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Erster Test: Sony VPL-VW360ES & VPL-VW260ES

Messungen Sony VPL-VW360ES

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Sony VPL-VW360ES: Gamma Hellogkeitsverlauf (Messung: LowBeats)
Sony VPL-VW360ES: Gamma Helligkeitsverlauf. Die gemessene Kurve (grau) sollte für Gamma 2.2 folgen oder besser der BT.1886-Kurve (gelb) (Messung: LowBeats)
Sony VPL-VW360ES: HDR EOTF Hellogkeitsverlauf (Messung: LowBeats)
Sony VPL-VW360ES: HDR10 EOTF ST2084 (gelb) Helligkeitsverlauf passt fast perfekt (Messung: LowBeats)
Sony VPL-VW360ES: HLG EOTF Hellogkeitsverlauf (Messung: LowBeats)
Sony VPL-VW360ES: HLG EOTF Helligkeitsverlauf ist praktisch perfekt (Messung: LowBeats)
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In Sachen Messwerte geben sich die zwei kleinen Modelle nix. Die gemessenen Exemplare zeigten beide für konventionelle Signale eine etwas verbogene Gammakurve mit geminderten dunklen Bildpartien und leichter Sättigung nahe Weiß.

Solche S-förmig verbogenen Charakteristika sollten in diesen Preisklassen eigentlich nicht mehr vorkommen. Eine professionelle Kalibrierung kann das allerdings beseitigen und vielmehr noch sogar die eigentlich vorgeschriebene BT.1886-Kurve implementieren. Die Verzerrung ist im Alltag zwar nicht dramatisch, dennoch ärgerlich.

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Sony VPL-VW360ES: REC709 Farbraum Sättigungsverlauf (Messung: LowBeats)
Sony VPL-VW360ES: REC709 Farbraum Sättigungsverlauf, kalibriert. Die kleine Sättigungs-Überbetonung bei Rot (Hauttöne) bekommt man nicht weg (Messung: LowBeats)
Sony VPL-VW360ES: BT.2020 Farbraum bei ST2084 (Messung: LowBeats)
Sony VPL-VW360ES: BT.2020 Farbraum bei ST2084. Die Farben treffen die Zielvorgaben (Quadrate) gut, aber nicht perfekt (Messung: LowBeats)
Sony VPL-VW360ES: BT.2020 Farbraum bei HLG (Messung: LowBeats)
Sony VPL-VW360ES: BT.2020 Farbraum bei HLG ist etwas übersättigt (Messung: LowBeats)
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In Sachen Farbe übertreiben die Sonys leicht, was üblich ist und auf Dauer ein wenig die Panelalterung kompensiert. Das geht in Ordnung, denn das Ganze ist feinfühlig und doch weiträumig auf den Punkt kalibrierbar.

Nicht weg bekommt man eine vermutlich zur leichten Verstärkung von Hauttönen gedachte Übersättigung von Rottönen, die allerdings nur im direkten Vergleich mit perfekt neutralen Bildern auffällt.

Bei den neuen Bildnormen zeigten beide mustergültige Helligkeitskurven für HDR10 (ST.2084) und HLG (Hybrid Log Gamma), was übrigens der künftige HDR-Sendestandard wird.

Beim erweiterten Farbraum BT.2020 mit satteren Farben erreichen die beiden Sonys prinzipbedingt die maximale Sättigung in Grün nicht ganz.

Praxisgerechte Werte bis 25 Prozent Sättigung in natürlichen Bildern sind dagegen auf den Punkt zu bekommen. Auffällig: Bei HLG werden die Farben etwas satter.

Fazit: Ausgewogen – mit Kompromissen

In Sachen Hardware und Software zeigen Sony VPL-VW360ES und Sony VPL-VW260ES keine Überraschungen. Die Panels mit echter 4K-Auflösung liefern maximale Bilddetails, die Objektive sind gut scharf und sehr flexibel in Zoom und Shift und geometrisch perfekt.

Lensmemory beim VW360ES ist für CinemaScope-Leinwände komfortabel. Schade, bei 4K gibt es bei Sony in dieser Klasse noch keine Zwischenbild-Berechnung, und bei UltraHD/4K mit 50-60Hz gibt es Einschränkungen für die Farbauflösung.

Dafür funktionieren die Signalumschaltungen für SD/HDR/HLG und Farbräume klaglos und lassen sich sogar manuell kontrollieren. Vorbildlich.

Die Helligkeit reicht gut für Leinwände bis 2,5m Breite. Angenehm ruhig kommt das Bild daher, das können nur LED und Laser noch angenehmer. Es ergibt sich ein gut ausbalancierter Gesamteindruck mit Kompromissen.

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Sony VPL-VW360ES
2017/09
Test-Ergebnis: 4,2
 sehr gut
Bewertungen:
Bild
Praxis
Verarbeitung

Gesamt

Die Bewertung bezieht sich immer auf die jeweilige Preisklasse.
echtes 4K-Bild, gute Bildruhe
Zoom und Lensshift sehr flexibel
Gute HDR und HLG Integration
Einschränkungen mit UHD/4K bei 50/60Hz

Vertrieb:
Sony Europe Limited
Zweigniederlassung Deutschland
Kemperplatz 1
D-10785 Berlin
www.sony.de

Preis (Hersteller-Empfehlung)
Sony VPL-VW360ES 6.990 Euro
Sony VPL-VW260ES 4.990 Euro

Hier das Grobi-Video, das Patrick Schappert bei seinem Besuch bei mir aufnahm: