Mal hören, was das Refreshing so gebracht hat. Der kanadische Plattenspieler-Hersteller Zavfino hat seinen Copperhead X – gelistet mit 7490 Euro – einer Revision unterzogen. Grund genug für LowBeats, den schönen Dreher zum Test zu ordern. High End aus dem Land unter dem Ahornblatt hat hierzulande ja noch einen Exoten-Bonus. Von dem Sympathie-Bonus der Nord-Amerikaner gegenüber dem südlichen Nachbarn mit seinem Sonnenkönig-Präsidenten mal ganz abgesehen. Herzlich willkommen, Zavfino Copperhead X.
Namens-Forschung Zavfino Copperhead X
Genau genommen heißt die Firma aus Truro (gelegen in der Provinz Nova Scotia) eigentlich „1877 Phono Zavfino“, oder auch Zavfino 1877 Phono, wie das Logo ausweist. Die Kombination des Geburtsjahrs von Thomas Alva Edisons Phonographen und damit der mechanischen Schallaufzeichnung mit dem italienisch anmutenden Kunst-Wort hat komplexe markenrechtliche Gründe, die uns hier nicht näher die Laune verderben sollen. Aus Lesbarkeitsgründen belassen wir es im Fortgang bei Zavfino.

Dagegen hat auch CEO Will Tremblett nichts, der uns den Namen des Plattenspielers – die anderen tragen eher prosaische Bezeichnungen, wie ZV5-X Coy, ZV8 X und ZV11-X – auch erklärte. Nicht etwa die vom Autor zunächst vermutete nordamerikanische Kupferkopf-Schlange oder die San-Francisco Band aus den frühen 1970er standen Pate, sondern Steve Earles Song „Copperhead Road“ vom gleichnamigen Album anno 1988. Außerdem entdeckte Oldtimer-Fan Will auf einer Show in Ontario einen Roadster aus den 1930ern, genannt Copperhead. Song und Hot Rod beziehen sich natürlich auf die Schlange, so dass die mittelgiftige Vipern-Art zumindest indirekt an der Namenswiege züngelt.
Die Company
Zavfino 1877 Phono begann 2004 als OEM-Lieferant mit diversem Zubehör für mehr oder weniger große Plattenspieler-Manufakturen. 2015 konnte man den ersten eigenen Spieler, den ZV5 präsentieren, damals mit der ersten Ausgabe des Aeshna-Tonarms.

Inzwischen ist das Unternehmen unter seinem CEO Will Tremblett gesund gewachsen. Die Fertigungstiefe und das mechanische sowie elektrotechnische Knowhow der Neuschottländer können mit internationalen Top-Adressen mithalten.

Die Grund-Konstruktion des Copperhead X
Ganz nüchtern betrachtet ist der Copperhead X ein riemengetriebenes Masselaufwerk, das dem klangverderbenden Gift unerwünschter Resonanzen und Einstreuungen mehrfach entgegenwirkt. Zum einen lagern die Ost-Kanadier die Steuereinheit samt Stromversorgung komplett in den Controller aus. So können mechanisches Vibrieren ganz vom Chassis gelöst und elektromagnetische Brummeinstreuungen weit von dem empfindlichen Generator des Tonabnehmer entfernt werden.

Die Kontrolleinheit ist übrigens ganz neu gegenüber der Version von 2022, sie lässt jetzt auch die Feinabstimmung der Drehzahlen mit zwei Reglern zu. Zur Kontrolle liegt dem Spieler auch eine Art Taschenlampe bei, der Gebrauch ist aber etwas kompliziert. Mit einer einfachen Teller-Auflage plus Strobolämpchen (z.B. von Clearaudio) geht´s flotter. Über die Drehahl selbst wacht dann eine Steuerung mit Sinusgenerator. An der Schaltung wirkte ein bestens beleumundeter transatlantischer Partner mit: Walter Fuchs, weltweit geschätzt für seine „no-bullshit“-Produkte (und vom Autor zusätzlich für dessen Kenntnisse der klassischen Musik), entwickelte für die neue Generation den Controller BRS-XF-880 von Grund auf neu. Robuster, akkurater und vielseitiger als das Original, wie Tremblett lobt.

