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Thorens TD 1601 mit Haube
Der legendäre TD 160 bekam 2020 mit dem TD 1601 einen mehr als würdigen Erben. Der jetzt unverschämt günstig zu haben ist: 2499 Euro verlangt SG-Akustik im Dezember 2025 für den Boliden, inkludiert ist ein Ortofon 2M Black MM das allein schon 599 Euro Wert ist ... (Foto: Thorens)

Das Beste zum Fest: Subchassis-Plattenspieler Thorens TD 1601

Das Bessere ist ja bekanntlich der Feind des Guten. Das trifft auch auf Legenden zu. Hier: Der TD160, der nach 50 Jahren von seinem Nachfolger TD1601 vom Thron gestoßen wurde. LowBeats-Mitstreiter Andreas Günther hatte diese Erkenntnis beim Ausprobieren und hievte das Modell zu Recht sogleich in die audiophile Oberklasse.  Sämtliche Details finden Sie in seinem ausführlichen Test zum Thorens TD1601.

Thorens TD 1601 Subchassis
Hier können Sie Sie sehen, die drei Federn, an denen das Subchassis aufgehängt ist und das zum Beispiel Trittschall effektiv vom Tonarm fernhält (Illustration: Thorens)

Wussten Sie übrigens, dass das Unternehmen Thorens bereits seit über 140 existiert? Angefangen haben die Schweizer (sic!) mit Spieluhren. Wenn Sie mehr wissen wollen, stöbern Sie doch mal durch unsere Thorens History. Zurück zum Thorens TD 1601, den fand Andreas schon zum damaligen Preis „Überragend“ und da kostete die Kostbarkeit noch 3.000 Euro. Nun hat SG-Akustik via Fono.de den noblen Dreher für 2.499,00 Euro mit dem Tonarm TP92 im Angebot und legt dazu noch das über jeden Zweifel erhabene Tonabnehmersystem Ortofon 2M Black MM obendrauf. Dafür sind sonst allein bereits 599 Euro auf den Tisch zu legen. Wenn sie das noch beim Plattenspieler in Abzug bringen, dann kostet der nackt gerade mal 1.900 Euro. Da dürfen Sie ruhig mal schwach werden.

Der TD 160 kam 1972 auf den Markt und hatte sich bereits 1975 schon mehr als eine halbe Million mal verkauft. Damals fand die Produktion bei EMT in Lahr statt, die die Marke Thorens aus der Schweiz in den schönen Schwarzwald geholt hatte. Auch EMT ist heute eine Legende und die Plattenspieler werden bei Sammlern hoch geschätzt. Der Ur-TD 160 kostete zum Einstieg rund 500 D-Mark, was heute rund 1700 Euro entspricht. Da sind wir doch verdammt nah dran, an den aktuellen 1.900 Euro.

Seit 2018 gehört Thorens dem einstigen ELAC-CEO Gunter Kürten und der hat der Marke ein neues Leben eingehaucht. Kürten hat den TD 160 auch nicht einfach nur wiederbelebt, sondern von Grund auf neu entwickeln lassen. Auch wenn der klassische Subchassis-Thorens selbstverständlich erhalten blieb. So wurde die Motorsteuerung von der Plattenspielerlegende Walter Fuchs entwickelt. Lassen wir dazu den LowBeats-Plattenspieler-Meister, Bernhard Rietschel sprechen: „Der heutige Thorens fährt – wie aktuelle größere Linns – zweigleisig: Einerseits bedient er sich der nahezu perfekten Entkopplung eines frei schwingenden Subchassis. Andererseits sorgt er auf elektronischem Weg dafür, dass der Motor schon von vornherein geschmeidig und geräuschlos läuft. Zu diesem Zweck erhält der Motor synthetisch erzeugte Wechselspannungen, die in Amplitude und Phasenlage genau auf das konkrete Aggregat angepasst werden.” Bernhard hatte im vergangenen Jahr den Bruder ohne Endabschaltung im Test, jedoch mit dem Tonarm TP160. Der Text des Kollegen Rietschel ist aber wie immer sehr lesenswert, also klicken Sie gern auf den Link.

