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Kudos Titan 707 mit Furnier
Die Kudos Titan 707 ist eine ambitionierte Zweiwegebox mit enormen Tiefgang. Hier ist sie in der Furnier-Ausführung "Indischer Apfel" zu sehen (Foto: Kudos)

Kudos Titan 707 – Bass aus dem Isobarik

Die Kudos Titan 707 in der Totalen
Die Kudos Titan 707 ist eine Zweiwegebox mit drei Treibern: der zweite Tieftöner sitzt direkt hinter dem vorderen (Isobarik-Prinzip). Die Abmessungen (H x B X T): 105 x 30 x 37cm (Foto: Kudos)

Die britische Lautsprechermanufaktur Kudos (hierzulande im Vertrieb von Beat Audio) ist genau das, was man sich unter Klein & Fein vorzustellen hat. Chefentwickler Derek Gilligan dreht nie das große Rad, sondern entwickelt seine Lautsprecher höchst seriös und stets mit bewährter Technik. Selbst seine „Titan“ genannten Schallwandler sind „nur“ Zweiwege-Konstruktionen. So auch die neue Kudos Titan 707.

Schon seit jeher arbeitet Kudos eng mit dem norwegischen Treiber-Spezialisten SEAS zusammen. So kommt in der Kudos Titan 707 – wie übrigens in allen Titan-Modellen ­ – eine exklusiv für Kudos gefertigte Variante des legendären Crescendo-Hochtöners zum Einsatz.

Legendär deshalb, weil dieser Hochtöner mit seinem effizienteren Antrieb und dem einem Induktionsring aus Kupfer über Jahrzehnte immer wieder verfeinert wurde. Die neueste Generation ist so gelungen, dass Gilligan von einem „großen Sprung nach vorn“ spricht.

Auch die beiden 22 Zentimeter großen Mittel-/Tieftöner mit beschichteter Papiermembran werden eigens für Kudos bei SEAS gefertigt. Man sieht zwar nur einen, aber es sind deren zwei. Gilligan ist überzeugter Verfechter des Isobarik-Prinzips, bei dem ein Tiefmitteltöner auf der Schallwand sitzt und ein zweiter unsichtbar im Gehäuse direkt dahinter.

Mit dieser Kombination kann der Entwickler fast beliebig seine Tieftöner-Parameter beeinflussen. Im Falle der Kudos Titan 707 führt es dazu, dass die Standbox eine untere Grenzfrequenz von 25 (!) Hertz erreicht. Ein Super-Wert bei dieser Größe. „Zudem“, so Gilligan, „wird der Bass durch diese Konstruktion präziser.

Die Bassreflexöffnung legte er bewusst auf die Unterseite. Er verspricht sich davon mehr Flexibilität bei der Aufstellung und mehr Schalldruck im Tiefstbassbereich. Außerdem ist es einfach hübscher, wenn man nicht immer die Löcher in der Box sehen muss…

Die Fusspartie der Kudos Titan 707
Der Bassreflex-Ausgang der Kudos Titan 707 sitzt an der Bodenplatte. So gewinnt man im Tiefstbassbereich noch Schalldruck hinzu (Foto: Kudos)

Und noch ein Punkt treibt den Überzeugungstäter Gilligan: Frequenzweichen müssen möglichst flach verlaufen – seiner Meinung nach eine Grundvoraussetzung für hohe Wiedergabetreue. Die Frequenzweichen sind so konstruiert, dass sich die Kudos Titan 707 im Handumdrehen für den Aktivbetrieb, beispielsweise mit dem Exakt-System von Linn, vorbereiten lässt.

Das Anschlussfeld der Kudios Titan 707
Das Anschlussfeld der Kudos Titan 707 ist konsequent auf Bi-Wiring oder Bi-Amping ausgerichtet. Sogar eine Aktivierung ist möglich (Foto: Kudos)

So liebevoll wie die technische Konstruktion ist auch die mechanische: Das Gehäuse der neuen Kudos Titan 707 ist aus HDF-Platten unterschiedlicher Stärken zusammengesetzt, aufwändig verstrebt und zusätzlich bedämpft, um Vibrationen zu minimieren. Dass Gillian hier nichts dem Zufall überlässt, zeigt das Gewicht: Exakt 50 Kilo wiegt eine 707. Das ist für eine Box dieser Größe ganz schön schwer.

Die Fotos zeigen die 707 in der Ausführung „Indischer Apfelbaum“. Aber natürlich gibt es die hübsche Engländerin auch in Eiche Schwarz und Weiß Seidenmatt.

Die Kudos Titan 707 wird voraussichtlich ab Juli 2017 bei ausgewählten Kudos-Händlern in Deutschland und Österreich erhältlich sein. Der Verkaufspreise ist noch unbekannt – einfach zu neu, diese 707.

Weitere Informationen zur Titan 707 bei Beat Audio.

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