Der Englishman in New York mit zusätzlichen Wahlheimaten im britischen Portsmouth und Berlin zählt zu den vielseitigsten und virtuosesten Crossover-Musikern der vergangenen Dekaden. Angefangen mit seinen herausragenden New-Wave-/Post-Punk-Alben „Look Sharp!“ und „I’m The Man“, beide von 1979, über das himmlische Jazz-/Latin inspirierte Pop-Werk „Night And Day“ (1982) bis zu rotzigem Rock-Drive auf „Big World“ (1984) und brodelnden Live-Alben wie „Summer In The Cirty: Live In New York“ (2000) nebst jüngeren Alben wie „Mr Joe Jackson Presents Max Champion“ von 2023.
The Man kann’s einfach: David Ian Jackson, so sein Geburtsname, lernte mit elf Jahren Violine nebst Klavier und erhielt 1972 ein Stipendium für ein Kompositions-Studium an der renommierten Royal Academy Of Music in London. Diese Prägungen durchziehen seine Karriere und sein vielseitiges musikalisches Schaffen, das einen Blend aus Wave, Post-Punk, Jazz, Swing, Blues, Rock und Neo-Klassik umfasst.
Die Musik von Joe Jackson „Hope And Fury“
Wie auf seinem neuen Album, das zwar nur mit gut einer halben Stunde Spielzeit aufwartet, die es jedoch in sich hat. In seine Notenblätter schrieb der 71-Jährige kluge Partituren, die hier und da an frühere Song-Highights wie „Is She Really Going Out With Him“, „Steppin’ Out“ oder „Right And Wrong“ erinnern.
Verantwortlich für die virtuose Sound-Stilistik sind die langjährigen Weggefährten Graham Maby am Bass, Teddy Kumpel an der Gitarre, Doug Yowell am Schlagzeug sowie der peruanische Percussion-Mann Paulo Stagnaro.
Der Opener „Welcome To Burning-By-Sea“ stürmt mit treibend-stoischem Latin-Groove los, getränkt von mehrstimmigen Vocals und Synthie-Einsprengseln. Das wuppt. „I’m Not Sorry“ begeistert dank trockener Drums und gefährlich-rotzigen Vocals und schönen Refrains. „Made God Laugh“ swingt sich salopp mit versöhnlicher Melodie und Falsett-Spitzen ein, während „Do Do Do“ 50er-Jahre Charme versprüht, dann „The Face“ grandios die E-Gitarren jubilieren lässt und mit perlenden Piano-Einlagen ergänzt. Der Klang des Albums punktet mit prima Dynamik und Auflösung sowie schöner Auffächerung von Stimmen und Instrumenten.

Bewertungen
MusikKlangRepertoirewertGesamt |
Clips zum Song „Welcome To Burning-By-Sea““:
Weitere Alben des Monats März 2026:
Die Alben des Monat März 2026: Heather Nova „Live In Europe“
Die Alben des Monat März 2026: Syrinx Call „Mirrorneuron 2“
Die Alben des Monat März 2026: The Colourfield „Sound Of The Colourfield”





