3D-Klangwelt mit 20.000 Watt: Ascendo AIA

Perfekt für Dolby Atmos & Co: Ein Heimkino-Set mit beliebig vielen Kanälen, jeder Kanal mit 1.000 Watt befeuert und per Netzwerk einzeln ansteuerbar. Das ist die perfekte 3D-Klangwelt von Ascendo AIA. Eine Welt, der man sich nicht entziehen kann …

Was bringt fünf ausgewachsene Männer dazu, am frühen Nachmittag und bei allerbestem Hochsommerwetter im abgedunkelten Raum einer ehemaligen Mühle zu sitzen und Musikfilme zu schauen? Die Antwort lautet: Die Freude an der Perfektion und ein Mehrkanalerlebnis, wie es bislang noch nicht möglich war.

Fünf Jahre hatten die Entwickler von Ascendo an einem richtungsweisend neuen Heimkino-Projekt gearbeitet. Dieses System ist so fundamental anders als die klassischen Lautsprecher der High-End-Lautsprecherschmiede, dass Ascendo diese Sparte in eine Tochterfirma, die Ascendo Immersive Audio (AIA), auslagerte.

Das erste Ascendo AIA System mit seinen bis zu 32 Kanälen (und damit auch explizit für Dolby Atmos, Auro 3D und DTS:X geeignet) ist jetzt spielfertig und im Ascendo-Demoraum in der ehemaligen Ansbacher „Galgenmühle“ installiert. LowBeats Heimkino-Experte Raphael Vogt und ich waren die ersten Pressevertreter, die das System in voller Pracht erleben durften. Und es war so beeindruckend gut, dass wir das blendende Wetter draußen einfach vergaßen …

Was für ein Glück: Der Schuster blieb nicht bei seinen Leisten

Wenn High Ender Beschallung oder Heimkino machen wollen, kann man in der Regel nur abwinken. Es fehlt den meisten Audiophilen der Hang zum Brachialen, zu ausreichend Leistung und noch mehr Pegel – was ein Heimkino nun einmal braucht, um richtig Spaß zu machen. Und nicht zuletzt fehlt es oft auch an den technischen Möglichkeiten, etwas so Komplexes wie ein System aus 20 und mehr Kanälen ohne gegenseitige Beeinflussung umzusetzen.

Bei Ascendo AIA ist die Sache anders gelagert. Natürlich haben die Ansbacher durch ihre lange Erfahrung in der Lautsprecher-Elite ein extremes Qualitätsdenken entwickelt. Aber sie haben auch Jürgen Scheuring in ihren Reihen, der im Hauptberuf ein vielköpfiges Software-Büro führt und gemeinhin Anwendungen entwickelt, die mit HiFi nur wenig zu tun haben.

Ein ultimatives Heimkino-System verfügt über sehr viele Kanäle. Wie kann man diese Anforderung beherrschen? Die Antwort lautet: Digitales Mapping. Scheuring hat früh die Vorzüge des Audio/Video-Bridge- (AVB-) Standards erkannt – man muss ihn nur für seine Zwecke zu  nutzen wissen. Scheuring: „Das von uns konzipierte Netzwerk gäbe beliebig viele Kanäle her. Aber wir haben es erst einmal auf 32 beschränkt. Das reicht für alle uns bekannten Anforderungen. Und wenn nicht, können wir es jederzeit erweitern.“ Die folgenden Bilder zeigen die Macher des neuen Ascendo AIA Systems.

