Im Grunde hatte LowBeats schon alle Sumiko-Tonabnehmer im Test. Allerdings ergab sich da nicht nur für uns eine auffällige Lücke innerhalb der Moving-Coil-Palette zwischen Songbird und Starlink. Diese soll nun gezielt mit dem Sumiko Oriole für 1.700 Euro geschlossen werden. Das Modell ist im gehobenen Segment der Low-Output-MC-Tonabnehmer angesiedelt und richtet sich an Hörer, die hohe klangliche Ansprüche stellen, ohne zwingend zur obersten Referenzklasse greifen zu wollen. Konstruktiv und klanglich übernimmt der Oriole zentrale Merkmale der größeren Modelle und führt sie in einem ausgewogenen, praxisnahen Gesamtentwurf zusammen.
Die Besonderheiten des Sumiko Oriole
Das Oriole ist als Low-Output-Moving-Coil für anspruchsvolle Analogketten konzipiert. Seine Entwicklung und Fertigung erfolgen in Japan, in einer Tradition, in der Präzision stets im Dienst der Musik steht. Als Abtaster kommt ein nackter Shibata-Diamant zum Einsatz, der tief in die Rillenflanken greift und auch feinste Modulationen sicher erfasst. Entscheidend ist dabei weniger die isolierte Detailauflösung als vielmehr die Art der Darstellung: Informationen fügen sich organisch ins Klangbild ein, statt analytisch hervorgehoben zu werden Der Generator arbeitet mit niedriger Impedanz und hoher Effizienz. In der Praxis ergibt sich dadurch ein ruhiges, stabiles Klangbild mit klarer Raumabbildung.
Die Highlights
- Nude Shibata-Schliff für exakte Abtastung
- Neu entwickelter Generator mit besonders niedriger Impedanz
- Spulen aus hochreinem Kupfer
- Stabiler Aluminiumnadelträger für höchste Präzision
- Herausragender Frequenzumfang

Folgt man dem Katalogtext, dann zeigt sich das Oriole tonal ausgewogen und natürlich. Im Hochton soll der Shibata-Schliff seine Stärken ausspielen: und fein aufgelöst, luftig und präzise, jedoch frei von künstlicher Brillanz klingen. Schaun wir mal: Wir haben natürlich umgehend ein Oriole zum Test bestellt…
Wie bei Sumiko üblich, erfolgen Montage und Endkontrolle in sorgfältiger Handarbeit. Diese handwerkliche Sorgfalt dient keinem Selbstzweck, sondern prägt den Charakter des Oriole: als logischer Entwicklungsschritt oberhalb des Songbird und als bewusst gewählte Alternative unterhalb des Starling – für Analoghörer, die langfristig Musikalität suchen.
Preis & Verfügbarkeit
Das Sumiko Oriole ist ab sofort bei autorisierten Sumiko-Fachhändlern zum Preis von 1.699 Euro erhältlich. Weiter Informationen unter www.audiotra.de
Technische Daten
| Sumiko Oriole | |
|---|---|
| Konzept: | Low-Output MC Tonabnehmer |
| Nadelschliff: | Shibata |
| Nadelträger: | Aluminium |
| Frequenzgang: | 12 Hz – 45 kHz |
| empf. Kapazität: | 100 pF – 200 pF |
| Ausgangsspannung: | 0,3 mV (3,54 cm/s, 1 kHz) |
| Systemgewicht: | 7,3 Gramm |
| Alle technischen Daten | |
Mehr zu Sumiko:
Drei Tonabnehmer im Vergleich: Sumiko Songbird Low, Blue Point No. 3 Low, Wellfleet
Alle 6 neuen Sumiko Tonabnehmer im Vergleich
Sumiko Oyster Serie – 4 Tonabnehmer ab 100 Euro



