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Test Stax SR-L Familie: L700 Pro, L500 Pro, L300

Interessant schlug sich die Kombi 700 und SRM-252S: Im Team mit dem Mini-Speiseteil spielte er schon erstaunlich „groß“ – zum Kombipreis von 2.250 Euro eine Überlegung wert. Was auch für den 500er im Duo mit dem SRM-252S zum Preis von 1.450 Euro gilt.

Der Vergleich der Speiseteile gibt uns auch einen Hinweis darauf, wie sich der Stax SR-L700 gegen den Überkopfhörer SR-009 schlägt– nämlich bravourös. Den kleinen Vorsprung, den das 5.000 Euro teure Flaggschiff noch für sich verbuchen kann, darf man getrost im – zum SR-009 dazugehörigen – Speiseteil SRM-007t-II (2.925 Euro) verorten.

Fazit Stax SR-L Familie

Die drei elektrostatischen Musik-Könner aus Japan sehen zwar ziemlich „retro“ aus, doch sie erhellen den audiophilen Horizont auch auf längere Sicht. Und zwar jeder auf seine eigenständige, betörende Weise, die sie als Geschwister des gleichen Genpools auszeichnen: Das Team Stax Lambda SR-L300 und SRM-252S schoss dabei als Preis-/Leistungsknüller den Vogel ab. Atemberaubend, wie schon der „kleine“ Stax an der Leine des Mini-Amps eine musikalische Performance bietet, wie sie die Großen dann noch stärker vervollkommnen.

Er beeindruckte uns (die Team-Kollegen Holger Biermann und Jürgen Schröder haben ebenfalls viel Zeiten mit den SR-Ls verbracht) mit hoher Dynamik und seiner homogenen, gleichzeitig transparenten, raumgreifenden sowie ungemein farbechten Spielweise bei jeglicher Musik-Auswahl und platzierte sich damit in einigen Punkten auf Augenhöhe mit jener teils teureren Konkurrenz, welche die Musik nach dem dynamischen oder magnetostatischen Prinzip „übersetzt“. Im Bundle für einen Tausender ist er ein Hit.

Die Liaison zwischen Stax SR-L500 Pro und SRM-353X setzte in puncto Luftigkeit, Selbstverständlichkeit und Durchhörbarkeit nochmal eins drauf. Eifrige Controller dürften das rund doppelt so teure Team dennoch nicht so einfach im Haushaltsplan durchwinken. Denn wer noch ein paar Euronen mehr locker machen kann, dem sei mit bestem Gewissen die Edel-Kombi Stax Lambda SR-L700 Pro und SRM-006tS ans audiophile Herz gelegt: Den Referenz-Olymp eroberten sie mit einem unerhört raumgreifenden, extrem plastischen und feinst aufgelösten Klangkorpus, der zudem noch Farbtreue, Dynamik und überzeugende In-Sich-Stimmigkeit groß schrieb. Auf Gänsehaut-Level.

Stax SR-L Familie Gänsehaut
Der Beweis: Gänsehaut des Autors beim Musikhören mit SR-L700 (Foto: C. Dick)

Im Wechsel-Mix-Check von Kopfhörer und Amps kristallisierten sich noch zwei stimmige Kombinationen heraus: Der SR-L700 Pro spielt bereits am „kleinen“ Amp SRM-252S patent auf, was zum Team-Preis von 2.250 Euro durchaus eine Probe-Session wert ist. Und auch der SR-L500 Pro fühlt sich an dem kleinen Verstärker schon recht wohl: für 1450 Euro ebenso eine eventuelle Alternative für Sparfüchse.

Wie man es auch dreht und wendet: Die Mitglieder der neuen Stax SR-L Familie sind jedes für sich klanglich ein Highlight. Wer Kopfhörer mag und sich damit abfinden kann, diesen Genuss nur zu Hause erleben zu können, bekommt mit ihnen (und ihren Kopfhörer-Amps) eine Mini-Anlage, die in Bezug auf Transparenz und Feindynamik von klassischen HiFi-Anlagen auch im höheren fünfstelligen Bereich nicht zu toppen ist.

Stax SR-L Familie L700 Bundle
Klanglich schwer zu schlagen: die Kombination aus Stax SR-L700 und SRM-006ts (Foto: C. Dick)

 

So haben wir die Stax SR-L Familie bewertet:

Obwohl bei allen drei Mitgliedern der Stax SR-L Familie die Praxisfreundlichkeit als auch die Verarbeitungsqualität fernab von fünf Sternen liegt, haben wir dennoch sowohl dem kleinen SR-L300 als auch dem großen SR-L700 ein „Überragend“ gegeben – einfach, weil diese Kopfhörer so überragend gut klingen. Man hört mit ihnen Details, die andere Kopfhörer einfach unter den Tisch fallen lassen. Und weil wir letztendlich die Kombinationen aus ESL-Kopfhörer plus Speiseteil bewertet haben, verbessert deren sehr ordentliche Verarbeitungsqualität den Gesamteindruck. Die Stax SR-L Familie in der Einzelbewertung:

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LowBeats Bewertung SR-L300 + SRM-252S
LowBeats Bewertung SR-L300 + SRM-252S
LowBeats Bewertung SR-L500 + SRM-353X
LowBeats Bewertung SR-L500 + SRM-353X
LowBeats Bewertung SR-L700 + SRM-006ts
LowBeats Bewertung SR-L700 + SRM-006tS
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Und dann zu guter Letzt noch unsere Lesetipps:

Gegenspieler:
Test Sennheiser HD 800 S – die LowBeats Dauerreferenz

Weitere Super-Kopfhörer:
Test Focal Utopia – überragend dank Beryllium
Test Hifiman HE 1000 – der überlegene Over Ear
Test Audeze LCD i4 – der beste aller In Ear Hörer

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