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Ascendo AIA Software-Entwickler Jürgen Scheuring
Ascendos technischer Mastermind: Jürgen Scheuring in der AIA-Produktion (Foto: R. Vogt)
Ascendo AIA Marketing- und Vertriebsleiter Stefan Köpf
Managing Director Stefan Köpf begleitete uns bei der AIA-Experience (Foto: R. Vogt)
Ascendo AIA Ansprechpartner Geoffrey Heinzel
Installations-Spezialist Geoffrey Heinzel ist der Ansprechpartner für alle Fragen bezüglich des AIA-Systems (Foto: R. Vogt)
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Das Ascendo AIA System …

… arbeitet mit vollaktiven Lautsprechern, die jeder einen DSP und Endstufen eingebaut haben, weshalb ein eigener Technikraum nicht nötig ist. Für die Steuerung bedarf es nur eines einfachen Computers und handelsüblicher Router. Jeder Lautsprecher, beziehungsweise jeder Prozessor im Lautsprecher, ist mit  dem Local Network (LAN) verbunden, hat aber seine eigene IP-Adresse im Netz. Die Lautsprecher werden mit einfachem CAT5-Kabel verbunden. Da kann der Installateur keine Fehler machen.

Gesteuert wird das System über eine Software, die extrem viele Möglichkeiten bietet und jeden Lautsprecher genau auf das System und die jeweilige Position im Raum anpassen kann. Dafür hat AIA eine App entwickelt, sodass die häufigst gebrauchten Funktionen auch per Tablet oder Smartphone bedient werden können.

Die Screenshots in der Bildergalerie vermitteln eine Idee, wie weitreichend die Einflussmöglichkeiten des AIS-Systems sind. Die Parameter jedes Lautsprechers können jederzeit verändert werden. Der Käufer hat zwar die Möglichkeit, in den Systemklang einzugreifen, muss es aber nicht. Natürlich wird das System bei ihm zu Hause von den Spezialisten aufgebaut und genau auf Kundenwunsch hin eingemessen.

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Ascendo AIA Screenshot ManufacturerDSP2
(Screenshot: Ascendo AIA)
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Ascendo AIA Programm Filter. (Screenshot: AIA)
Das AIA Programm ermöglicht den Einsatz effizienter Filter (Screenshot: AIA)
Screenshot Equalizer Ascendo AIA
Das Programm ermöglicht eine genaue Einstellung mit einem hochgenauen Equalizer (Screenshot: AIA)
Ascendo AIA App Systemsteuerung (Foto: R.Vogt)
Über die AIA-App lassen sich wichtige Bereiche des Systems steuern (Foto: R. Vogt)
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Die Lautsprecher von Ascendo AIA

Bei einem so ambitionierten Lautsprecherhersteller wie Ascendo darf man davon ausgehen, dass dieser Teil des Systems besonders ausgefuchst ist. Das Ascendo AIA System bietet vier verschiedene Modelle: zwei Satelliten und zwei Subwoofer. Die Satelliten-Speaker unterscheiden sich vor allem in der Größe, nicht aber in der Idee. Bei beiden lautet das Credo: Punktschallquelle (in Form eines Zweiwege-Koaxial-Treibers) plus große Dynamik. Die Coaxial Cinema Reference Monitor (CCRM) Speaker sind im Heimkino einer klassischen Mehrwegekonstruktion überlegen – auch weil man sie aufrecht oder quer einbauen kann.

Die Treiber dieser Lautsprecher stammen aus der Beschallungstechnik – der des größeren CCRM 12, einem üppig dimensionierten 30-Zentimeter- (also 12 Zoll-) Koax kommt von PHL, der des kleineren sechszölligen CCRM 6 vom italienischen Hersteller Ciare. Bei beiden Modellen wurde darauf geachtet, die Bautiefe möglichst gering zu halten. Die Rahmendaten haben wir hier zum Vergleich angehängt. Etwas fantastisch muten an dieser Stelle die offiziellen Werte für maximalen Schalldruck an. Bei tatsächlichen 115 Dezibel mit dem kleinen CCRM 6 und 125 Dezibel mit dem großen CCRM 12 wären die Ansbacher ja schon fast Anwärter für das Guinness-Buch der Weltrekorde…

Aus meiner Kenntnis ähnlicher Treiber heraus weiß ich, dass diese Werte wohl etwas hoch gegriffen sind. Aber egal. Ich habe das System gehört und würde hier einen alten Rolls-Royce-Spruch adaptieren wollen: Es ist immer ausreichend Pegel vorhanden …

Da es sich ja um aktive Lautsprecher handelt, sind bei beiden CCRMs nicht nur die Prozessoren für die Systemintegration und die Aktiv-Weiche, sondern auch die Endstufen eingebaut. Dabei handelt es sich um Digitalendstufen mit jeweils 500 Watt, die auch bei Höchstleistungen so cool bleiben, dass sie keine Lüfter brauchen. Jürgen Scheuring: „Bei 1.000 Watt pro Lautsprecher habe ich nie ein Dynamik-Problem.“ Eine Einschätzung, die ich nach vielen Stunden des AIA-Hörens voll unterstreichen kann. Doch dazu später.

