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Test Teufel Cinesystem Trios 5.1-Set L: Soundbar + Funk-Rearspeaker

Im Lautsprecher-Menü findet sich die aus dem Bamster Pro bekannte Dynamore-Funktion, die sich beim C42 an verschiedene Raumgrößen anpassen lässt. Der teuflische Einfall der Berliner sorgt durch DSP-Tricksereien für eine breite Hörbühne, die über die physischen Abmessungen des CS 42 hinausreicht.

Teufel Cinesystem Trios 5.1-Set L: Soundbar CS42 Halterung Rückseite
Mit seiner Schlüssellochhalterung lässt sich der Soundbar CS42 an der Wand aufhängen (Foto: H. Biermann)

Was die Treiber betrifft, verwendet Teufel im Soundbar pro Kanal je einen 2-cm-Seidenkalotten-Hochtöner und zwei 7,7-cm-Zellulose-Tieftöner, für deren Antrieb eine 6-Kanal-Class-D-Endstufe integriert wurde.

Im Center-Kanal nehmen die beiden Konus-Membranen die Kalotte in die Mitte, beim linken und rechten Kanal wanderten die Hochtöner dagegen nach außen, um die Basisbreite des aus Aluprofil gefertigten 7-Liter-Gehäuses für einen breite Bühnendarstellung voll auszunutzen.

Das Teufel Cinesystem Trios 5.1-Set L im Hörtest

Die vom Prinzip ähnlich wie der Soundbar aufgebauten Rears nutzen die gleiche Treiber-Technik, was dem Zusammenspiel der Berliner Truppe zuträglich war. Gemeinsam erzeugte das Teufel Cinesystem Trios 5.1-Set L einen verblüffend großen, zusammenhängenden Raum.

Und diskret ist nun mal diskret: Gegen die Rears im Rücken respektive an der Seite haben virtuelle Surround-Effekte kaum eine Chance – vor allem, wenn man mit mehreren Personen hört, die schließlich nicht alle im Sweetspot Platz finden.

Im Hörraum von LowBeats gaben die Berliner eine starke Vorstellung, zu der auch ein erstaunlich tiefreichender Bass gehörte, der Spezial-Effekten den nötigen Impact verlieh. Das ging bei Action-Filmen wie Mad Max: Fury Road gut zur Sache und auch Musik klang lebendig, ausgewogen und differenziert.

Allerdings verlangt die Flachbauweise des T4000 mit den kleinen Downfiring-Treibern einige Zugeständnisse in der Präzision in den untersten Oktaven. Je nach Programm und Pegel konnte es nämlich im Bass schon mal etwas brummig werden.

Teufel Cinesystem Trios 5.1-Set L: Subwoofer
Das Bassreflex-Gehäuse des Subwoofers T4000 wird hinten an beiden Seiten belüftet (Foto: H. Biermann)

Dafür gab es an der Sauberkeit und Klangfarbentreue im Mittel- und Hochtonbereich nichts auszusetzen. Die Kühle, die einigen früheren Alu-Säulen von Teufel bisweilen anhaftete, ist Geschichte. Jetzt geben sauber, kräftige Klangfarben den Ton an.

Wer gerade im Bass keine Pegelorgien mit komplexen Programm-Material erwartet, wird für nicht mal 2.000 Euro mit dem Teufel Cinesystem Trios 5.1-Set L bestens bedient.

Im Wohnzimmer reicht das Gebotene in jeder Hinsicht aus, um zünftige Heimkino-Stimmung zu generieren. Für düstere Keller-Kinos, wo die stylischen Aspekte keine Rolle spielen, ist das Set nicht konzipiert. Es orientiert sich konsequent an den Erfordernissen der echten Wohn-Welt und legt einen gelungenen Spagat hin, sämtliche Praxis- und Klanganforderungen überzeugend zu vereinen.

Und wer von seinem Smartphone Songs via Bluetooth zur Anlage streamt, wird ebenfalls begeistert sein, über die frische und zupackende Spielweise des Cinesystem Trios.

Fazit Teufel Trios 5.1-Set L

Weitgehend wireless, schick gestylt, in soliden Aluminium-Stahl gehüllt und ebenso praxisgerecht wie komplett ausgestattet, wirbt das Cinesystem Trios 5.1-Set L um Sympathie für Teufel selbst bei Leuten, die bisher keinen Soundbar auf dem Radar hatten.

Während die Technik in den Hintergrund tritt, erobert das volle, differenzierte und dabei sehr plastische Klangerlebnis den Raum. Kurzum, die perfekte Rundum-sorglos-Lösung für Preisbewußte mit gewissen Ansprüchen an Sound und Design.

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Teufel Cinesystem Trios 5.1-Set L
2017/02
Test-Ergebnis: 4,5
ÜBERAGEND
Bewerung
Klang
Praxis
Verarbeitung

Gesamt

Die Bewertung bezieht sich immer auf die jeweilige Preisklasse.
Kleiner Platzbedarf, trotzdem großflächige, stabile Räumlichkeit
Ausgewogen und breitbandig
HDMI 4K-Passtrough. ARC und On-Screen-Menüs
Flachsubwoofer erfordert kleine Zugeständnisse in der Präzision

Vertrieb:
Lautsprecher Teufel

Bikini Berlin,
Budapester Str. 38-50

Preis (Hersteller-Empfehlung)
Teufel Trios 5.1-Set L : 2.000 Euro