Home / Test / Lautsprecher / Surround-Sets / Test Teufel Ultima 20 Complete 2.1 Set für TV

Test Teufel Ultima 20 Complete 2.1 Set für TV

Der Subwoofer ist leistungsfähiger, als er im ersten Moment wirkt. Bei der Installation des Teufel Ultima 20 Complete 2.1 war sein Pegel anfangs viel zu laut. Erst als ich ihn auf ein Viertel heruntergedreht hatte (Stellung 9 Uhr), ergab sich ein harmonisches Klangbild.

Falls sich jemand fragt, welche Phaseneinstellung (0 oder 180 Grad) die richtige ist: Die, bei der es etwas voller klingt. Aber was heißt hier schon „richtig“? Richtig ist, wie es einem am besten gefällt.

Vorwärts Zurück
Der beigelegte Kabelsatz des Teufel Ultima 20 Complete 2.1
Der beigelegte Kabelsatz des Teufel Ultima 20 Complete 2.1 umfasst 15 Meter unkonfektionierter Litze und ein solides HDMI-Kabel (Foto: H. Biermann)
Die Fernbedienung des Teufel Ultima 20 Complete 2.1
Die runde Fernbedienung des Teufel Ultima 20 Complete 2.1 ist ziemlich originell, kann aber nur (per Dreh) die Lautstärke und (per Druck) Muting regeln (Foto: H. Biermann)
Vorwärts Zurück

Die Verbindung des Subwoofers per Wireless-Modul funktioniert innerhalb von Sekunden. Hierzu betätigt man die „Paring“ Buttons am Modul und an der Core Station Compact. Die bei Funk-Lösungen typische Zeitverzögerung (Delay) ist so kurz, dass sie nicht auffällt.

Auch die Bluetooth-Brücke (das Teufel Complete 2.1 bietet auch aptX an) installiert sich ratzfatz. Wie überhaupt das ganze Aufstellen des Teufel Ultima 20 Complete 2.1 ein Kinderspiel war; auch weniger Geübte sollten das Set in weniger als 30 Minuten installiert haben – inklusive Auspacken und Subwoofer-Optimierung.

Die CoreStation Compact ist am elegantesten hinten am TV angebracht – siehe Bild oben. Aber sie ist so klein, dass sie auch unter dem TV nicht auffällt. Umso erstaunlicher ist die Größe der Klangbilder, die das kleine Set in den Hörraum zaubert.

Dass hier nur 40 Watt pro Kanal zur Verfügung stehen, merkt man an keiner Stelle, weil der Subwoofer von unten richtig viel Druck macht. Ich habe mir Teile des neuesten James Bond (Spectre) noch einmal angesehen. Schauspielerisch und vom Storyboard her ist dieser Bond ja wirklich mit das Lausigste aus über 50 Jahren Bond-Kinofilmen.

Vom Ton her hat er allerdings einiges zu bieten. Beim Umschalten von meinem 55-Zoll Philips TV auf das Teufel-Set jedenfalls wurde wieder einmal klar, wie viel mehr Erleben im Ton steckt, wenn man ihn angemessen wiedergibt. Oder um wie viel Erleben man sich bringt, wenn man den Sound den eingebauten Fernseher-Lautsprechern überlässt …

Das Complete 2.1 lief bei Explosionen und Schüssen zu Hochform auf, weil der Subwoofer gleichermaßen satt wie druckvoll und die Ultima 20 MK2 für ihre Größe erstaunlich dynamisch spielen. Aber auch die Dialoge waren bestens zu verstehen.

Dvoraks 9. Symphonie als Pure Audio Blu-ray
Das Remaster einer großartigen Aufnahme aus dem Jahre 1960: Dvoraks 9. Symphonie unter Ferenc Fricsay, nun als HiRes- (Pure Audio-) Aufnahme zu haben. (Cover: JPC)

Weil es sich anbot, habe ich das Complete 2.1 mit dem klanglich besten Soundbar bis 700 Euro, dem Nubert nuPro AS 250, verglichen. Die schwäbische Einbox-Lösung klingt ausgewogener und etwas feiner, Dialoge oder auch die Stimme von Tagesschau-Sprecher Jens Riewa kam über ihn noch etwas natürlicher.

Die Stunde des Teufel-Sets schlug immer dann, wenn es dynamisch wurde. Detonationen, Schüsse, Auto-Crashs – das alles klang sehr echt und sehr beeindruckend, weil auch der Teufel-Subwoofer für seine Größe Erstaunliches leistet und natürlich sehr viel tiefer reicht als die kleinen Bässe des Nubert Soundbars.

Und für den Effekt von Filmton zu Hause ist es natürlich nicht von Nachteil, wenn die Lautsprecher weiter auseinander stehen und man so ein größeres Klangpanorama bekommt.

Aber ich will hier nicht den Eindruck entstehen lassen, das Teufel Ultima 20 Complete 2.1 sei nur für das Spektakel gut. Ich habe mit dem Set auch eine meiner derzeitigen Hörtest-Favoriten, die Dvorak-Symphonie Nummer 9 unter Ferenc Fricsay, komplett durchgehört.

Das war gut. Der Nubert  gab die Streicher etwas sonorer und natürlicher wieder, das Teufel-Set war in den unteren Mitten etwas strähniger, dafür aber sehr lebendig, sehr druckvoll, mitreißend. Wie oben schon erwähnt, wünscht man sich ab und an etwas mehr Hochton-Brillanz. Aber wirklich nur ein bisschen …

Fazit: Eine kleine Lösung für kleines Geld und große Klangbilder

Das Teufel Ultima 20 Complete 2.1 macht einen absolut runden Eindruck. An einigen Stellen wurde gespart (Decoder, Elektronik-Gehäuse) und da investiert, wo es Sinn und Spaß macht: das Wireless-Modul für den Subwoofer, die vergleichsweise gute Bestückung des Subwoofers oder die orginelle Fernbedienung.

Der Gegenwert des Sets jedenfalls ist hoch anständig. Für Leute, die sich ohne großen Aufwand großen, HiFi-tauglichen TV-Sound in ihr Wohnzimmer holen wollen, genau das Richtige.

Ähnliche Themen:
Test Surround-Set Magnat Cinema Ultra: Der Hollywood-Sound
Test Soundbar Nubert nuPro AS 250

Mehr zu Teufel:
Test Teufel Cinesystem Trios 5.1-Set L: Soundbar + Funk-Rearspeaker
Test Teufel Varion: Das fast unsichtbare 5.1-Set
Test Teufel LT 5 licensed by Dolby Atmos
Test Soundbar Teufel Cinebar THX

Teufel Ultima 20 Complete 2.1
2016/04
Test-Ergebnis: 4,2
SEHR GUT
Bewertung
Klang
Praxis
Verarbeitung

Gesamt

Die Bewertung bezieht sich immer auf die jeweilige Preisklasse.
Guter Klang mit druckvollem Bass
Smarte Lösung mit Wireless Subwoofer
Viel Klang fürs Geld
Einfache Installation

Vertrieb:
Lautsprecher Teufel GmbH
Budapester Straße 44
10787 Berlin
www.teufel.de

Preis (Hersteller-Empfehlung)
Teufel Ultima 20 Complete 2.1:  699 Euro