Die beiden Subwoofer unterscheiden sich lediglich in ihrer Anwendung und der Größe. Sie nutzen den gleichen Tieftöner (einen eigens für Ascendo konzipierten 38-Zentimeter-Bass, der einen unglaublichen Hub von mehr als 30 Millimetern ohne Verzerrungen umsetzen kann) und die gleiche 1.000-Watt-Endstufe. Der große SMS 15 hat ein Bassreflexgehäuse, ist daher von Haus aus etwas lauter und tiefreichender. Der kompakte SMSG 15 ist geschlossen und etwas „leiser“ – was aber kaum ins Gewicht fällt, weil auch der SMSG 15 über die komplexe Ansteuerung zu extremen Tiefbässen gebracht werden kann.

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Vergleichswerte AIA-Monitore
Die Unterschiede der AIA-Monitore CCRM 6 und CCRM 12. (Quelle: AIA)
Unterschiede AIA SMS 15 + SMSG 15
Der Vergleich der AIA-Subwoofer zeigt Unterschiede vor allem in der Größe und in Bezug auf die untere Grenzfrequenz. (Quelle: AIA)
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Beim Zusammenzählen bereits einer 24-Kanal-Konfiguration allerdings kann einem schnell schwindelig werden – man erreicht fast immer die 100.000-Euro-Grenze. Aber Allerbestes hat nun einmal seinen Preis …

Alle vier Lautsprecher sind zwar für den Einbau im Ascendo AIA System konzipiert, stehen aber dank der zusätzlichen (analogen) XLR-Eingänge auch für jede andere Konfiguration zur Verfügung. Warum sollte so ein fantastischer SMSG 15 nicht auch in einem klassischen Stereo-High-End-System für substanzielle Tiefbässe sorgen?

Die Gehäuse der vier AIA Lautsprecher bestehen aus versteiften MDF und sind ausgesprochen robust – aber natürlich im Finish nicht so edel wie die anderen Ascendo Modelle. Warum auch? Die nobel matt-lackierten System-Speaker sollen ja nicht auffallen, sondern dezent im Heimkino einbaut werden. Wie alle Ascendo-Lautsprecher entstehen auch die AIA-Modelle direkt in der Manufaktur in Ansbach, wo Produktionsleiter Michael Rissling sie mit genauso großer Sorgfalt und Hingabe fertigt, prüft und verschickt wie auch die High End-Modelle.

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Koaxialtreiber der CCRM 12 von hinten
Der 30 Zentimeter Koaxialtreiber der CCRM 12. Gut zu sehen ist der mittig implantierte Hochtöner (Foto: R. Vogt)
Koaxialtreiber des CCRM 6
Der Koaxialtreiber des CCRM 6 (Foto: R. Vogt)
Endstufe der AIA-Monitore
Die hoch effiziente Endstufe der Monitore. Sie leistet in etwa 500 Watt und kommt ohne Lüfter aus (Foto: R. Vogt)
DSP-Board der AIA-Monitore
Das Board für den DSP ist recht kompakt und passt deshalb bestens in die AIA-CCRM-Monitore (Foto: R. Vogt)
CCRM Seitenansicht mit Anschlussfeld (Foto: R.Vogt)
Der CCRM von der Seite. Man sieht die geringe Bautiefe und das Anschlussfeld auf der Seite (Foto: R. Vogt)
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Manufaktur in der Galgenmühle

Wo vor sehr langer Zeit Korn gemahlen und gelagert wurde, werden heute große Lautsprecher aufgebaut. Die Produktion der Schallwandler erfolgt ebenso in den Räumlichkeiten der ehemaligen „Galgenmühle“ wie auch die Vorführung, für die Ascendo eigens eine Raum-in-Raum-Konstruktion entwickelt hat.

