Ja, Sie lesen richtig, die digitale Vorstufe Backes&Müller ICE 525 kommt jetzt mit einer Phonovorstufe – und zwar mit digitaler Entzerrung. In Saarbrücken, dem Stammsitz von B&M, ist man sich durchaus bewusst, dass man sich mit einer digitalen Phonovorstufe auf dünnem Eis bewegt. Nicht wegen der Technik, die ist überzeugend (wir kommen noch dazu), sondern wegen der – vorsichtig ausgedrückt – doch recht konservativen Zielgruppe der Vinylfans. So schreibt Backes & Müller in seiner Presseaussendung auch davon, dass man der „verlustfreien Digitalübertragung unbedingt eine Chance geben sollte“. Man kann sich aber sicher sein, dass die Ingenieure des High-End-Herstellers wissen, was sie tun. Kommen wir also zu den Details der Backes&Müller ICE 525 Phono Was kann die so? Was bringt die mit?

MC: 103 dB Rauschabstand
Zunächst einmal ist die Backes&Müller ICE 525 bekanntermaßen eine digitale Schaltzentrale für alle Quellen. Dazu gibt es acht Eingänge, so etwa neben Cinch- und XLR-Zugängen auch Anschlüsse für Toslink, S/PDIF und AES/EBU. Auch eine USB-Buchse ist vorhanden, etwa für einen Roon-Server. Und nun halt auch noch Phono. Warum ist B&M von einer digitalen Phono-Eingangsstufe so überzeugt? Zunächst einmal geht es konventionell zu. Die Abschlusswiderstände liegen wahlweise bei 100 Ohm (MC) oder 47 kOhm (MM u.a.). Kennt man so. Danach aber wird die gesamte Signalverarbeitung und Anpassung digitalisiert. Es folgt eine präzise, individuell auf das gewünschte Tonabnehmersystem abgestimmte Konfiguration, die auf einer Speicherkarte abgelegt ist und die sich – sofern man den Wunsch dazu verspürt – am PC sogar eigenhändig anpassen lässt. Der Clou bei der Digitaltechnik liegt aber natürlich in der absoluten Rauschfreiheit. So liegt der Rauschabstand bei MC (100 Ohm) etwa bei sagenhaften 103 dB! Der Wandler selbst kommt auf 123 dB, so dass auch noch so leise MC-Systeme ohne Verluste oder Störeinstreuungen sauber verstärkt werden. B&M kann mit dem ICE 525 die genaue Anpassung an den Ausgangspegel des Tonabnehmers garantieren, egal, ob es sich dabei ein zartes MC oder eine lautes Disco-MM handelt.

Digitale RIAA-Entzerrung
Die noch heute gültige Entzerrung der Schallplatte wurde bereits in den 1950er-Jahren von der RIAA (Recording Industry Association of America) genormt. So wurde ein einheitlicher technischer Standard geschaffen, der es ermöglichte, mehr Signale auf die Platte zu pressen und den Störspannungsabstand zu reduzieren. Auf diese einst festgelegte Kennlinie der RIAA setzen alle Entzerrervorverstärker. Bei der digitalen Entzerrung, die in der neuen ICE 525 integriert ist, haben wir nun den Vorteil, dass zum Beispiel originale Schneidekennlinien, wie etwa die der legendären Neumann-Schnittmaschinen, für die digitalen Korrekturfilter als Grundlage dienten. Im Resulat erreicht der Backes&Müller ICE 525 Phono bei der Entzerrung ein ideales Phasen- und Zeitverhalten, das bei einer analogen Schaltung so nicht zu erzielen wäre.
Klar, dass es auch im Inneren ebenfalls absolut sauber zugeht, so sind die Spannungsversorgung, die Datenleitung oder die Clock konsequent isoliert. Gedacht ist die Backes&Müller ICE525 natürlich dazu, die berühmten hauseigenen Aktivboxen aus eigenem Hause anzusteuern. Das ist dank B&M Easylink via CAT7-Kabel mit den aktuellen BM Line Lautsprechern zudem einfacher denn je. Darüber hinaus können CAT-7-Kabel in Flachbandausführung einfach hinter Sockelleisten versteckt werden.
Preise und Verfügbarkeit
Die Backes&Müller ICE 525 Phono ist ab sofort zu haben. Es gibt sie in den Gehäuseausführungen Schwarz und Silber. Der Preis liegt bei 8.899 Euro. Mehr Infos gibt’s beim Hersteller: www.backesmueller.de
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