Ein mehradriges Kabel stellt die Stromverbindung zum Motor her. Der sitzt ebenfalls in einem zirka zwei Kilogramm schweren Separee aus Aluminium, das seinen Platz in einer linksseitigen Aussparung im Chassis – bitte mindestens zwei Millimeter Abstand halten – findet. Die räumliche und damit mechanische Trennung von Motorblock und Chassis macht definitiv Sinn, so können sich die unvermeidlichen Vibrationen eines Elektromotors nicht ins Chassis und damit möglicherweise bin in die Abtastnadel übertragen. In der aktuellen Version lässt Will Tremblett noch ein Anti-Vibrationsgel in den Boden ein.
Der 16-Volt-Wechselstrom-Motor des Copperhead treibt über ein interessant gekerbtes (natürlich wegen ernsthafter Resonanz-Vermeidung) POM-Pulley mit einem Silikon-Rundriemen den 35 Millimeter dicken, rund 5,5 kg schweren Teller an. Das Drehmoment ist relativ schwach (low torque), so dass es ein paar Sekunden dauert, bis die diamantgeschliffene Scheibe auf Drehzahl ist.
Der Teller rotiert mit einer polierten Edelstahlachse in einem invertierten Tellerlager mit Bronzebuchse und kälteschockbehandelter Keramik-Laufkugel.

Das Lager selbst ruht auf einer 15 mm starken POM/Acryl-Scheibe im Chassis. Wie diese befestigt ist, zeugt von der Detail-Arbeit und Konsequenz der Kanadier in Sachen Resonanz-Minderung. Zwölf Edelstahlschrauben, geordnet in vier Dreiergruppen drehen in Polyamid-Gewinden, die in Härte und Temperaturbeständigkeit buchstäblich auf die Schrauben „zugeschnitten“ sind. Die Entkopplung vom eigentlichen Chassis: mission accomplished!
Das Chassis aus 16,2 mm starkem, CNC-gefrästem Aluminium wiegt für sich schon fast 15 Kilogramm und ruht auf drei höhenverstellbaren, spikes-bewehrten Füßen, die einen vertrauenerweckend sicheren Stand mit ordentlich Bodenfreiheit exakt „im Wasser“ ermöglichen. Eyecatcher und Alleinstellungsmerkmal in der Plattendreher-Welt sind die hochpräzise eingelassenen 28 Kupferbolzen auf der rechten Seite. Der Versuch, nur einen davon ohne Gewalt „auszugraben“ ist zum Scheitern verurteilt – dafür arbeiten die CNC-Maschinen zu genau. Aus Sicht des Autors passen sie optisch wunderbar zum sandgestrahlten „Satin Black“ Finish, doch natürlich dienen auch diese Bonmots der Resonanzminderung. Noch ein winziger äußerlich sichtbarer Unterschied zum Chassis des Vorgänger: Auf dem kleinen Kupferschild vorne links steht unter dem Firmenlogo nicht mehr „Belt Drive Turntable“ sondern „Black Road“, eine Reminiszenz an die Firmenadresse 772 Black Road Road.

Der Aeshna Carbon …
… ist geblieben. Der gerade Drehtonarm zählt mit 8,5 Gramm effektiver Masse auf neuneinhalb Zoll Länge eher zu den „leichteren“ Vertretern seiner Zunft. Und das, obwohl er in seinem äußeren Karbon-Rohr – es gibt noch eine Alu- und eine Titanium-Version – ein inneres Rohr aus Alu beherbergt, vom Außenrohr durch eine – richtig! – resonanzmindernde Gel-Masse getrennt. Die Grundidee wurde zusammen mit einem „UK based designer/engineer/legend having 25 years experience“ verwirklicht, mit dem, Anspruch „the right way or hit the highway“.
Für die Lagerung kombiniert Zavfino horizontal ein Keramikkugel-Lager und vertikal ein magnetisch bedämpftes Schneidlager. Bei letzterem Stichwort werden Feinmechanik-Fans natürlich hellhörig. Dessen theoretische Spielfreiheit war in der Praxis meist mit Nachteilen verbunden. Einer der wenigen, die da komplett gelungene Lösungen anbieten, ist der deutsche Industriedesigner Helmut Thiele (Diplom-Arbeit: Plattenspieler mit Einpunkt-Tonarm). Und weil die analoge Welt doch noch manchmal klein ist, half der ausgewiesene Analog-Freak Thiele bei der Verbesserung des Aeshna auf das jetzige Niveau. Das wir nur mit „beispielhaft“ bezeichnen können.

Aufbau und Aufstellung
Der deutsche Vertrieb IAD schickte seinen Top-Mann Krey Baumgartl, der schon gleich in der Haus-Einfahrt des Autors mit seinem Auto-Kennzeichen punktete. Mit NE-RD 3345 zeigt der Mann schon mit dem fahrbaren Untersatz, wo seine Präferenzen liegen.

