Soulnote Serie 1 Ver.2 – die nächste Generation an Verstärker, D/A-Wandler und Phono-Vorstufe der Edel-Japaner ist am Start. Soulnote ist bei uns wohlgelitten: Die japanische High-End-Schmiede, die nicht nur ihre Verwaltung und Forschung im Land der aufgehenden Sonne hat, sondern auch alle Komponenten dort fertigen lässt, heimst in LowBeats-Tests stets Bestnoten ein.
20 Jahre Soulnote
Dabei ist Soulnote eine junge Marke, den der Mutterkonzern CSR erst 2006 aus der Taufe hob. Somit feiern die High-Ender in diesem Jahr also den 20. Geburtstag. Happy Birthday! Im Unternehmen steckt trotz des jungen Alters jede Menge Erfahrung, denn der Mutterkonzern CSR wurde 2004 von einstigen Marantz-Managern gegründet.
Zu den jüngsten Modellen. Was erwartet uns da? Grundsätzlich wird in allen neuen und bisherigen Geräten eine Grundphilosophie umgesetzt: Bloß nicht irgendwelche klangbeeinflussenden Eingriffe in das Musiksignal vornehmen! Somit erscheinen die Modelle in manchen Augen ein wenig spartanisch. Auch eine Gegenkopplung oder eine digitale Korrektur gehören nicht zu dem, was Soulnote sich ins Pflichtenheft schreibt, vielmehr setzt man auf Präzision und Stabilität, die man durch bauliche Maßnahmen erreichen will. Soulnote zählt dazu folgende Punkte auf:
- diskrete Schaltungen ohne Gegenkopplung (non-NFB) für direkte Impulsübertragung
- kurze, reduzierte Signalwege zur Minimierung zeitlicher Verfälschungen
- nicht imprägnierte Ringkerntransformatoren für hohe Stromlieferfähigkeit und geringe magnetische Dämpfung
- gezielte Resonanzableitung durch speziellen Geräteaufbau
- mechanisch und elektrisch getrennte Versorgungssektionen für stabile Mikro- und Makrodynamik.
Sehen wir uns die neuen Modelle im Einzelnen an.
Soulnote A-1 Ver. 2 Integrierter Verstärker
Wie bereits erwähnt, verzichtet Soulnote auf eine Gegenkopplung. Auch beim A-1 Ver.2, denn wo keine korrigierenden Regelschleifen eingreifen müssen, werden eben auch keine Transienten geglättet oder verzögert. In der Endstufe, einer Single-Push-Pull-Konfiguration, kommen potente TO-3P-Transitoren in einer vierstufigen Darlington-Anordnung zum Einsatz. Diese gewährleistet auch bei Lautsprechern mit einer geringen Impedanz eine zackige und doch kontrollierte Leistungsabgabe.
Beim neu konzipierten Ringkerntrafo verzichtet Soulnote auf einen Verguss, um Stromspitzen so frei wie möglich übertragen zu können. Die magnetische Beweglichkeit des Trafokerns bleibt durch diese Maßnahme erhalten.
Ebenfalls neu entwickelt wurde die Störeinflüsse reduzierende Bias-Schaltung. Hierzu verwendet Souldnote im A-1 Ver.2 eine Konstruktion aus Kondensator-Widerstands-Netzwerken um unerwünschte Resonanzen zu unterdrücken. Im Resultat sorgt diese Maßnahme laut Soulnote unter anderem für deutlichere Konturen, eine bessere räumliche Abbildung und natürlichere Obertöne.
Die Leistung gibt der Hersteller mit 2x 80 Watt an 4 Ohm an. An Eingängen stehen zwei Mal XLR- und zwei Mal Cinch zur Verfügung. Übrigens erzielte schon der Vorgänger, der Soulnote A-1, bei Holger Biermann die Note „Überragend“.

Soulnote E-1 Ver.2 Phono-Vorverstärker
Eine neue Bias-Schaltung ist auch in die Phonovorstufe Soulnote E-1 Ver.2 eingezogen. Durch diese Maßnahme versprechen sich die Ingenieure aus Yokohama ein noch geringeres Rauschen und eine höhere feindynamische Präzision. Eine diskret aufgebaute RIAA-Entzerrung sorgt für ein natürliches Klangbild, das frei von digitalen oder regelnden Manipulationen sein soll.
Die Lastimpedanzen sind variabel, was das Anpassen von Tonabnehmern zum Kinderspiel macht. Des Weiteren unterstützt der Entzerrer-Vorverstärker E-1 Ver.2 aus der Reihe Soulnote Serie 1 Ver.2 auch optische Tonabnehmer, die auf Lichtabtastung und nicht auf mechanischer Induktion basieren.
Dazu verwendet Soulnote für die Eingangsstufe die New Type-R-Schaltung, die sich als am besten geeignet herausgestellt hat, bei der Verwendung optischer Systeme.
Der Test vom Kollegen Andreas Günther zum Vorgänger E-1 sei Ihnen dazu wärmstens empfohlen.
Soulnote D-1 Ver.2 D/A-Wandler
In der Reihe der Soulnote Serie 1 Ver.2 erscheint auch ein aktualisierter D/A-Wandler, der D-1 Ver.2. In dem neuen DAC stecken zwei kanalgetrennte Wandler von ESS vom Typ ES9039PRO. Der Chip wird auch von eversolo genutzt, etwa im DMP-A10, da allerdings in Einzelausführung.
Der NOS-Modus des D-1 Ver.2 verzichtet bewusst auf digitale Filter, da diese bei einem herkömmlichen Oversampling-Verfahren Pre- und Post-Ringing verursachen könnten.
Der Hersteller fasst die Neuigkeiten der Soulnote Serie 1 Ver.2 so zusammen:
„Alle drei Modelle folgen derselben Denkweise: Mechanik, Stromversorgung und Schaltungstechnik werden so kombiniert, dass Musik in ihrer räumlichen Struktur und zeitlichen Feinheit möglichst unverfälscht bleibt. Das Ergebnis ist eine Elektroniklinie, die klanglich deutlich über ihre Klasse hinausreicht – mit natürlicher Dynamik, präziser Impulsabbildung und hoher emotionaler Authentizität.“
Glauben wir sofort und werden das eine oder andere Modell zusätzlich einem Test unterziehen.
Preise und Verfügbarkeit
Die Modelle SOULNOTE A-1 Ver. 2, D-1 Ver. 2 und E-1 Ver. 2 sind ab sofort erhältlich. Es gibt sie in den Ausführungen Silber und Schwarz. Jedes Gerät kostet jeweils 4.490 Euro. Mehr Infos: www.soulnote.audio
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