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Hartmut Esslinger und René Heller vor Audionet Heisenberg
Design-Ikone Hartmut Esslinger (links) im Gespräch mit LowBeats Autor René Heller (Foto: J. Schröder)

Audionet Heisenberg: Amp mit Esslinger Design

Es ist ja eh sehr viel Bewegung bei Audionet: Der Umzug von Bochum nach Berlin, neue Geräte wie die Audionet Heisenberg und ein überhaupt gänzlich neuer Medienauftritt. Und dann ist den Audionet Machern Thomas Gessler und Robert Hagemann auch noch ein veritabler Husarenstreich geglückt: Mit Hartmut Esslinger haben sie für die Gestaltung der neuen Audionet Komponenten eine echte Design-Ikone gewinnen können.

Der Gründer von Frog-Design arbeitete für Villeroy & Boch, Kodak, Yamaha, Sun Microsystems, NeXT, Logitech, Rosenthal, Olympus, Lufthansa, Siemens und Disney und schuf ganz nebenbei auch noch das Maßstab-setzende Apple-Design. 2006 verkaufte Esslinger Frog-Design und hat jetzt etwas mehr Zeit – zum Beispiel, um Audionet zu unterstützen. Für LowBeats nahm sich Esslinger die Zeit und gab uns ein ausführliches Interview.

Bei der bestehenden Komponentenlinie hat sich nichts geändert. Bei den noch erschwinglichen Neuheiten (Vollverstärker Watt und CD-Player Planck) hat Esslinger nur dezent eingegriffen und das bestehende Design veredelt.

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Audionet Vollverstärker Watt:
Audionet Vollverstärker Watt: Klassisches Design trifft ambitionierte Audionet-Technik (Foto: Audionet)
Audionet Vollverstärker Watt von hinten.
Audionet Vollverstärker Watt von hinten. Hier lassen sich fast mehr Design-Ansätze finden als vorn (Foto: Audionet)
Die Lautsprecher-Anschüsse des Audionet Wat
Die Lautsprecher-Anschlüsse des Audionet Watt sind von allerbester Qualität: Genauer: Die vorzüglichen Lautsprecher-Buchsen von Furutech (Foto: R. Vogt)
Der Audionet CD-Player Planck von hinten.
Der Audionet CD-Player Planck von hinten. Hier zeigt sich das Esslinger-Design doch sehr viel stärker. Die Anschlüsse sind auch symmetrisch (XLR) ausgeführt und selbstredend gibt es eine Vielzahl digitaler Eingänge. (Foto: Audionet)
Das Display des Audionet Planck
Das Display des Audionet Planck ist eingebettet in die gefräste Alu-Front und gut erkennbar (Foto: R. Vogt)
Das CD-Laufwerk des Audionet Planck
Auch das CD-Laufwerk des Audionet Planck ist edel gemacht und und steckt unter einer aufschiebbaren Metallplatte (Foto: Audionet)
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Auf der HIGH END 2016 waren aber auch erstmals die neuen Top-Komponenten zu sehen: die Mono-Endstufe Audionet Heisenberg und die Vorstufe Stern, bei denen Esslinger deutlich mehr gestalterischen Einfluss genommen hat.

Es stellt sich ja die Frage, kann man High End dieses Anspruchs überhaupt so lecker verpacken, dass es auch Leute haben wollen, die mit HiFi eben nicht so viel am Hut haben? Nach der Betrachtung (und dem Anfassen) von Audionet Heisenberg und Stern meine ich: ja. Das sieht grandios aus und man spürt an allen Ecken und Enden die Erfahrung Esslingers im Bereich Elektronik.

Die Vorstufe Stern gibt es übrigens in zweifacher Ausführung: Den US-Amerikanern ist die (doch eigentlich viel attraktivere) hohe Bauform nicht zu verkaufen. Für sie hat Audionet die Stern in gedrungener Variante im Programm.

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Die neuen Mono-Endstufen Audionet Heisenberg
Die neuen Mono-Endstufen namens Audionet Heisenberg erinnern von den Proportionen her an die alten Audionet MAX. Doch bei genauerer Betrachtung sind sie – dank Esslinger – sehr viel stylischer und attraktiver (Foto: R. Vogt)
Audionet Stern und Audionet Heisenberg (offen)
Der Aufriss der Audionet Heisenberg (links) lässt deren immense Stromstabilität erahnen (Foto: R. Vogt)
Die Audionet Referenzvorstufe Stern in der US-Ausführung
Die Audionet Referenzvorstufe Stern gibt es als US-Version auch gedrungen. Nicht so schön, aber klanglich sicherlich auch überragend (Foto: R. Vogt)
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Die Besonderheiten der Stern hier in der Übersicht:

  • Magnetisch und kapazitiv optimiertes Schaltungs- und Gerätedesign ohne Verwendung von ferromagnetischen Materialien.
  • Floating Design mit optimaler Mikrophonieresistenz und Temperaturstabilität.
  • Floating Gehäuseplatten, resonanzoptimiert durch massive Messingpads auf massivem Aluminiumrahmen.
  • Transformatorenaufhängung und Schraubverbindungen sind aus Edelstahl gefertigt.
  • Doppel-Mono-Aufbau von Schaltung und Stromversorgung für maximale Kanaltrennung.
  • Air Flow Design Leiterplatten zur optimierten Kühlung und Stabilisierung der Ruheströme.
  • Separierung und galvanische Trennung aller analogen Schaltungen durch Optokoppler.
  • Eingangs- wie Ausgangsschaltung sowie Spannungsstabilisierung sind mit diskret aufgebauten, weiterentwickelten Audionet-Operationsverstärkermodulen mit State Of The Art Glimmerkondensatoren realisiert.
  • Rhodium Cinchbuchsen von Furutech.
  • Lautstärkedrehgeber doppelt kugelgelagert, magnetgerastert und mit optischer Abtastung.
  • Lautstärkestellung über ein elektronisch geschaltetes und in Echtzeit linearisiertes Präzisionswiderstandsnetzwerk.
  • DC-Kopplung ohne klangschädliche Kondensatoren oder Spulen, kürzeste Signalwege.
  • Pro Kanal je ein Transformator zur Speisung der positiven und negativen Halbwelle für die perfekte Spannungsversorgung.
  • Vier gekapselte und entkoppelte 50 VA Ringkerntransformatoren.
  • Hauptstromkondensatoren 22.000 µF ESR-optimiert mit Seidendielektrikum.
  • Gesamtsiebkapazität 176.000 µF.
  • Neues kontextsituatives Bedienkonzept.
  • Mikroprozessorsteuerung mit eigener Stromversorgung.
  • Bypass-Mode für Heimkinointegration.
  • Über zwei gepulste Audionet-Link Schaltungen können weitere Geräte der Ultimate Serie ferneingeschaltet werden
  • Ein Mikroprozessor mit eigenem Schaltnetzteil überwacht und steuert sämtliche Funktionen und informiert über ein hochauflösendes Display.
  • Die Eingänge sind frei benennbar, unterschiedliche Eingangspegel angleichbar.
  • Gleichspannungsanteile von Quellsignalen können wahlweise ausgeregelt werden.
  • Rhodiumsicherung

Weitere Informationen zu den Audionet-Komponenten bei IDC Klaassen.