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Test Teufel Varion: das fast unsichtbare 5.1-Set

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Die Teufel Varion Satelliten im 5er Pack
Das Teufel Varion als 5er-Set. Die Satelliten mit den Abmessungen von 7 x 56 x 5,6cm (B x H x T) sind aus Kunststoff und die Treiber mit einem robusten Gitter geschützt (Foto:: H. Biermann)
Der Hochtöner des Teufel Varion
Eine 19 Millimeter Hochtonkalotte mit Gewebemembran rundet den Übertragungsbereich des Satelliten nach oben ab (Foto: H. Biermann)
Das Kunststoffgehäuse des Teufel Varion Satelliten
Das Gehäuse des Varion Satelliten besteht aus Kunststoff und kommt aus dem 3D-Drucker (Foto: Teufel)
Das Abdeckgitter und Logo des Teufel Varion
Die Treiber des Varion Satelliten sind durch ein (abnehmbares) Akustikgitter geschützt. Das Teufel Logo kann – für den Einsatz am Center – auch um 90 Grad gedreht werden (Foto: H. Biermann)
EXplosionszeichnung des Teufel Varion Satelliten
Die Explosionszeichnung zeigt die Menge der Bauteile. Die Schallwand mit den sieben Treibern ist vielfach verschraubt. Da wackelt selbst bei hohen Pegeln nichts (Zeichnung: Teufel)
Die Anschlüsse des Varion
Die bekannten Klemm-Anschlüsse des Varion entsprechen der Preisklasse. Sie sind praktisch, aber nicht wirklich langzeitstabil (Foto: H. Biermann)
WAndaufhängung des Teufel Varion
Die einfachste, akustisch beste, unauffälligste und günstigste Art, die Varion Satelliten aufzustellen, ist, sie an die Wand zu hängen. Die Rückwand bietet dafür entsprechende Möglichkeiten (Foto: H. Biermann)
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Ständer oder Wand? Die Aufstellung von Teufel Varion

Die beste, einfachste und günstigste Lösung, um die Satelliten unterzubringen, ist die Wandmontage: Ausmessen, Schrauben in die Wand gesetzt, Varion anbringen –  fertig. Nicht nur, dass die schlanken Säulen dann auch am wenigsten auffallen: Die direkte Nähe zur Rückwand verstärkt die oberen Basslagen, was den Satelliten im Stimmbereich recht gut tut.

Die Alternative zur Wandmontage ist weniger staubig, adretter, kostet aber etwas mehr Geld: Für die Satelliten bietet Teufel sowohl Stand- (160 Euro pro Paar) als auch Tisch-Füßchen (130 Euro pro Paar) an. Die sind solide gemacht und sehen gut aus; die Kabel verlaufen innerhalb der Rohre, so dass sie kaum sichtbar sind.

Vor dem Hörtest haben wir natürlich beide Varianten ausprobiert: Wenn für die Wandmontage kein Platz bleibt, ist die Sache mit den Ständern hübsch, klanglich aber nur die zweitbeste Wahl. Denn an der Wand klingen die Satelliten etwas voller.

Der Subwoofer wird praktischerweise irgendwo in der Ecke stehen. Auch er bekommt dort wegen der angrenzenden Wände deutliche Unterstützung; steht er weitgehend frei, ist der Pegel geringer, aber die Wiedergabe insgesamt sauberer.

Kabel sind im Varion 5.1-Set nicht enthalten; da muss man sich eigenes besorgen und es sollte nicht zu dick ausfallen, denn die Anschlüsse der Satelliten sind – standesgemäß – nur für Kabel mit einem Querschnitt von einem Quadratmillimeter vorgesehen.

Das is aber auch ausreichend. Eine pfiffige Alternative zu langen Cinch-Kabeln (für die Ansteuerung des Subwoofers) hat Teufel ebenfalls im Programm: einen kleinen Sender sowie einen Empfänger für Wireless-Übertragung. Dieses Set kostet 150 Euro und funktionierte im LowBeats Hörraum tadellos.

