Silent Angel Munich M1 Scene 01
Der M1 ist Streaming-Player, Kopfhörerverstärker und Vorverstärker in einem sehr kompakten Gehäuse. (Foto: Silent Angel)

Silent Angel Munich M1 – kompromissloser, aber bezahlbarer Streaming-Player

Der chinesische High-End-Hersteller Silent Angel, eine Tochterfirma des global bekannten Netzwerkspezialisten Thunder Data, hat sich bei LowBeats mit dem wunderbar vielseitigen Musikserver Rhein Z1 und dem für Audioanwendung optimierten Netzwerkswitch Bonn N8 bereits einen Namen gemacht. Nun erweitert das Unternehmen sein Produktportfolio um den hochwertigen Streaming-Player Silent Angel Munich M1. Darüber hinaus hat Silent Angel noch für dieses Jahr weitere Produktneuheiten in der Pipeline.

Dass Silent Angel seinen Produkten deutsche Städtenamen verleiht, liegt an einem längeren Studienaufenthalt eines der Gründer in unserem schönen Land. Auch der jetzt vorgestellte Munich M1 folgt dem Schema. Untergebracht ist der Streaming-Player in einem relativ schlichten und kompakten Gehäuse, technisch aber lässt er es ordentlich krachen.

Silent Angel Munich M1 Scene 02
Ideal für den Desktop. Der M1 ist Roon ready (Foto: Silent Angel)

Vom Start weg ist der Munich M1 Roon ready, beherrscht DLNA und AirPlay 2 und unterstützt über seine App VitOS Orbiter die Musikdienste Spotify Connect, Qobuz (in Kürze) und Highres Audio. Später in diesem Jahr sollen noch Tidal und Amazon Music hinzukommen. Auch MQA-Support ist in Vorbereitung.

Zur Hardware-Ausstattung des M1 gehört ein 4-Kern ARM Cortex A72 Prozessor mit eigens dafür optimiertem Kühlkörper und 32 GB High-Speed Flash-Memory, sowie wahlweise 2, 4 oder 8 GB DRAM – je nach Leistungsanforderung bzw. Umfang der zu verwaltenden Musiksammlung.

Silent Angel Munich M1 inside 01
Aufbau in mehreren Etagen. Wird die oberste Platine entfernt, kommt der große Kühlkörper für den Prozessor zum Vorschein. (Foto: Silent Angel)

Anschlussseitig stehen AES/EBU, S/PDIF Coaxial, I²S und USB-Audio als Digitalausgänge und Stereo Cinch sowie ein 6,35 mm Kopfhöreranschluss als analoge Ausgangsoption zur Verfügung. Für den Anschluss externer Speichermedien sind mehrere USB-Ports vorhanden. Mit dem Netzwerk tritt der Munich M1 aus qualitativen Gründen ausschließlich via Ethernet in Kontakt. WLAN und Bluetooth sind hier absichtlich nicht an Bord. Aber dazu gleich noch mehr.

Silent Angel M1 Anschlüsse
Der Munich M1 gibt sich anschlussfreudig. (Foto: Silent Angel)

Der M1 besitzt einen integrierten DAC modernster Bauart, der für Samplingraten bis 768 kHz PCM bzw. DSD bis 11,2 MHz gut ist. Wer bereits einen hochwertigen DAC oder beispielsweise einen Verstärker mit Digitaleingang besitzt, kann den Munich in der Version M1T als reinen Transport ohne DAC und analoge Ausgänge wählen.

Für die Stromversorgung kommt ein externes Netzteil zum Einsatz. Steigerungsmöglichkeiten bietet Silent Angel in dieser Hinsicht mit dem Linearnetzteil Forester F1 an, das über zwei Ausgänge mit je 5V/2A verfügt und so gleichzeitig den M1 und beispielsweise den Switch Bonn N8 speisen kann.

Silent Angel Munich M1 und Forester F1
Hier der M1 mit dem optionalen Linearnetzteil Forester F1. (Foto: Silent Angel)

Der Silent Angel Munich M1 ist ab sofort zum UVP von 999 Euro (mit 2 GB DRAM), 1.199 (4 GB) oder 1.299 Euro (8 GB) erhältlich. Der M1T (ohne DAC) kostet, je nach RAM-Ausstattung, ab 699 Euro. Das Zusatznetzteil Forester F1 steht mit 460 Euro in der Preisliste.

Ein Testmuster des Munich M1 ist bereits in der Redaktion eingetroffen und muss sich in den nächsten Wochen einem intensiven Praxis- und Vergleichstest stellen. Der erste Eindruck ist sehr vielversprechend.

Später in diesem Jahr wird Silent Angel sein Portfolio an Streamern und Switches noch weiter ausbauen. – Wir sind gespannt. Als Vertrieb kümmert sich die IAD GmbH in Deutschland um Silent Angel.

 

Autor: Frank Borowski

LowBeats Experte für Schreibtisch-HiFi und High End kennt sich auch mit den Finessen der hochwertigen Streaming-Übertragung bestens aus. Zudem ist der passionierte Highender immer neugierig im Zubehörbereich unterwegs.