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Perlisten stellt mit der neuen A-Serie seine bislang erschwinglichsten Lautsprecher vor (Montage: F. Borowski)

Gezielte Abstrahlung: die Lautsprecher der neuen Perlisten A-Serie

Als Wortspiel könnte man sagen, „A“ steht hier für „Ainsteiger“. Die brandneuen Lautsprecher der A-Serie von Perlisten sind vielleicht nicht die billigsten Lautsprecher am Markt, im Portfolio des erst im Jahr 2021 gegründeten Unternehmens aber die bislang erschwinglichsten und auch für Normalverdiener bezahlbar.

Aufmerksames Zuhören hilft

Der Name Perlisten ist ein Komposita und steht für „perceptive listening“, also aufmerksames Zuhören. Das ist es nämlich, was audiophile und begeisterte HiFi-Fans von gewöhnlichen Musikhörern unterscheidet. Musiker achten auf Noten, Audiophile hören auf klangliche Details und die Authentizität der Wiedergabe, wozu eine gewisse Konzentration und auch Erfahrung nötig ist. Ohne die entgehen eben jene Feinheiten in der Wiedergabequalität, was bei ungeübten Musikkonsumenten oft zu dem Urteil führt, da wären gar keine Unterschiede. Aber das ist so, wie auch der Musiker falsch gespielte Noten erkennt, die Normalhörern und auch den meisten Audiophilen schlicht nicht auffallen würden. Trotzdem war da eine falsche Note. Es kommt halt nur darauf an, worauf das Gehör trainiert ist.

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Lars Johansen ist einer der Gründer und CSO (Chief Strategy Officer) bei Perlisten (Foto: F. Borowski)

Perlisten entstand nicht aus einem Bastel-Hobby heraus. Das Unternehmen wurde von Dan Roemer (USA) und Lars Johansen (Dänemark) gegründet, die jahrzehntelange Erfahrung bei einigen internationalen Branchengrößen gesammelt haben, die im HiFi- aber auch im PA-Beschallungsbereich und in Studios rund um den Globus tätig sind. Das fällt auch bei den Perlisten-Produkten auf. Die Lautsprecher tragen Merkmale aus unterschiedlichsten Beschallungsbereichen. So vereinen sie etwa die Kohärenz und Neutralität bester Studiomonitore mit der Musikalität und Ausgewogenheit feinster HiFi-Lautsprecher. Die bisherigen Lautsprecherserien von Perlisten haben in kürzester Zeit weltweit unzählige Auszeichnungen erhalten. Auch LowBeats hat sich schon von den Qualitäten überzeugen können. Siehe unseren Testbericht der Perlisten S5t.

Perlisten hat sich außerdem schnell einen exzellenten Ruf mit seinen äußerst leistungsstarken Subwoofern erworben. Zudem war Perlisten der erste Hersteller überhaupt, der Lautsprecher mit THX-Dominus-Zertifizierung auf den Markt bringen konnte.

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Perlisten A3m (Fotos: Perlisten)

Das Perlisten DPC-Array

Eines der Kernelemente dafür war bei den bisherigen Perlisten-Lautsprechern eine von Grund auf neu entwickelte Mittel-Hochton-Einheit namens DPC-Array. Dabei sitzt im Zentrum eines hornähnlichen Trichters ein Beryllium-Hochtöner, während darüber und darunter zu den Rändern des Trichters hin je zwei weitere Spezialkalotten sitzen, die sich um den Mitteltonbereich kümmern. Die besondere Anordnung sorgt für ein sehr günstiges Abstrahlverhalten, das mit anderen Konstruktionen nicht oder nur schwer zu realisieren ist.

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Markenzeichen von Perlisten ist das DPC-Array mit der Mittel-Hochton-Konfiguration aus drei Kalotten (Foto: F. Borowski)

Allerdings ist das DPC-Array auch eines der größten Kostentreiber in den Perlisten Speakern. Darum muss die neue A-Serie auch ohne diese Konstruktion auskommen. Ein hornähnlicher Trichter mit 35 Millimeter Teteron-Kalotte in der Mitte kommt auch hier zum Einsatz, aber ohne die flankierenden Zusatzkalotten. Die Mitten werden stattdessen von den deutlich größeren Chassis der Tief-/Mitteltöner übernommen. Um dennoch ein optimales Abstrahlverhalten zu erzielen und absolute Ortungspräzision zu ermöglichen, wurde der hornähnliche Vorsatz (der eher als Schallführung, denn als verstärkendes Horn dient) teilweise bis über die darüber und darunter liegenden Tief-/Mitteltöner gezogen. Auf diese Weise bleibt das akustische Zentrum sehr nahe beieinander, ähnlich wie bei einem Koaxialtreiber, aber mit besserer Abstrahlcharakteristik: sehr breit, aber in der Vertikalen begrenzt, um Boden/Deckenreflexionen zu minimieren.

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Perlisten A4t (Fotos: Perlisten)

Tieftöner und Gehäuse

Im Tieftonbereich kommt bei allen Modellen der A-Serie ein 215-Millimeter-Treiber mit Carbonfaser-Membranen zum Einsatz. Das geringe Gewicht bei gleichzeitig hoher Steifigkeit dieser Membranen soll entscheidend zur Impulstreue und tonalen Präzision beitragen. Auch die Gehäusekonstruktionen der A-Serie zeigen den kompromisslosen Ansatz: Je nach Modell setzt Perlisten entweder auf Bassreflex- oder geschlossene Konzepte, wobei alle Gehäuse akustisch präzise abgestimmt wurden. In Verbindung mit einer vollständigen Klippel NFS-Vermessung (inklusive Direktivitätsanalyse, Power-Response und Verzerrungsmessung) verspricht der Hersteller eine herausragende Konsistenz und Linearität über das gesamte Wiedergabespektrum.

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Perlisten A3t (Fotos: Perlisten)

Die Modelle

Die vier neuen Modelle der A-Serie decken ein breites Spektrum an Anwendungen ab. Im Zentrum steht der A4t, ein Standlautsprecher mit drei Carbonfaser-Tieftönern in Bassreflex-Abstimmung. Eine kompaktere Alternative bildet der kleinere Standlautsprecher A3t, der ebenfalls auf die Kombination aus Carbonfaser-Treibern und Teteron-Waveguide setzt, jedoch mit zwei statt drei Tieftönern arbeitet. Der A3m ist ein geschlossener Kompaktmonitor, der sich speziell für den Einsatz auf dem Desktop, im Regal oder auf Lautsprecherstativen eignet. Durch seine geschlossene Bauweise liefert er eine besonders trockene und präzise Basswiedergabe und empfiehlt sich als zentrale Komponente in hochwertigen 2.1-Systemen ebenso wie als Monitorlautsprecher für kleinere Räume. Abgerundet wird die Serie durch den A2s – ein speziell für Surround-, Rear- oder Height-Anwendungen konzipierter Lautsprecher. Durch das flache, geschlossene Gehäuse und die optionale V120-Halterung eignet er sich gut für Wand- oder Deckenmontage.

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Perlisten A2s (Fotos: Perlisten)

Die Lautsprecher der Perlisten A-Serie sind ab sofort erhältlich. Den Vertrieb in Deutschland hat Audio Reference übernommen. Die Preise pro Stück:

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Autor: Frank Borowski

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LowBeats Experte für Schreibtisch-HiFi und High End kennt sich auch mit den Finessen der hochwertigen Streaming-Übertragung bestens aus. Zudem ist der passionierte Highender immer neugierig im Zubehörbereich unterwegs.