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Wireless-Transmitter Teufel Sub Connect
Der Sub Connect ist ein Wireless-Transmitter, der die lästige Verkabelung zum Woofer überflüssig macht. Das kleine Teufel Modul kostet lediglich 80 Euro (Foto: H. Biermann)
Bauteile der Ständer für Teufe lVarion
Der Bausatz, um einen Varion Satelliten mit Standfuß zu versehen: Standfuß, Metallrohre mit innenliegenden Kabeln (original schwarz, im Bild die rote Vorversion) und die Metallaufnahme (Foto: H. Biermann)
der Tischständer des Teufel Varion
Praktisch, solide und recht hübsch: Auch der Tischständer macht einen guten Eindruck. Die Kabel (hier die schwarze Originalversion) laufen innerhalb des Rohres, die Anschlüsse im Fuß sind solide. Im Paar sind sie für 130 Euro zu haben (Foto: Teufel)
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So klang das Teufel Varion im LowBeats Hörraum

Cover Art Haydn Auryn Series OPus 64
Große Musik besonders aufgenommen. Mit dem  Real Surround Verfahren von Tacet  sitzt der Hörer in der Mitte des  Geschehens (Cover: Tacet)

Nach einer Stunde Einspielzeit, in der die Satelliten ein wenig zischelten, legte sich diese Neigung und wurde gut verträglich. Prinzipiell haben die Teufel Entwickler das Set etwa hell abgestimmt.

Das ist nicht hundertprozentig neutral, für die Situationen, in denen es spielen wird, aber höchst praxisgerecht. Angebracht an der Wand, irgendwo zwischen Bücherregal und Fernseher, dürfte die Extraportion Hochton genau richtig sein.

In jedem Fall trägt sie zu einer sehr guten Detailauflösung bei. Tagesschau-Sprecher Jens Riwa war perfekt zu verstehen, auch Dokumentationen mit nur eingeschränkt highfidelem Ton klangen ausgesprochen lebendig und vielschichtig.

Aber bei LowBeats hören wir natürlich in erster Linie Musik. Ich höre immer gern die Mehrkanalaufnahmen von Andreas Spreer (Tacet Label), der mit seinem Real Surround ganz erstaunliche Wirkungen erzielt, weil der Hörer fast immer im Zentrum der Musik steht.

Vor allem die Streicher-Quartette aus der Haydn Auryn Serie (Auryn’s Haydn: op. 64) gefallen durch ihren natürlichen Ton. Da tat sich das Teufel Set allerdings etwas schwer. Die Streichinstrumente kamen zwar quicklebendig, aber auch sehr präsent – weshalb wir schnell auf passendere Musik umstiegen.

Zum Beispiel Metallica. Die Hardrocker haben ja mit Through The Never 3D optisch wie klanglich ein blitzsauberes Werk abgeliefert: Krachenden Gitarrenriffs treffen auf wuchtige Bassdrum-Attacken. Das wiederum gefiel dem Teufel

Cover: Metallica "Through The Never 3D"
Metallica Through The Never 3D: Eine der ersten Konzert-Aufnahmen, remastert mit Dolby Atmos 3D-Audio (Foto: Ascot Elite)

Set sehr viel besser. Es schälte alle Details aus den Aufnahmen und die Stimme von Frontmann James Hatfield war so körnig-rau, wie sie eben sein muss.

Bei der Metallica Einspielung machte sich auch ein weiterer Wesenszug des Teufel Sets positiv bemerkbar: Man kann damit richtig Pegel fahren.

Der kleine Subwoofer stößt naturgemäß schneller an seine Pegelgrenzen; die Satelliten waren bis kurz vor richtig laut kaum einzubremsen und klangen weitgehend unverzerrt. Dies unterstreicht ihre Fähigkeit, auch in der Beschallung eine gute Figur machen zu können.

Fazit Teufel Varion: sehr günstig & vielseitig

Wir haben am Teufel Varion keinen echten Makel gefunden. Natürlich sind diese Lautsprecher nicht ernsthaft audiophil. Sie wurden dafür geschaffen, mit wenig Geldaufwand den heimischen Fernsehton deutlich zu verbessern. Das gelingt sehr überzeugend.

Der recht helle Klangcharakter des Sets ist für klassische Musik nicht ideal, aber für den wahrscheinlichen Einsatzbereich absolut richtig. Denn außer in Wohn- und Schlafzimmern macht sich das System aufgrund seiner Konzeption auch in Ladenlokalen gut.

Die Variabilität (2.1 oder 5.1) ist genauso klasse wie die praxisgerechte und robuste Ausführung. Eine Palette passenden Zubehörs macht das Paket Varion noch flexibler und attraktiver.

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Teufel Varion 5.1
2016/06
Test-Ergebnis: 4,1
SEHR GUT
Bewertung
Klang
Praxis
Verarbeitung

Gesamt

Die Bewertung bezieht sich immer auf die jeweilige Preisklasse.
Lebendiger, frischer Klang
Pegelfeste Satelliten
Vielseitig einsetzbar
Gute Preis/Gegenwert-Relation

Vertrieb:
Lautsprecher Teufel GmbH
Bikini Berlin, Budapester Straße 44
10787 Berlin
www.teufel.de

Preis (Hersteller-Empfehlung)
Teufel Varion 5.1: 700 Euro