Wharfedale Diamond 12.0
Wharfedale hat seine Einsteiger-Serie Diamond überarbeitet – sie ist jetzt in der 12. Generation. Aber so attraktiv wie diese war Diamond wohl noch nie... (Foto: Wharfedale)

Lautsprecherserie Wharfedale Diamond 12 Serie: günstig & gut

Einer der ältesten Namen im HiFi: Die Gründung von Wharfedale datiert aus dem Jahre 1932. Im Laufe der Zeit gelangen den Briten zum Teil fantastische Lautsprecher-Konstruktionen. So gilt Wharfedale beispielsweise als Erfinder der Mehrwege-Boxen: Sie entwickelten 1945 die erste 2-Wege-Box. Mit dem Verkauf Ende der Neunzigerjahre an die IAD (International Audio Group) mit Sitz in China vervielfachten sich die Möglichkeiten der damals etwas in Schieflage geratenen Firma. Heute steht Wharfedale wieder top da und pflegt ein vorzeigbares und vor allem erfreulich günstiges Programm. Die Wharfedale Diamond 12 Serie ist die 12. Generation der aus dem Jahre 1982 stammenden Diamond-Serie, welche seit langem die Einstiegsklasse der preisbewussten Briten markiert.

Wharfedale Diamond 12 Familie
Wharfedale Diamond 12: extrem viel Lautsprecher fürs Geld (Foto: Wharfedale)

Für die Diamond 12 Serie wurde fast alles neu konzipiert: sie hat neue Treiber, ein neues Gehäuse-Design und natürlich wurde auch ausgiebig am Klang gefeilt. Dafür holte man sich prominente Unterstützung: Karl Heinz Fink und sein Team haben schon dutzende Lautsprecher aus dem IAD-Kosmos (unter anderem Mission) aufs bestmögliche Klangniveau gehoben. Deshalb darf man auch von der Wharfedale Diamond 12 Serie einiges erwarten.

Allein drei Tieftönergrößen entwickelte Fink für die neue Serie: ein 10 cm, ein 13 cm und ein 15 cm Modell. Alle arbeiten mit mineralisch gefülltem Polypropylen. Ebenfalls neu ist der Hochtöner mit 25 mm Kalotte aus gewebter Polyesterfolie, der in jedem der sechs Modelle (auch im Center) sitzt.

Wenn man mit der Fink Audio Consulting zusammenarbeitet, bekommt man auch das große Wissen der Essener um kluge Gehäuse-Dämpfung dazu. Die Gehäuse wurden also komplett durchsimuliert, analysiert und optimiert.

Wharfedale diamond 12 Simulation
Wharfedale Diamond 12 Simulation: Hier kann man die besonders schwingungsanfälligen Flächen schnell erkennen und durch entsprechende Maßnahmen ruhigstellen. Es wäre wünschenswert, wenn diese Ansätze weit öfter im HiFi genutzt würden (Abbildung: Wharfedale)

Überhaupt die Gehäuse. Sah die Vorgänger-Serie der Generation 11 noch reichlich hemdsärmelig aus, ist das Design der neuen Serie erfreulich gut geraten – auch wegen der attraktiven Vinyl-Finishes in Schwarz, Weiß, heller Eiche oder Walnussholz. Was man in jedem Fall festhalten kann: Es gibt sehr viel Lautsprecher fürs Geld. Zum Beispiel die große 12.4. Das ist eine Box, die über einen Meter hoch ist, mehr als 22 Kilo wiegt und von Karl-Heinz Fink auf besten Klang gezüchtet wurde – da darf man ein überragend gutes Preis/Leistungs-Verhältnis unterstellen.

Die Lautsprecher der Diamond 12 Serie von Wharfedale werden in Deutschland exklusiv durch die IAD GmbH vertrieben und sind ab sofort im Fachhandel erhältlich.

Weitere Informationen zu Wharfedale bei IAD unter www.audiolust.de.

Die Modelle der Wharfedale Diamond 12 Serie in der Übersicht

ModellDiamond 12.0Diamond 12.1Diamond 12.2Diamond 12.3Diamond 12.4
Konzept2-Wege BR2-Wege BR2-Wege BR2,5-Wege BR3-Wege BR
Bestückung Bass1 x 10 cm1 x 13 cm1 x 15 cm2 x 13 cm2 x 15cm
Gewicht5,1 Kilo6,8 Kilo8,2 Kilo19,5 Kilo22,4 Kilo
Abmessungen (H x B X T)26,5 x 160, x 22,8 cm312 x 180 x 27,8 cm33,5 x 20,0 x 31,3 cm97,5 x 18,0 x 34,8 cm115,0 x 20,0 x 37,8 cm
Paarpreis249 Euro319 Euro379 Euro649 Euro899 Euro

 

Wharfedale Diamond 12 Familie Surround
Weil es innerhalb der Serie auch einen Center gibt, kann man aus der Diamond 12 Serie auch ein Heimkino-Set aufbauen (Foto: Wharfedale)
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Autor: Holger Biermann

Holger Biermann
Chefredakteur mit Faible für feinste Lautsprecher- und Verstärkertechnik, guten Wein und Reisen: aus seiner Feder stammen auch die meisten Messe- und Händler-Reports.