Velodyne Deep Blue 10 Logo
Velodyne hat mit den Deep Blue Modellen eine ambitionierte und gleichzeitig bezahlbare Linie von vier Subwoofern aufgelegt. Der größte mit 38 cm Bass kostet 1.500 Euro (Foto: Velodyne)

Velodyne Deep Blue: die neue Subwoofer-Linie der Altmeister

Nachdem der wohl bekannteste Subwoofer-Spezialist der Welt, nämlich Velodyne, vor etwas mehr als einem Jahr von dem deutschen High-End-Vertrieb Audio Reference übernommen wurde (wir berichteten), kommen nun die ersten, wirklich neuen Modelle des „neuen“ Velodyne auf den Markt. Es handelt sich dabei um vier Modelle der gehobenen Mittelklasse im Bereich 800 bis 1.500 Euro. Der Name der Serie: Velodyne Deep Blue. Oder kurz: DB.

Man sieht nicht sofort, dass beim Altmeister viele alte Zöpfe abgeschnitten wurden; das klassische Design ist immer noch gut erkennbar, die stabilen Gehäuse sind Velodyne-typisch immer noch geschlossen. Und doch: Die Entwicklung fand erstmals in einem Konsortium deutscher und amerikanischer Entwickler statt, das an verschiedenen Stellen den Beginn der neuen Zeit dokumentiert.

Velodyne DB 12 Front
Der 30 cm Bass des DB 12 füllt fast die ganze Front (Foto: Velodyne)

Der Aufbau der Velodyne Deep Blue Modelle

Zur Verwirklichung einer enorm tiefreichenden, dabei zugleich kraftvollen und unverzerrten Basswiedergabe muss man einigen Aufwand betreiben. Das ist hier offenkundig geschehen. Die bis zu 2,5 cm starken Gehäusewände werden mit einer 5 cm starken Schallwand abgeschlossen und zusätzlich versteift. Das ist notwendig, weil im Inneren eines Subwoofers ein teilweise so hoher Druck herrscht, dass „normale“ Gehäuse diesem nicht standhalten. Ein lästiges Klappern wäre dann die Folge. Und weil Velodyne auf geschlossene Gehäusekonstruktionen setzt, werden auch die (bei Bassreflex-Konstruktionen oft hörbaren) Strömungsgeräusche am Bassreflex-Port vollständig vermieden.

Velodyne Deep Blue 10 mit Abdeckung
Ist mit seinen gerundeten Kanten und der passenden Abdeckung gut vorzeigbar: der DB 10 (Foto: Velodyne)

Allerdings erfordern geschlossene Subwoofer auch immer extrem leistungsstarke Endstufen. Dafür scheint gesorgt zu sein. Velodyne hat hier erneut seine Class-D-Verstärkertechnologie eingesetzt, die mit bis zu 1.000 Watt Peak Performance (DB-15) überzeugt. Komplett neu sind die leistungsstarken PP High Excursion Bässe mit vierlagiger, belüfteter Schwingspule. Sie versprechen in allen vier Modellen ein verzerrungsarmes Tieftonfundament und viel Dynamik.

Zum Anschluss an vorhandene Lautsprecher-Setups stehen natürlich alle wichtigen Optionen zur Verfügung. Dank der eingebauten (variablen) Frequenzweiche und den Anschlüssen für Line-Level und Speaker-Level plus LFE-Eingang für Prozessoren dürften die meisten Ansprüche diesbezüglich abgedeckt sein. Und natürlich ebenfalls dabei: eine stufenlos regelbare Phaseneinstellung für das zeitlich präzise Zusammenspiel mit den Hauptlautsprechern.

Velodyne Deep Blue DB-10 Anschlüsse
Fast alles, was man zur optimalen Einstellung braucht: das Anschlussfeld der Velodyne Deep Blue Modelle (Foto: Velodyne)

Die Modelle in der Übersicht

Modell:DB 8DB 10DB 12DB 15
Konzept:Aktiv-SubwooferAktiv-SubwooferAktiv-SubwooferAktiv-Subwoofer
Bestückung:1 x 20 cm1 x 25 cm1 x 30 cm2 x 38 cm
Übertragungsbereich:32 – 180 Hz28 – 180 Hz26 – 140 Hz23 – 120 Hz
Leistung (sinus):300 Watt350 Watt350 Watt450 Watt
Abmessungen (H x B X T)29,6 x 31,6 x 34,8 cm35,0 x 37,0 x 38,8 cm42,5 x 44,5 x 48,8 cm
Preis:790 Euro990 Euro1.190 Euro1.490 Euro

Die Velodyne DB-Serie ist ab Mitte Februar erhältlich. Weitere Informationen unter www.audio-reference.de

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Autor: Holger Biermann

Holger Biermann
Chefredakteur mit Faible für feinste Lautsprecher- und Verstärkertechnik, guten Wein und Reisen: aus seiner Feder stammen auch die meisten Messe- und Händler-Reports.