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Tascam 202 MK VII
Es gibt sie noch: Cassettenrekorder. Sogar Doubledecks: Das Tascam 202 MK VII kostet in USA 500 Dollar (Foto: Tascam)

TASCAM 202 MK VII: das neue Doppelcassettendeck

Das letzte seiner Art: Tascam, bei Teac zuständig für professionelle Tontechnik, bringt ein neues Tapedeck auf den Markt, das Tascam 202 Mk VII. Wobei „Neu“ nicht wirklich für „Neukonstruktion“ steht, denn das Doppelcassettendeck erscheint vielmehr in seiner siebten Entwicklungsstufe, daher auch der Zusatz Mk VII.

Immerhin gibt es das Teil tatsächlich neu zu kaufen, vorerst nur in den USA, aber nachdem bereits die Vorgänger ihren Weg nach Europa gefunden hatten, wird auch dieser Evergreen hierzulande einen Händler finden. In England ist sein bis auf die Rack-Einbaufähigkeit baugleicher Bruder W-1200 von Teac bereits in Silber oder Schwarz lieferbar.

Tascam 202 MK VII in silber
Schwester: Das baugleiche Modell W-1200 von Teac ist neben Schwarz auch in Silber erhältlich – derzeit jedoch leider nur Großbritannien (Foto: Tascam)

Aber wer braucht das? Tascam gibt sich auf seiner US-Homepage bei der Fokussierung auf die Zielgruppe gänzlich unbescheiden und preist das 202 Mk VII als „ideal geeignet für Profi-Studios, Gebetsstätten, Audio und Musikliebhaber und mehr“ an.

Tatsächlich kann man mit dem Gerät einiges anstellen. Besitzer alter Musikkassettensammlungen etwa wird es freuen, dass das Tascam 202 Mk VII über einen USB-Anschluss verfügt, um die eigenen, historischen Aufnahmen digitalisieren zu können.

Tascam hat zudem konsequenterweise einen Pitch-Regler (+/- 12 %) dazu gestellt. Beide Laufwerke sind mit Aufnahme- und Wiedergabeköpfen ausgestattet, wodurch das Aufnehmen gleichzeitig mit dem Abspielen von einer Quelle möglich ist. Wer sich erinnert: das gab’s früher nicht bei allen Doppeldecks. Auch ein Mikrofon findet ganz traditionell Zugang zum Rekorder, mit dem dann direkt via Laufwerk 1 auf Kassette aufgezeichnet werden kann. Interessant wird es im Zusammenspiel mit Laufwerk 2, dann ist auch Karaoke oder Voiceover möglich.

Tascam 202 MK VII RC
Fernbedienung: Beide Laufwerke des Tascam 202 MK VII lassen sich separat auch vom Wohnzimmersessel aus steuern (Foto: Tascam)

Wer allerdings beim Tascam 202 Mk VII nach einer Rauschunterdrückung von Dolby sucht, wird enttäuscht sein – es gibt sie nicht mehr. Laut einem Foreneintrag bei Tapeheads lizensieren die „Dolby Laboratories“ keine Rauschunterdrückung für Kassettendecks mehr.

Dies würde es in der Tat erklären, dass das Vor-Vorgängermodell 202MKV noch über Dolby B verfügte. Tascam behilft sich daher mit einer „Dolby-ähnlichen“ Rauschunterdrückung nur für die Wiedergabe. Gut, dass neben Normal- auch Chrombänder für die Aufnahme unterstützt werden.

Letztere sind allerdings schwer zu bekommen, aber es gibt sie noch, auch aus neuer Fertigung, etwa von NAC. In UK ist das W-1200 von Teac für rund 400 Britische Pfund erhältlich. Bei Markteinführung des Tascam 202 Mk VII in Deutschland dürfte der Preis bei etwa 500 Euro liegen. Termin ist aber noch unbekannt.

Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale des Tascam 202 Mk VII

  • Dual-Kassettendeck für Wiedergabe, Kopieren oder Aufnahmen auf eine oder zwei Kassetten
  • USB-Ausgang zu Archivierungszwecken
  • Regelbarer Mikrofon-Eingang, auch für Karaoke geeignet
  • Kopfhörerausgang mit separater Lautstärkeregelung
  • Pitch-Control (+/- 12 %)
  • Geeignet für Rackeinbau (3U)
Tascam 202 MK VII Anzeige
Übersichtlich: Die Bedienung ist selbsterklärend, in der Aussteuerungsanzeige findet sich noch ein Dolby-Symbol. Das Gerät selbst verfügt nicht mehr über eine Rauschunterdrückung dieses Herstellers (Foto: Tascam)

Weitere Infos zum neuen Tascam unter dieser Produktseite: http://tascam.com/product/202mkvii/

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