Was hat uns beim TD1601 besonders beeindruckt? Neben dem detailreich-feinen Klang waren es etwa die bei Plattenspielern seltenen symmetrischen Ausgänge (XLR), die wirklich perfekte Verarbeitung und das an drei Federn aufgehängte Subchassis. Die Federn hängen nicht am Topboard, sondern ruhen auf dem Gehäuseboden. Da kann die Party auch ruhig mal neben dem Thorens TD 1601 stattfinden, die Nadel bzw. der Tonarm bleibt in der Spur. Wenn Sie also Silvester noch nichts vorhaben, dürfen Sie hier bedenkenlos zugreifen. Selbst wenn die Party ins Extreme ausufert und Sie neben der geliebten HiFi-Anlage einschlafen: Der TD 1601 verfügt über eine berührungslose Endabschaltung, das ist übrigens der einzige Unterscheidungspunkt zum Modell TD 1600. Wie funktioniert das? Unterhalb des Tonarms ist ein optischer Sensor verbaut. Sobald die Nadel auf die Innenrille zusteuert, wird der Kontakt unterbrochen. Mittels einer Schraube windet sich der Tonarm in die Höhe und der Plattentellers wird vollautomatisch ausgeschaltet. Faszinierend.

Fazit Thorens TD 1601 mit Ortofon 2M Black

Der Thorens ist eine echte Ansage: Ein ein hochbauendes Subchassis-Laufwerk, an dem es einfach nichts zu mäkeln gibt. Wenn man sich dann noch vor Augen hält, dass fono.de auch noch ein Ortofon 2M Black in den TP91-Tonarm einbaut, dürfte es gar kein Halten mehr geben. Denn günstiger kommt man im Analogen so schnell an so viel Qualität nicht mehr heran. Man sieht es an unserer Bewertung: Wir haben diesem Angebot ein glattes Fünf-Sterne-Ergebnis verpasst…

 

Kauftipp zur Weihnacht:
Thorens TD 1601 + Ortofon 2M Black
2025/12
Test-Ergebnis: 5,0
ÜBERRAGEND
Bewertung
Klang-Potenzial
Wert-Beständigkeit
Preis/Leistung

Gesamt

Die Bewertung bezieht sich immer auf die jeweilige Preisklasse.
Sauber-ausdrucksstarkes, natürliches Klangbild, stabiler Bass
Superbes, vormontiertes MM-System (Ortofon 2M Black)
Gute Trittschall-Absorption dank Sub-Chassis
Erstklassige Verarbeitung

Angebot:
SG-Akustik & Video GmbH
Printzstraße 13
76139 Karlsruhe
Tel.: 0721 / 921 273-0
www.fono.de

X-Mas Aktionspreis (zeitlich begrenzt):
Thorens TD 1601/Ortofon 2M Black: 2.499 Euro

Die technischen Daten

Thorens TD 1601
Technisches Konzept:Plattenspieler mit Riemenantrieb, Subchassis
Tonarm:TP 92
Tonabnehmer:Ortofon 2M Black MM
Anschlüsse: 1 x Cinch, 1 x XLR
Geschwindigkeiten:33-1/3, 45 U/Min
Ausführungen:Schwarz Hochglanz, Walnuss Hochglanz
Maße  (B x H x T)454 x 180 x 369 mm
Gewicht:11,2 Kilogramm
Alle technischen Daten
Die anderen Geschenk-Tipps zum Fest:

Streamer Argon Audio Stream 2 Mk3 (119 Euro)
MM-Tonabnehmer-System, Goldring 1042 (389 Euro)
Over Ear Kopfhörer Sennheiser HD 660 S2 (439 Euro)
Vollverstärker NuPrime IDA8 (699 Euro)
Kompaktbox LS 3/5a als Bausatz (998 Euro)
Standbox Canton Karat GS (2.000 Euro)

 

 

Autor: Andrew Weber