The Fischer Polydrive – Pack Shot
The Fischer Polydrive – Plattenspieler als Bausatz. Hier im Bild der Pack Shot (Grafik: R. Vogt)

The Fischer Polydrive – der welterste Plattenspieler-Bausatz

Für Generationen von Heranwachsenden war und ist es der ebenso kreative wie qualifizierte Einstieg in die weite Welt der Mechatronik: fischertechnik – das grenzenlos flexible Stecksystem für anspruchsvolle technische Projekte; erdacht und hergestellt im schwäbischen Waldachtal-Tumlingen: Fast könnte man sagen „Lego der Superlative“. In der Tat lässt fischertechnik kaum eine Technik-Frage unbeantwortet: Wie funktioniert ein Flaschenzug? Bau dir einen! Und wie funktioniert ein Differenzial? Bau dir eines! Alles nur „Spielzeug“? Keineswegs: So ist der selbstgebaute Containerkran Anno 1975 der 3D-Drucker von heute. Und nun landen die Schwaben erneut einen Coup, der angesichts ihrer feinmechanischen Expertise ohnehin längst fällig war: Mit dem The Fischer Polydrive stellt fischertechnik den weltersten Plattenspieler-Bausatz vor.

Als welterste Redaktion hingegen durfte LowBeats einen Prototypen des The Fischer Polydrive „live“ begutachten. Ganz fertig sei man noch nicht, hieß es in Waldachtal-Tumlingen. Man arbeite noch mit Hochdruck am Tonarmlift sowie einem dem Kröpfungswinkel angepasstem, vertikalen Tonarmlager. Das nachfolgende Video erlaubt jedoch bereits einen guten Überblick hinsichtlich Erscheinungsbild und Technik-Details.

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Reibrad oder String? Beides!

The Fischer Polydrive – der Name ist in der Tat Programm: So lässt sich der schmucke Plattendreher aus dem Ländle innerhalb von wenigen Minuten von Reibrad- auf String-Antrieb umbauen. Ohnehin zeigt der Polydrive einiges an audiophiler Expertise – so etwa das auf pneumatischem Wege akustisch entkoppelte Chassis oder die fast reibungslosen, zudem verschleißarmen Stahlstift-Lager von Tonarm und Plattenrotor. Die nachfolgende Slideshow vermittelt detaillierte Einblicke.

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The Fischer Polydrive – Draufsicht 01
Konstruktivismus pur: Welt erster Plattenspieler-Bausatz The Fischer Polydrive – das Bild zeigt den noch nicht ganz finalisierten Prototypen. (Foto: J. Schröder)
The Fischer Polydrive – Antrieb und Entkoppler-Elemente
Der Clou: Durch einfaches Umstecken der Antriebseinheit lässt sich der Polydrive von Rim Drive auf String Antrieb umrüsten. Vorn im Bild: die pneumatischen Footer-Elemente zur akustischen Entkopplung. (Foto: J. Schröder)
The Fischer Polydrive – Antrieb mit Reibrad 01
Servicefreundlich: Das prinzipbedingt schmutzempfindliche Reibrad lässt sich zum Säubern im „Handumdrehen“ ausbauen. (Foto: J. Schröder)
The Fischer Polydrive – Plattenrotorlager.
Pflegeleicht: Das Stahlstift-Plattenrotorlager des Polydrive arbeitet reibungslos, verschleißfrei und ist im Servicefall gut zugänglich (Foto: J. Schröder)
The Fischer Polydrive – vertikales Tonarmlager
Im Bild das vertikale Tonarmlager und Anti-Skating-Einrichtung – eine echte Innovation und äußerst feinfühlig einstellbar. (Foto: J. Schröder)
The Fischer Polydrive – Tonarmlager 1
Bewährte Lagerarbeiter am Tonarm: Wie auch beim Plattenrotorlager, rotiert hier Stahlstift auf Stahlstift. (Foto: J. Schröder)
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Ganz nach Art des Hauses fischer sind Chassis, Plattenrotor und Tonarm aus praktisch unverwüstlichem Kunststoff gefertigt. Neben der damit ohnehin schon geringen Körperschall-Neigung sorgt auch die fragmentierte Bauweise mit gewollten Stoßstellen zwischen den Steckelementen für eine äußerst resonanzarme Konstruktion. Hervorzuheben ist auch, dass selbst nicht alltägliche Einstellmöglichkeiten wie beispielsweise der Vertical Tracking Angle (VTA) beim The Fischer Polydrive erstaunlich schnell und einfach vonstattengehen.

Als Zubehör für den Polydrive soll es laut fischer auch ein passendes Wallboard zur Trittschall-sicheren Aufstellung geben. Selbstverständlich lässt sich dieses mit einem beiliegenden Satz der sprichwörtlich unverwüstlichen fischer S 8 Dübel bombenfest an der Wand montieren.

Die offizielle Vorstellung des The Fischer Polydrive ist für die HIGH END 2022 in München angedacht – der Preis steht allerdings noch nicht fest. Ab etwa dem 3. Quartal wird der Polydrive als Bausatz dann bei ausgewählten HiFi-Händlern verfügbar sein. Selbstverständlich hat LowBeats bereits ein Testmuster vorbestellt – wir freuen uns schon aufs vergnügliche Plattendreher-Basteln. Selbst gebaut, klingt’s eben immer noch am besten.

Mehr Infos zu fischertechnik:

www.fischer.group/de-de/unternehmensbereiche/fischertechnik

fischerwerke GmbH & Co. KG
Klaus-Fischer-Straße 1
72178 Waldachtal
Deutschland
Tel.: (+49) 7443 12-0
E-Mail: info@fischer.de

Jetzt gilt es stark wie ein Fischerdübel zu sein: Die Firma fischertechnik bat uns darum aufzuklären, dass es sich bei diesem Beitrag um einen Aprilscherz handelt. :)

Autor: Jürgen Schröder

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Toningenieur, R&D-Spezialist und das (mess-)technische Gewissen von LowBeats. Kümmert sich am liebsten um Wissens-Themen, Musik und den spannenden Bereich zwischen Studio und HiFi.