Der Aufbau ging dann zügig vonstatten, Baumgartl hatte die Sache im Griff, der Autor hatte Spieltisch und dessen Entkopplung zu des Vertrieblers Zufriedenheit vorbereitet. Dann folgte eine nicht eingeplante Unterbrechung. Eine nicht ganz unwichtige Schraube fehlte – und so musste der Autor den zweiten Teil der Einrichtung nach Anlieferung des Teils alleine erledigen. Dass ihm dies gelang, mag für die Bedienfreundlichkeit des Drehers sprechen.

Es folgten die üblichen Standards, die jedem Test vorausgehen:
Das beigelegte Kupfer-Tonarmkabel „The Mahone“ (nicht mehr das zuvor applizierte „The Spirit“) findet in der Version T1 (Einzelpreis 249 Euro) mit 90 Grad abgewinkeltem DIN-Stecker seinen Weg zum Anschluss unterhalb des Tonarms. Von dort geht es zum Phonoverstärker.
Die Hörtest-Vorbereitung
Mit Einverständnis des Vertriebs bestückte LowBeats den Aeshna Tonarm mit dem neuen Ortofon MC X40, das ja mit Fug und Recht als Nachfolger des Quintet Black S gelten kann, mit dem Zavfino den „alten“ Copperhead bestückte. Inzwischen lassen die Kanadier den Aeshna auch gerne mit einem Schweizer Pickup von EMT fotografieren, wogegen natürlich auch nichts einzuwenden ist. Doch das MC X40 war sozusagen im Hörraum des Autors gerade zur Hand. Außerdem passt der Spitzenreiter von Ortofons neuer MC X-Serie sowohl mechanisch als auch preislich (um 1000 Euro) sehr gut zum Copperhead X. Zudem hat er sich mit seinem kristallklaren, völlig unverzerrten Klang auch in einem auch mit exzellenten Messwerten angereicherten Test des Autors hervorragend bewährt.
Seiner Signale nahm sich nach dem LowBeats-Test des Plattenspielers VPI Model One erneut die auf 100 Ohm Abschlussimpedanz gestellte MC-Stufe in der langbewährten Röhrenvorstufe Octave HP 500 SE an, welche die Röhren-Monos MRE 120 antrieben. Als Lautsprecher dienten mit feinster Auflösung die perfekt auf den Raum eingemessenen Hybrid-Elektrostaten Martin Logan ESL Impression.
Als Auflagematte kam die vom Hersteller beigelegte dünne Ledermatte zum Einsatz. Für Fotozwecke setzte der Autor zunächst keinen Beschwerer auf, im eigentlichen Hördurchgang dann fast immer die „Puck-Geheimwaffe“, den DW01 von Helmuth Thiele. Da der deutsche Tüftler seine Hände ja auch beim Zavfino-Tonarm im Spiel hatte, dürfte das für keine diplomatischen Irritationen sorgen.

Der Hörtest
Doch der kanadischen Provenienz des Plattenspielers wollte mit einer besonderen Verbeugung vor seiner Heimat seine Referenz erweisen. Dies ist möglicherweise der erste HiFi-Hörtest (fast) ausschließlich mit kanadischen Hauptakteuren. Viel Spaß!
Den Vortritt hat natürlich die Kaiserin der kanadischen Singer/Songwriterinnen Joni Mitchell. Von der großen Künstlerin hätten wir natürlich fast jede ihrer Scheiben auflegen können, voran „Blue“ oder „Hejira“. Weil die aber eh fast jeder ernsthafte Musikliebhaber kennt, haben wir uns für das etwas weniger populäre, dafür immer noch hochtourige Album „Wild Things Run Fast“ entschieden.

Auf ihren elften Studio-Album kehrte Mitchell dem lange gehätschelten Jazz den Rücken hin zu kompakteren, aber bestimmt nicht einfacheren Songs. Der gerade mal 2:12 Minuten währende Titelsong geht los wie Heavy Metal, Drummer Vinnie Colaiuta gibt so richtig Gas. Doch dann schaltet die Band zwei Gänge zurück, ohne langweilig zu werden. Das großartige Zusammenspiel und natürlich Jonis damals noch in voller Blüte stehende Alt- bis Sopranstimme bildete der Zavfino so ab, wie dem Autor das gefällt und er es braucht: Sauber abgezirkelt, mit Drive und trotzdem nicht spaßbremsender Analyse, wie viel Hall damals via Mischpult zugegeben wurde.
Nicht in derselben Liga, aber immer noch hochklassig, trat 1997 Sarah McLachlan mit ihrem in Montréal produzierten Album „Surfacing“ an. Entgegen dem Titel blieb es nicht oberflächlich, sondern bot mit „Angel“ eine der anrührendsten Balladen des Jahrzehnts.