Das Schemabild (siehe S.1 oben) gibt eine Idee, wie in etwa die einzelnen Lautsprecher angebracht sind. Da die Endstufen (und die Prozessoren) direkt in jeder Box stecken, ist ein zusätzlicher Elektronikraum überflüssig; nur ein Rechner/Server muss irgendwo stehen.

Das Vorführ-System verfügt „nur“ über 24 Kanäle, was aber in Bezug auf die Größe des Demo-Raums in der Manufaktur absolut ausreichend ist. Die meisten Menschen werden eh den Kopf schütteln: Bitte wie? 24 Kanäle? Reichen da nicht klassischer Weise 5.1 – also sechs?

Das AIA-Zentrum
Von hier aus gehen die Ethernet-Kabel zu den einzelnen Lautsprechern. Das System erkennt jeden angeschlossenen Speaker (Foto: R. Vogt)

Nein. Schon das neue Dolby-Atmos-Verfahren braucht eigentlich in der Minimalbesetzung eine 7.2.4-Anordnung, also mit sieben Satelliten, Center und Rear-Speakern, zwei Subwoofern und vier Deckenlautsprechern. Aber auch bei Dolby Atmos sind der Anzahl der Kanäle kaum Grenzen gesetzt; bei Auro 3D ist es ebenso.

Auf der Ascendo Webseite ist eine schöne Übersicht über sinnvolle Konfigurationen für die verschiedenen Tonformate zu finden. Und meine Erfahrung geht genau in diese Richtung: Je mehr Kanäle, desto besser – vorausgesetzt natürlich, man kann alle so exakt einstellen und einsetzen wie beim AIA System.

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CCRM 6 im Einsatz
Die einzelnen Satelliten-Lautsprecher, hier die CCRM 6, sind vergleichsweise flach und im AIA-Demoraum übereinander aufgehängt (Foto: AIA)
AIA-Demoraum hinten
Der Blick nach hinten lässt die vier Deckenlautsprecher erkennen (Foto: R. Vogt)
Subwoofer SMSG 15
Der kleinere der beiden Subwoofer: der SMSG 15 mit geschlossenem Gehäuse (Foto: R. Vogt)
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Höreindruck Ascendo AIA: Klang zum Anfassen

Jürgen Scheuring und Holger Biermann
Jürgen Scheuring und Holger Biermann (Foto: R. Vogt)

Holger Biermanns Höreindruck der Demonstration

Meine Erwartungen den Klang betreffend waren nach den vorausgegangenen Gesprächen mit Jürgen Scheuring und Stefan Köpf (Verkaufs- und Marketingleiter) gewaltig. Der Ascendo AIA Ansatz ist so richtig und konsequent, dass er eigentlich nur gut klingen konnte.

Und tatsächlich. Kollege RV hatte – wie immer zu diesen Anlässen – eine 3TB-Festplatte mit allerfeinsten Mehrkanal-Aufnahmen dabei. Darauf sind unter anderem alle verfügbaren Dolby-Atmos-Sampler, die ich ebenfalls gut kenne und bei verschiedenen Gelegenheiten (Demos von Onkyo, Teufel) schon ausgiebig erfahren konnte.

Doch das Ascendo IA System in Ansbach spielt auf einem komplett anderen, sehr viel höheren Niveau. Das Mehr an Details, wenn das Blatt vom Dolby-Sampler zu Boden geht, die Art und Weise, wie physisch dieses Blatt im Raum anwesend zu sein scheint und ganz sanft auf den Boden fällt, ist schlichtweg gigantisch.

Das ist ja auch genau die Idee: Schallereignisse sollen das zweidimensionale Bild drastisch nach hinten und oben erweitern.

