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Familien-Test: Velodyne SPL-Ultra Serie Edel-Subwoofer

Velodyne SPL Ultra Frontabdeckung
Die Frontabdeckung: Kunststoffformteile in der Farbe des Bespannstoffs, damit nichts hindurchscheint (Foto: R. Vogt)

In der Praxis zeigten sich alle drei SPL Ultra Modelle pflegeleicht. Mit ihren Gummifüßen kann man sie auch direkt auf empfindliche Böden platzieren, ohne dass sie sprichwörtliche Eindrücke hinterlassen.

Praxis und Höreindrücke

Im praktischen Test allerdings tat es der Präzision in der Wiedergabe gut, eine starre Kopplung zum Untergrund herzustellen, etwa mit „richtigen“ Metall-Spikes, was die Bewegung des Gehäuses in der Längsachse merklich reduzierte.

Die Abdeckungen können getrost aufgesteckt bleiben, sie bieten der weit auslenkenden Membran genügend Platz, schwingen oder klappern ist ihnen auch fremd. Im Hörraum neigen Woofer gerne dazu, oben etwas aufzudicken.

In einer Vielzahl von kompakteren Räumen ist die als Boundary Gain bekannte Aufdickung im Tiefbass bei Aufstellung in Wandnähe und/oder nah am Hörplatz oft ein Problem.

Beides eliminiert Velodynes automatische Einmessung auf das Angenehmste und sprichwörtlich auf Knopfdruck. Den Rest (Übergangsfrequenz, Pegel und Phase) muss man hier natürlich genauso von Hand einstellen wie bei allen anderen Subwoofern.

Eine kleine Augenwischerei fiel mir dabei auf. Die vorgeblich in 90°-Schritten einstellbare Phase scheint eher dem Marketing entsprungen zu sein, oder es waren noch Tasten auf der Fernbedienung frei.

Weder gehörseitig noch messtechnisch hatten 0° und 90° eine Differenz und genauso wenig 180° und 270°. De Facto bieten die Velodynes die übliche Phasenumkehr. Das geht in Ordnung.

Der klangliche Charakter ist typisch für Velodyne: Eine gute Mischung aus weich und dennoch trocken, im Preset 3 sehr tiefreichend, ein schönes vollmundiges Aroma. Spätestens im Preset 4 sind dann selbst mit dem kleinen Modell Velodyne SPL-800 Ultra auch ganz erstaunliche Lautstärken erreichbar.

Die Amis verstehen halt etwas von guten Subwoofern: Mit der extrem steifen Membran aus mehrlagigem Kevlar, der mehrlagigen Schwingspule und einem Verstärker mit 1.200 Watt Dauer- und 2,4kW Spitzenleistung schieben die Velodynes mit mehreren Zentimetern linearen Hubs die Raumluft an.

Aus dem supersteifen und luftdicht geschlossenen Gehäuse kommen praktisch keine merklichen Störgeräusche, selbst bei extremsten Beanspruchungen.

Wenn es dem Velodyne zu viel wird, wird er einfach nicht mehr lauter, als er noch sauber spielen kann, die Limiter sind entsprechend dosiert. Perfekt.

Mit diesen Eigenschaften dürften sich die SPL Ultra Modelle charakterlich mit dem größten Teil konventioneller Lautsprecher harmonisch zu einem musikalischen Ganzen zusammenfügen lassen.

Die Einzel-Fazits: Velodyne SPL Ultra Serie

Alle drei Subwoofer sind so gut, dass sie durchwegs eine überragende Bewertung bekommen haben. Der kleine 800er Würfel macht bei überschaubarem Pegel nicht viel weniger als die großen Brüder; wird es nicht allzu laut, erreicht er locker die unterste Oktave.

Der SPL-800 Ultra ist unsere Subwoofer-Empfehlung für kleinere Zweiwegsysteme audiophilen Zuschnitts oder für kleinere Heimkinos, in denen es nicht furchtbar laut werden darf.

Der SPL-1000 Ultra liefert da schon einiges mehr an Pegel und an gefühltem Tiefbass. Es ist unsere Empfehlung für fast alle klassischen Lautsprechersysteme, die Tiefbass-Unterstützung brauchen.

Der große SPL-1200 Ultra ist auf seine Art so potent, dass er auch im ambitionierten Heimkino gut aufgehoben ist.

Festzuhalten bleibt, dass die aktuellen SPL Ultra Modelle extrem gut gemacht sind und dank der unterschiedlichen Modellgrößen in fast allen Fällen über ausreichend Pegel verfügen, um ein bestehendes Lautsprechersystem oder Heimkino standesgemäß mit Tiefbass zu unterfüttern.

Und sollte der Pegel mit einem SPL nicht reichen, darf man gern auch mit zwei, drei oder sogar vier Subwoofern arbeiten. Unter raumakustischen Gesichtspunkten ist an dieser Stelle „mehr“ tatsächlich besser, weil man mit mehreren Subwoofern nicht nur den Pegel erhöhen, sondern auch die Raumresonanzen gleichmäßiger anregen kann als nur mit einem.

Hier geht es zu den Einzelbewertungen:
Testfazit SPL-800 Ultra
Testfazit SPL-1000 Ultra
Testfazit SPL-1200 Ultra