um 1 KHz breitbandig noch ein Dezibel rausnehmen.

Mit dem flexiblen Ascendo System war der Vorschlag schnell umgesetzt und es klang gleich noch einmal um einiges klarer, feiner und präziser.

Köpf fuhr dann irgendwann nach Hause, während mir klar war, dass ich mit diesem System noch etliche Stunden hören wollte …

Am nächsten Morgen schwärmte ich einem Freund von der Ascendo Live 15 vor und der kam prompt vorbei – mit einer Aufnahme, die zum musikalisch Ödesten gehört, was die Musikgeschichte je vorgebracht hat: Charly Antolinis „Knock Out“.

Für alle, die diese Aufnahme nicht kennen: Da drischt einer ziemlich einfallslos und wie beim Üben auf sein Schlagzeug ein, wobei das Ganze – das sei hier eingeräumt – vergleichsweise beeindruckend aufgenommen wurde. Jedenfalls so realistisch, dass mein Architekten-Nachbar zu dem Schluss kam, ich würde dort spielen …

Aber es lag natürlich nicht nur an der Aufnahme. Es lag vor allem am unglaublich dynamischen, sehr präzisen Auftritt der Ascendo. Sie ließ das Fell der Snare Drum so authentisch schnalzen, die Hi-Hats so metallisch richtig nachschwingen, die Bass Drum so unvermittelt direkt und subtil tief auf Ohr und Zwerchfell zielen.

Ich kenne nur wenige Lautsprecher, die einen derart sauberen, dynamischen und farbigen Bassbereich haben. Doch die unvermittelten Live-Qualitäten der Ascendo Live 15 beschränken sich nicht auf dynamische Musik.

Auch die Stimme von Nick Cave auf seinem neuen Album Skeleton Tree (CD der Woche 37/2016) kam wunderbar klar, offen und – ich kann es nicht anders sagen: richtig. Es ist diese Verzerrungsfreiheit, die die Ascendo Live 15 so natürlich echt klingen lässt.

Fazit Ascendo Live 15: extrem dynamisch, authentisch und flexibel anpassbar

Im Vergleich zur Tannoy Canterbury GR, die seit einigen Wochen eine Art Referenzstatus bei uns hat, spielt die Ascendo Live 15 in den Höhen etwas gröber, nicht ganz so leichtfüßig und locker.

Aber die Ascendo kann noch um einiges lauter und sie ist auch in der Höhenabbildung großzügiger. Stefan Köpf nennt sein Live 15 eine Spaßbox. Das ist sie. Aber auch viel mehr. I

hre Verzerrungsfreiheit und die große Dynamik sorgen für eine Natürlichkeit und Authentizität, die man bei klassischen HiFi-Lautsprechern selten findet.

Und dann wäre da auch noch der Umstand, dass sie ihre Verstärker gleich mitbringt und dass sie extrem flexibel einstellbar ist. Diesbezüglich kenne ich derzeit kein vergleichbares System.

Natürlich ist die Wertung noch vorläufig, weil das Gehäuse der Live 15 ja noch nicht fertig ist (weshalb wir die Verarbeitung nicht bewertet haben).

Aber Köpf meinte, das Ergebnis im kompletten Gehäuse würde noch besser. Das werden wir natürlich überprüfen. Aber auch die vorläufige Version bekommt bei uns ein „überragend“.

Im Beitrag erwähnt:
Tannoy Canterbury GR: Der Exklusivtest

Mehr zu Ascendo:
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Ascendo Live 15
2016/07
Test-Ergebnis: 4,6
ÜBERRAGEND
Klang
Praxis

Gesamt

Die Bewertung bezieht sich immer auf die jeweilige Preisklasse.
Extrem dynamische Wiedergabe
Gute 3-D Abbildung
Hohe Verzerrungsarmut
Extrem feinfühlige Anpassung

Vertrieb:
ASCENDO GmbH
Bonndorfer Str. 19
76227 Karlsruhe
www.ascendo.de

Preis (Hersteller-Empfehlung)
Ascendo Live 15: 19.900 Euro