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Preview auf die High End 2017 – die interessantesten News

KEF will Großes verkünden, hält aber den Deckel auf dem Informationstopf. Aus dem Fachhandel aber verdichten sich die Meldungen, die Briten hätten ihre wichtigste Linie, die Q-Serie, radikal überarbeitet und sie sähe jetzt eher wie die R-Serie aus und würde ähnlich gut klingen. Das wäre natürlich ein Hammer. Wenn also stimmt, was gemunkelt wird, kann man die neue Q-Serie von KEF sicherlich im Atrium 4, Raum F120 bestaunen und anhören…

Kudos: Der kleine, aber feine britische Lautsprecherhersteller, der hierzulande unter dem Vertriebs-Label Beat Audio im Umfeld des Naim- und Focal Vertriebs Music Line vermarktet wird, hat zwei brandneue, ausgesprochen vielversprechende Zweiwegeboxen für die Messe parat: die Titan 606 und die größere Titan 707, zu der wir hier die wichtigsten Informationen zusammengetragen haben. Die beiden Titanen 606 und 707 findet man in Raum E216 (Abtrium 4.2)

Lyric: Mit dem TI 200 will es der Röhrenspezialist Lyric aber mal richtig wissen. Entwickler Stefan Noll hat hier aufgefahren, was aus seinen Augen gut und teuer ist. Es entstand ein sehr klassischer Röhrenvollverstärker mit Parallel Single Ended Class A Design, dessen Röhrenbestückung nicht festgeschrieben ist, sondern gegen andere Typen auswechselbar ist. Am Ende können bis zu 2 x 40 Watt dabei herausspringen – wenn die Leistungsröhren KT 120 oder KT 150 heißen. Aber ganz billig ist er in keinem Fall: 12.000 Euro kostet das gute, komplett in der Nähe von Frankfurt in Handarbeit erstellte Stück.

Röhrenvollverstärker Lyric Ti200
Der neueste Streich von Lyric Entwickler Stefan Noll: der Ti200 für 12.000 Euro (Foto: Lyric)

Magico: Es könnte gut sein, dass die neue S3 MK II den Award zum „Best Sound Of The Show“ schon gebucht hat. So gut klingt die neue Version und so viel Raumakustik-Aufwand wurde getrieben, um dieses Qualitäten herauszukitzeln. Mehr Infos zur S3 MK II gibt es hier. Auf der High End spielt die Magico an dem brandneuen Spectral DMC 30 SC Vorverstärker sowie der DMA 240 Endstufe. Wo? In Raum F116 (Atrium 4.1). Innerhalb dieser Preview auf die High End 2017 setzen wir hier ein dickes Ausrufezeichen.

Marantz: Von allem etwas. Zum einen zeigen die Japaner mit dem neuen Vollverstärker PM 10 und dem überragenden CD/SACD-Player SA10 das ganz große Gedeck nach alter Väter High-End-Sitte. Zum anderen aber auch die hochmodernen (sehr flachen) AV-Receiver NR 1508 und NR 1608. Mehr Infos zu den so genannten Slimline Receivern gibt es hier.

Mark Levinson No515
Mark Levinson No515: Plattenspieler von der Top-Marke aus dem Harman Konzern (Foto: Harman)

Mark Levinson will auch erst bis zur Pressekonferenz zu Beginn der Messe warten, um die News für das kommende High-End-Jahr zu präsentieren. Aber man hat den Eindruck, die Amerikaner wollen doch langsam mal wieder von der Bremse gehen und mehr und mehr amtliches High End präsentieren. Ein Foto dazu kursiert schon: das des ML Plattenspielers No515, dem ersten Plattenspieler aus dem ehrwürdigen Hause Mark Levinson. Er steht in Raum F119 (Atrium 4.1). Und hier werden wahrscheinlich auch andere Highlights der neu umbenannten Harman Performance Group (ehemals Luxury Group) zu finden sein: Zum Beispiel der JBL Studio Monitor 4367, eine überarbeitete Version der JBL K2 9900 und die neue Performa3-Serie von Revel.

Nubert: Der schwäbische Direktvermarkter hat sich für die High End mächtig ins Zeug gelegt und bringt gleich ein ganzes Bündel attraktiver Neuigkeiten. Zum Beispiel den nuLine CS-64 (Preis: 435 Euro), den schmalsten Center im Nubert Programm. Oder die nuLine 334 (Paarpreis: 2.510 Euro), das neues Topmodell der nuLine-Serie, das gegenüber der bisherigen 284 deutlich in die Breite geht, dafür aber auch deutlich an Bass-Performance zulegt. Vor allem aber der neue Nubert Spitzenlautsprecher nuVero 170, der in Bezug auf Basstiefe, Neutralität und Natürlichkeit alles in den Schatten stellen soll, was bislang im Nubert-Programm zu finden war. Alles Wichtige zum 7.400 Euro teuren Nubert Flaggschiff haben wir hier zusammengetragen.