Entgegen der CD (und folgendem fürchterlichen digitalen Remaster) bot die LP für die Entstehungszeit schon immer eine erstaunliche dynamische Bandbreite. Die holte der Zavfino auch feindynamisch überzeugend aus der Rille und tauchte dabei in emotionale Tiefen ab, die in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich sind.
Natürlich hat Kanada auch fantastische männliche Singer/Songwriter zu bieten. Allen voran natürlich der Alt-Meister Leonard Cohen (1934-2016). Einer seiner größten Songs, „Hallelujah“ wurde so oft und so oft belanglos gecovert, dass wir – Ausnahme Jeff Buckley – gerne ein Cover-Verbot aussprechen würden.

Mögen die Leute doch das Original hören, veröffentlicht Dezember 1984 auf Cohens siebtem Studio-Album „Various Positions“. „Hallelujah“ eröffnet Seite 2, die Stimme des Meisters ist schon ein bisschen tiefer gerutscht seit den 1970ern. Doch die emotionale Kraft ist irre. Wer hier nicht mit den Tränen kämpft, sollte zum Psychiater gehen oder eine bessere Anlage kaufen. Der Copperhead X träufelte reichlich das süße Gift der Traurigkeit, vielleicht gegenüber den ganz großen Drehern und Pickups ein bisschen zu unbeteiligt in den Steigerungen.
Ein paar Minuten mehr Ewigkeits-Ruhm konnte und kann Gordon Lightfoot (1938-2023) beanspruchen. Gefällige Melodien verströmte er reichlich in den Gefilden zwischen Country, Folk und Poprock, mit „If You Read my Mind“ und „Sundown“ hat er sogar für immer zwei Schippchen im Formatradio.

Doch der Mann mit der sanften Baritonstimme hat einen viel größeren, stärkeren und tiefergehenden Song auf seinem Album „Summertime Dream“ 1976 aufgenommen: „The Wreck Of The Edmund Fitzgerald“. Die LP klingt um Welten besser als jede CD-Version. Was der Copperhead mit subtilen Lautstärke-Unterschieden bei der Snaredrum und viel Nuancen in der Stimme wieder einmal klarmachte.
Ok, wenn wir schon anfangen, es krachen zu lassen, dann mal richtig. Bachman Turner Overdrive (hervorgegangen unter anderem aus den Guess Who) hatten 1974 einen weltweiten Megahit mit dem Stottersong „You Ain´t Seen Nothing Yet“. Der war eher zufällig noch auf die dazugehörige LP „Not Fragile“ geraten. Unnützes Wissen, Part soundsoviel: Das krachende Riff des Titelsongs hatte einst Apple als Soundtrack für das Computerspiel „Bachman“ genutzt, mit dem die damals noch kleinen Konkurrenten der HiTech-Giganten dem allgegenwärtigen „Pacman“ Konkurrenz machen wollten. Unnützes Wissen, Part nocheins: Auf dem Album schwingt die Truppe schon lange vor Peter Gabriel auch einen „Sledgehammer“. Der Rezensent drehte wieder einmal herzhaft auf – und genoss die kanalgetrennte Gitarrenarbeit von Randy Bachman und Blair Thornton sowie die knackige Dynamik.

Und weil´s so schön war, legte er noch eine Schippe drauf. Wenn Rock, dann April Wine, und wenn April Wine, dann „Say Hello“ von ihrem Album 1979er „Harder … Faster“. Lassen wir alles Gelaber über die Ungerechtigkeiten des Rock Business beiseite und halten fest: Auch wenn kein Schwein den Titel (noch) kennt, es ist einer der größten Rock-Songs aller Zeiten. Vor allem auch, weil er nicht brachial rotzt, sondern cool groovt. Das schob der Zavfino glaubhaft bis in höchste Pegel mit an.
Nun sind ballernde Drums und fetzige Gitarren das eine, herzzerreißende Stimmen und Seelentrost das andere. Nur: Die härteste Prüfung für Vinyl-Ketten ist und bleibt Klavier solo. Und da hat Kanada natürlich mit Glenn Gould (1932-1982) eines der größten Tastengenies aller Zeiten hervorgebracht.