Und das schafft das AIA-System auf eine Art und Weise, wie ich es auch bei den großen Iosono-Systemen vom Fraunhofer Institut noch nicht gehört habe. Bei geschlossenen Augen ergibt sich ein sehr reales, dreidimensionales Bild.

Natürlich auch bei „echter“ Musik. Eine Live-Aufnahme von Lee Ritenour quillt über mit feinen Details, Gitarren-Obertönen und einer Natürlichkeit, die selbst besten High-End-Stereosystemen genügen würde.

Da reden wir nicht nur von absurd tiefen, beliebig lauten und niemals dröhnenden Bässen. Wir sprechen auch von einer stabilen Raumabbildung und -Ausleuchtung, die einzelne Instrumente sehr real auch hinter den Zuhörer positionieren kann.

Raphael Vogt
Hat in Bezug auf Heimkinos schon alles gesehen und gehört: Raphael Vogt

Raphael Vogts Höreindruck der Demonstration

Ein gutes Kino zu bauen, nötigt einen, scheinbar Unmögliches zu kombinieren. Kern jeden Filmtons ist die Filmmusik. Ein gutes Kinosystem muss also ebenso mit Popmusik wie mit Symphonieorchestern gut umgehen können. Die Abbildung muss in alle Himmelsrichtungen, diffus und scharf bündelnd, lückenlos und dennoch mit klarer Trennung gelingen. Zu guter Letzt kommen bei Effekten im Tief- und Tiefsttonbereich unerschöpfliche Reserven hinzu, die sich bei Referenzpegel schon für klassisches 5.1 auf satte 121 Dezibel summieren! Und dass soll alles kontrolliert und ohne dröhnen oder verzerren, bestenfalls gar kompressionsfrei klingen. Geht nicht? Doch, geht!

Es kommt dabei halt genau die Materialschlacht heraus, die Ascendo in Ansbach veranstaltet. Schon die Trailer von Dolby und Auro zeigten, dass das Demosystem mehr kann, als man gewohnt ist, und ich bin mit meinem eigenen vollaktiven 7.1.4-Setup und akustisch optimiertem Raum schon einiges gewohnt. Das Set spielt wie eine gelungene Synthese aus Konzert-PA und Highend-Lautsprecher. Hier kommt alles irrsinnig direkt und durch die diskrete Raumabbildung der Surroundwiedergabe wirklich plastisch greifbar, fühlbar mit dem ganzen Körper – und das hat nur bedingt mit der Lautstärke zu tun.

In weiser Voraussicht hatte ich einige Live-Musik-Scheiben mitgebracht und das war gut so. Ob gigantisches Stadionkonzert von Mylène Farmer, intimes Clubkonzert von B.B. King oder die Surround-Mixes von Pink Floyd in High-Res auf den Blu-rays der diversen Box-Sets: das spielte alles so live-haftig, wie man es sich erträumt. Die von den AIA Lautsprechern gelieferte Spreizung aus Grob- und Feindynamik sowie die Direktheit ohne Aggressivität  sind wirklich auf einem Niveau, das keine klassische HiFi-Anlage liefern kann.

Zu guter Letzt legte Geoffrey Heinzel mit einer Aufnahme eines Feuerwerks in Auro-3D in Sachen Grobdynamik nochmal eins drauf. Jeder kennt die Zündladungen, die die Raketen gen Himmel schießen. Und die klangen so erschreckend realistisch stumpf, knochentrocken, Mark und Bein erschütternd, wie ich das in einer Reproduktion nie für möglich gehalten hätte. Das Feuerwerk, das Ascendo AIA hier abbrennt, ist wirklich grandios.

Fazit Ascendo AIA: Der Ton holt auf

Seit langem hatten wir mal wieder das Gefühl, der Heimkino-Ton könne mit dem (ständig besser werdenden) Bild mithalten. Zugegeben: Der Aufwand ist gewaltig. Das Erlebnis aber ebenfalls.

Wer schon lange mit der Unzulänglichkeit klassischer Heimkino-Systeme hadert, kann sich hier inspirieren lassen: Das Ascendo AIA ist sehr dicht an der perfekten Illusion.

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