Sicher hat es jeder spätestens mit dem Blick auf das Datum bemerkt: Dieser innovative Plattenspieler war ein Aprilscherz! Eigentlich haben wir das nicht einmal versteckt, denn in den Bildern steht das Wasserzeichen von Gemini und auch die Foto-Copyrights sind mit dem Namen von Googles KI beschriftet. Der Text stammt von LowBeats. Sollte aus Cupertino doch mal ein Plattenspieler kommen: You saw it here first.
Noch nicht gelesen? Dann viel Spaß beim Lesen und Schmunzeln:
Wie heißt es doch immer in den Nachrichten: „Wie aus gut informierten Kreisen verlautbart…“ Schon mehrfach haben die klugen Köpfe aus Cupertino die Welt des Musikhörens aufgemischt. Alles digital, versteht sich. Es war aber auch absehbar, dass sich Apple irgendwann dem aktuellen Vinyl-Boom zuwendet. Das Ergebnis ist ein Hightech-Plattenspieler mit dem Namen Apple HomePlay

Die Namensgebung mit „Home“ statt „i“ macht schon klar, dass es kein tragbares Gerät ist, sondern sich stationär in Produkte wie Apple HomePod einreiht. Apple-typisch verbergen sich die cleveren Features unter einem zeitlos reduzierten Design mit Ideen, die bislang keiner zu bringen gewagt hatte. Klar hatte LowBeats auch schon Plattenspieler im Test, die Bluetooth ausgeben konnten. Aber der Apple HomePlay geht viele Schritte konsequent weiter. Wie genau das alles funktioniert, können wir bislang nur anhand dieser durchgesickerten Werbefotos analysieren.

Wie konsequent die Entwicklung auf moderne Haushalte und Apples eigene Infrastruktur zielt, erkennt der HiFi-Fan sofort, denn es gibt gar keine analogen Ausgänge mehr. Der Strom kommt offensichtlich per USB-C-Anschluss. Dieser ist mit „Power“ beschriftet; ein Audiosignal kommt hier nicht raus. Schick: die Edelstahl-Plattenklemme in Größe des Labels, die die Platte plan hält.

Interessant scheint auch die Entwicklung des Apple-eigenen MM-Tonabnehmers. Das ermöglicht einen Nadeltausch und liefert solide Pegel für den integrierten Phono-Preamp mit gutem Störabstand für die Digitalisierung, bevor das Signal mittels AirPlay 2 an die Anlage gesendet wird. Pfiffig: Eine weiße LED beleuchtet die Nadel und damit den Aufsetzpunkt, um Titelanfänge perfekt ansteuern zu können.

Am aufschlussreichsten für das Entschlüsseln des Innenlebens des Hightech-Laufwerks ist aber die HomePlay App. Die zeigt beispielsweise über eine Titelerkennung à la Shazam, die zur Schallplatte gehörenden Cover-Motive, Titel und Laufzeiten aus der Apple Music Bibliothek. Eine Art simuliertes Jog-Dial erlaubt den Titelsprung und die Tonarmsteuerung für das Abspielen. Die Regler auf der rechten Seite zeigen, dass sich die physische Tonarmposition und das Antiskating sogar ferngesteuert ändern lassen.
Auf der linken Seite gibt es einen Indikator für den Zustand des Apple-Tonabnehmers. Es ist anzunehmen, dass einen die App an das Bestellen einer Ersatznadel erinnert, wenn der Diamant seine Soll-Betriebsstunden gedreht hat. Wirklich innovativ: „Feet Status“ zeigt eine Skala, die wohl auf Sensorik in den Dämpferfüßen reagiert und anzeigt, wie viel Vibration und Dämpfung die Entkopplung gerade zu verarbeiten hat. Leider gibt es noch keine Informationen, ob das nur gemessen oder aktiv geregelt wird.
Wenn sich der angegebene Preis von 899 Euro bewahrheitet, könnte der Apple HomePlay durchaus den international boomenden Vinyl-Markt weiter beflügeln und neue Generationen und Zielgruppen für das ehrwürdige analoge Medium begeistern. Ein Test folgt, sobald erste Geräte verfügbar werden.
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