Dieser eigenbrötlerische Sonderling hat Johann Sebastian Bachs „Goldberg-Variationen“ zweimal auf Tonträger eingespielt: 1955 auf einer rasanten, unfassbaren Tour de Force ohne die eigentlich vorgeschriebenen Wiederholungen; 1981, kurz vor seinem Tod noch einmal mit einem Anflug „herbstlicher Milde“. Bevor der Autor sich hier zu einem endlosen Vortrag hinreißen lässt: Die Wiedergabe des Zavfino enthielt sich allen Tonschwankungen, und auch in den Fahnen ausklingender Töne in den langsamen Sätzen blieb er ungemein sauber auf Kurs.
Am anderen Ende der Besetzungs-Skala klassischer Musik stände dann großes Orchester, möglichst noch mit Chor. Doch selbst bei intensivem Kramen im musikalischen Gedächtnis fällt dem Schreiber hier beim besten Willen kein relevanter kanadischer Komponist ein. Aber: ein Weltklasse-Orchester von dort. Das Montréal Symphony Orchestra, oder, wie man in dem zweisprachigen Land ja wohl schreiben muss: das Orchestre Symphonique de Montréal hat viele grandiose Aufnahmen produziert, unter anderem eine Referenz-Einspielung von Maurice Ravels Ballettmusik „Daphnis et Chloé“ unter ihrem wahlkanadischen, in der Schweiz geborenen Dirigenten Charles Dutoit.

Hier wird so ziemlich die gesamte Farbpalette eines großen Orchesters mitsamt textlosem Chor gemalt. Die zahlreichen Wow-Effekte der 1980er Decca-Produktion sind jetzt nicht erste audiophile Güte, aber bestens geeignet, um die räumliche Abbildung und klangfarbliche Differenzierung genau zu prüfen. Auch hier: Viel Lob, wenig Tadel (für einige Nachlässigkeiten in der Raumtiefe) für den Zavfino Copperhead X.
Fazit Zavfino Copperhead X
Auch im Vergleich zu dem hervorragenden, vor kurzem hier getesteten VPI Forever Model One für 7600 Euro macht der Zavfino Phono1877 Copperhead X seinen kanadischen Erbauern alle Ehre. Kann der US-amerikanische Subchassis-Spieler einen Hauch mehr Durchzugsstärke in die Waagschale werfen, so kommt der kanadische Herausforderer ein wenig abbildungsstabiler mit großen Besetzungen zurecht. Der Copperhead X zeichnet sich zudem durch hervorragende Laufruhe und sehr akkurate Raumdarstellung aus. Sein Tonarm Aeshna zählt in dieser Klasse zum Besten, was der Markt an Radialtonarmen anbietet. Aufbau und Handling gehen gut von der Hand. Einem adäquaten Tonabnehmer bietet der „kleine“ Zavfino-Dreher beste Arbeitsbedingungen. Er zählt damit – wie der VPI – zu den echten Preis-Leistungs-Champions unter 8000 Euro.
KlangPraxisVerarbeitungGesamt |
| Die Bewertung bezieht sich immer auf die jeweilige Preisklasse. |
| | Sehr gut austarierter Klang mit klar konturiertem Bass |
| | Exzellenter Tonarm |
| | Leicht mit Tonarmkabel Zavfino Highlands MK2 auf symmetrisch XLR aufzurüsten |
| | Die Speed-Kontrolle und -Feinjustierung gerät in der Praxis recht umständlich |
Vertrieb:
IAD GmbH
Johann-Georg-Halske-Straße 11
41352 Korschenbroich
www.zavfino.audio
Preis (Hersteller-Empfehlung):
Zavfino Copperhead X: ab 7.490 Euro
Die technische Daten
| Zavfino Copperhead X | |
|---|---|
| Konzept: | Masse-Laufwerk mit Riemenantrieb |
| Geschwindigkeiten: | 33 1/3, 45 UpM |
| Umschaltung: | Elektronisch am Kontroller |
| Tonarm: | Aeshna 9,5“, effektive Masse ~ 8,5 g |
| Lagertechnik: | Invertiertes Lager mit Edelstahlachse, Bronze, Keramikkugel, Teflon Plate, Silikonringe, Acrylplatte |
| Plattenteller: | Aluminium, Ø 29,8 cm, ca. 5,5 kg |
| Abmessungen (B x H x T): | 48,0 x 16,2 x 38,2 cm (Chassis) 18,0 x 6,5 x 20,0 cm (Steuerung) |
| Gewicht: | 22,3 kg inklusive Motor |
| Alle technischen Daten | |
Mit- und Gegenspieler:









