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David Bowie Top Five: Heroes von 1977
David Bowie Heroes von 1977 (Cover: jpc)

David Bowie Top Five: die wichtigsten Alben aus 50 Jahren

25 Alben hat er in seiner Schaffenszeit eingespielt. Die LowBeats Redaktion stellt die David Bowie Top Five (beziehungsweise sieben) hier noch einmal vor. Sein Abschiedswerk Blackstar würde vielleicht auch dazu gehören. Aber das genießt aufgrund seines Abschiedscharakters eine Sonderrolle. Siehe auch David Bowie – der Nachruf und Blackstar – Die Rezension. Die LowBeats Auswahl in chronologischer Folge:

Hunky Dory (1971)

Das ruhigste und am engsten an die noch herrschende Beatles-Ära angelegte Album von Bowie. Hunky Dory ist voller Hymnen an die ausgehenden 60er Jahre. Traumhafte Balladen wie „Oh! You Pretty Things“ oder „Quicksand“ wurden Ohrwürmer – ebenso wie die Hommage an Andy Warhol. Erstaunlicher Weise hatte Bowie zu diesen Zeiten noch etwas mehr Kraft in der Stimme als in den späteren Jahren.

The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars (1973)

In The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars wird Bowie zu Ziggy, Mann wird zu Frau wird zu Transgender, Pop wird Glam-Rock, Amerika und England verschmelzen zum musikalischen Superkontinent: Alles, was Bowie wurde, nahm hier seinen Anfang. Dazu ein Sextett von Killer-Songs: „Ziggy Stardust“, „Space Oddity“, „Changes“, „All The Young Dudes“, „Suffragette City“ und „Rock’n’Roll Suicide“.

Low (1977) / Heroes (1977) / Lodger (1979)

Die Berliner Trilogie („Lodger“ gehört stilistisch dazu, auch wenn es nicht mehr in Berlin, sondern in Montreux und New York entstand) lässt sich kaum einzeln verhandeln und zeigt Bowie im Bann deutscher Krautrocker und Elektronik-Pioniere wie Kraftwerk und Neu!, deren Sound er in Richtung Post-Punk und New Wave überführte. Hits? Bis auf „Sound And Vision“ (von Low) und Heroes weitgehend Fehlanzeige. Dennoch sind diese beiden Alben wegweisend durch ihre künstlerische Herangehensweise. Wie hier ein Musiker einen urbanen Lebensraum studierte, in sich aufsog, sich ihm hingab, wies später Bands wie U2 oder R.E.M. den Weg zu großen Werken der 90er-ff-Jahre.

Scary Monsters (1980)

Es amüsiert mich immer wieder, wenn Paare mit anderen Paaren Urlaub machen … manche Menschen halten es einfach nicht miteinander aus, nur so zu zweit … Bowie und Produzent Tony Visconti waren ein Team, das wenig Gäste brauchte, um ihre Beziehung zueinander zu pimpen – man funktionierte bestens zu zweit. Wenn überhaupt, umgab man sich mit sehr auserlesenen Gästen – allen voran Brian Eno, der schon die Berliner Trilogie entscheidend mitgestaltete. Der war bei Scary Monsters tatsächlich mal nicht dabei, aber dafür ließ Bowie ein paar andere fremde Freunde ins Studio. Pete Townshend spielte prompt eines der besten Gitarrensolis seiner Karriere („Because You’re Young“) und Robert Fripp brillierte hier mit ebenfalls furiosen Gitarrensounds und seinen berühmten „Frippertronics“. Und wie der naive Major Tom von einst in „Ashes To Ashes“ zum heruntergekommenen Junkie mutiert: Das ist schlaueste Metaebenen-Textkunst.

Let’s Dance (1983)

Das Discopop-Album. Giorgio Moroder und Nile Rodgers als Sidemen vom „thin white duke“? Man musste sich wundern … Der Titelsong zählt auch nach 30 Jahren nicht zu meinen Lieblingsnummern von Bowie, aber „China Girl“, „Modern Love“ oder „Cat People“ sind einfach bester Pop-Stoff. Dazu: „Criminal World“ mit prägnantem Funk-Bass und einer fulminanten Gitarre von Stevie Ray Vaughan. Let`s Dance ist simply irresistable!

 

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David Bowie Top Five: Hunky Dory 1971
David Bowie Top Five: Hunky Dory 1971 (Cover: Amazon)
David Bowie Top Five: The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars
David Bowie Top Five: The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars von 1973 (Cover: Amazon)
David Bowie Top Five: Heroes von 1977
David Bowie Top Five: Heroes von 1977 (Cover: Amazon)
David Bowie Top Five: Low von 1977
David Bowie Top Five: Low von 1977 (Cover: Amazon)
David Bowie Top Five: Lodge von 1979
David Bowie Top Five: Lodge von 1979 (Cover: Amazon)
David Bowie Top Five: Scary Monster von 1980
David Bowie Top Five: Scary Monsters von 1980 (Cover: Amazon)
David Bowie Top Five: Let`s dance von 1983
David Bowie Top Five: Let’s Dance von 1983 (Cover: Amazon)
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