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Cai Brockmann
Verstarb Ende Juli 2018: Cai Brockmann (Foto: Fidelity)

Bass im Herzen – Nachruf auf Cai Brockmann

Der Tod ist ein Umstand, den wir nicht ändern können. Aber manchmal kommt er einfach viel zu früh. Wie im Fall von Cai Brockmann. Der Chefredakteur des Fidelity Magazins starb am 27. Juli 2018 – nicht einmal 54 Jahre alt. Es ist erschütternd.

Cai Brockmann war HiFi-Mann durch und durch. Er bediente im Fachhandel, schrieb lange für die Image HiFi, wurde zum Mitbegründer des Fidelity Magazins und zu einem der bekanntesten Köpfe unserer Zunft. Er hat das HiFi-Feuilleton nicht erfunden, aber doch zu einer ganz eigenen Reife gebracht. Die Leichtigkeit seiner Schreibe war hart erarbeitet, das weiß ich wohl. Aber er hatte den Vorteil, das Testen und Bewerten von Geräten nicht ganz so bierernst nehmen zu müssen wie viele andere von uns. Denn Cai war Musiker, Bassist. Er spielte viele Konzerte und hörte mehr mit dem Bauch als mit dem Kopf. Da hat man einfach eine andere Haltung zur High Fidelity.

Sein Hamburger Witz war bestechend, seine gute Laune ansteckend. Selbst im unserem oft verbiesterten HiFi-Journalismus-Zirkel, in dem einige Egomanen und etliche vereinspolitische Schranken das Arbeiten unnötig erschweren, war Cai immer in der Lage, diese Hürden zu überwinden und hatte für jeden ein aufrichtig nettes Wort. Hätte man unter allen HiFi-Journalisten einen bestimmen sollen, der meinungsstark und dennoch in der Lage ist, zwischen allen Lagern Brücken zu bauen, es hätte nur Cai sein können.

Aus diesen und vielen anderen Gründen fehlt er. Sehr.