Octave V16 SE auf High End 2017
Der Octave V16 SE ist eine echte Triode mit 16 Watt, die auf der High End die Blumenhofer Gran Giola Mk II befeuert (Foto: H. Biermann)

Octave: Der Röhrenspezialist überrascht sich und die Welt mit einen Single-Ended-Konzept: dem kleinen Vollverstärker V16 Single Ended. Octave Chef Andreas Hofmann will ja immer möglichst viel Leistung und viel Basskontrolle von seinen Röhren, weshalb er bislang von einem Single-Ended-Triodenverstärker abgesehen hat. Hofmanns Sicht auf die Dinge hat sich kaum geändert: Der kleine Vollverstärker wird bei Octave überwiegend als bester Kopfhörerverstärker der Welt gesehen; echte Röhrenfans werden den V18 SE aber sicher auch als klassischen Amp an einer Hochwirkungsgradbox nutzen… das klingt alles recht lecker, aber Bilder gibt’s leider noch keine. Der V16 SE soll knapp unter 6.000 Euro kosten. Octave findet man im Atrium 3, Raum C117.

Pass Labs: Die Meister der Verstärker zeigen was für Neuigkeiten? Genau: Verstärker! Die neue Vorstufe XP-12, den neuen Phonovorverstärker XP-17 und die kleine Endstufe XA-25. Zu sehen und zu hören an den Martin Logan ESL 13A in Raum F108 (Atrium 4.1). Preisauskünfte gab es noch keine.

Quadral hat seine Platinum Serie rundum aufgeforstet. Entwicklungsleiter Sascha Reckert dazu: „Lasst euch überraschen. Ich bin ziemlich zufrieden damit…“ Wir lassen uns also überraschen und pilgern als eifrige Messegänger natürlich in das Atrium 4 zu Raum E126/127. Die ersten Renderings (die leider noch nicht öffentlich sind) sahen jedenfalls sehr vielversprechend aus.

Rega: Der Analog-Spezialist hat ja erst letztes Jahr seine gesamte Einsteigerpalette komplett modernisiert (Planar 1– 3). für die High End haben die Engländer daher nur eine echte Neuheit, die es allerdings in sich hat: den MC Tonabnehmer Ania – mit 650 Euro das mit Abstand günstigste MC-System der Engländer, das auch noch richtig gut klingen soll.

Rega MC-System Ania
Rega Ania: MC-Tonabnehmer mit extrem leichter Spule und optimiert für Rega 6, 8, und 10 (Foto: Rega)

Sennheiser: Hat zur High End 2017 keine Kopfhörer-Neuheiten parat. Dafür aber einen exzellenten Kopfhörer-Verstärker, den stationären HDV 820 für 2.400 Euro, sowie das wirklich hervorragende Ambeo VR 3D-Mikro, das bereits bei LowBeats im Test war und mit dem wir auf der Messe möglichst viele klangliche Eindrücke einfangen wollen. Das wird spannend. Zum Test des Sennheiser Ambeo VR geht es hier.

TAD Audiovertrieb: Die Bayern, die sich im Hauptgeschäft um den Vertrieb von Gryphon, Rega, Ruark, Tannoy und Unison kümmern, haben sich einen Wunsch erfüllt und sind selbst Hersteller geworden. Mit der TAD Audiovertrieb Excalibur Serie, haben sie jetzt drei hoch interessante MC-Abtaster zwischen 500 – 700 Euro im Programm. Alle wichtigen Infos zu den Excalibur High- und Low-Output-Abtastern gibt es hier.

T+A hat seinen großen Aufschlag mit den neuen Hochvolt (HV)-Komponenten ja schon letztes Jahr gemacht. Aber natürlich haben sich die Herforder auch für die High End 2017 einige nette Neuigkeiten zurecht gelegt – von denen es allerdings noch keine Bilder oder Infos gibt. Nur so viel ist durchgesickert: Es wird wohl zwei neue Komponenten aus der Cala-Serie und einen neuen Player aus der R-Serie geben. Man findet T+A wie üblich im Atrium 3, Raum D103.

Wolf von Langa: Last but not least in der LowBeats Preview auf die High End 2017 ist fraglos einer der innovativsten Traditionalisten innerhalb der deutschen Lautsprecherszene: Wolf von Langa baut seine Lautsprechertreiber überwiegend selbst auf und versieht sie mit Elektromagneten. Die sind naturgemäß sehr viel kräftiger als die klassischen Permanentmagnete – was sich gerade bei der Tiefton-Präzision, aber auch im höheren Wirkungsgrad erkennbar niederschlägt. Zur High End 2017 hat von Langa eine mehrköpfige Lautsprecherfamilie namens Frame X entwickelt, die immer auf der gleichen Basis – einem Dipol-Subwoofer (also nach hinten offen) mit zwei 38 Zentimeter Tieftönern fußt. Man wechselt quasi nur den Mittelhochtonteil aus: Horn (Berlin, 75.000 Euro), Breitbänder (London, 30.000 Euro) oder konventionelles Zweiwegesystem mit AMT-Hochtöner (Chicago, 37.000 Euro). Auf der Messe kann man diese besonderen Lautsprecher F231c im Atrium 4.2 hören. Innerhalb unserer Preview auf die High End 2017 ist auch dies eine ganz dicke Empfehlung.

Wolf von Langa Frame X-Lautsprecher
Die neuen, durchaus auch sehr hübschen Frame-X-Lautsprecher von Wolf von Langa: vorn London, in der Mitte Chicago, hinten Berlin (Foto: v. Langa)

Die Zeit vergeht, die Messe ist vorbei, und hier geht es zur großen
Messerückschau High End 2017

Wer sich informieren will, was letztes Jahr so auf der High End geboten wurde:
Der große High End 2016 Messebericht