Braun LE Familie
Mit fast einem Jahr Verspätung bringt der britische Audio-Anbieter Pure die neuen Braun BT-Speaker auf den Markt. Der kleine LE03 kostet 380 Euro, der mittlere LE02 kostet 800 Euro und der große LE01 liegt bei 1.200 Euro (Foto: Braun)

BT-Speaker Braun LE01, LE02 & LE03: der Familientest

Braun ist eine Kultmarke und eine Kulturmarke. Dank des großen Designers Dieter Rams ist unter diesem Label in den 60er und 70er Jahren geniales HiFi-Design entstanden. Doch die Company trudelte, die Markenrechte wechselten. Lange war Braun vom hörbaren Markt verschwunden. Nun die Wiederkehr mit den drei hochspannenden Klangbotschaftern Braun LE01, LE02 und LE03: neue Technik mit alter Philosophie.

Direkt zum Fazit

Wie komme ich in die Walhalla? Scheinbar eine simple Frage. Einfach hinter Regensburg die Donau entlang – und da ist sie: Majestätisch erhebt sich ein griechischer Tempel über den Fluss. Darinnen: die größten Geister „teutscher Zunge“. So wollte es Ludwig I. von Bayern.

Viel schwieriger wird die Frage, wenn es darum geht, als Marmorbüste in der Walhalla aufgestellt zu werden. Wir sind uns sicher: Dieter Rams gehört dorthin. Er ist einer der einflussreichsten Designer der vergangenen 50 Jahre und natürlich auch „teutscher Zunge“. Allerdings bringt er eine entscheidende Eignung nicht mit: die geehrten Persönlichkeiten müssen 20 Jahre tot sein und können erst dann vorgeschlagen werden.

Dieter Rams erfreut sich bester Gesundheit. Zum Glück. Im nächsten Frühjahr wird er 89 Jahre alt. Seine Heldentaten sind vornehmlich für Braun entstanden: Plattenspieler, Regalsysteme, Taschenrechner, Verstärker. Zehn Thesen hat er schon Mitte der 70er Jahre ausformuliert. Darunter: „Gutes Design ist so wenig Design wie möglich.“

Kürzlich hielt Dieter Rams mal wieder Hof. Ein Designer-Team der britischen Audio-Marke Pure bat um eine Audienz, um die neue Lautsprecher-Serie unter dem Namen Braun vorstellen zu dürfen. Pure hatte die Markenrechte von Braun für Audio erworben – und die Design-Rechte gleich mit. Der Meister und Professor nickte freundlich und erteilte dem Trio seinen Segen. Keine Einwände.

Braun LE01 Logo
Exakt die gleiche Designsprache wie früher: Sieht man die neuen LE-Speaker, ist es für die Älteren unter uns wie ein Nachhausekommen (Foto: H. Biermann)

Auftritt mit Verspätung: Braun LE01, LE02 und LE03

Vorgestellt wurden die neuen Braun Speaker ja schon auf der IFA 2019. Die Pandemie und Lieferschwierigkeiten sorgten für eine fast einjährige Verspätungm doch nun stehen alle drei vor mir. Der LE03 ist ein Winzling, in der Front so klein wie eine Kachel, in der Tiefe wie ein dickeres Buch. Dann wird es gediegener: Der LE02 ist ein deutlich breiterer Lautsprecher mit echter Stereobestückung. Der Braun LE01 kommt dann schließlich als das maximal Denkbare daher: Ein Sideboard für das Sideboard.

Was alle drei erhöht: Sie können auch auf passgenauen Ständern aufspielen, entweder einzeln oder in der Stereo-Konstellation. Die Ständer sind massiv, aber nicht ganz billig. Beispiel: Der große LE01 kostet 1.200 Euro. Das finde ich angemessen günstig, es stimmt in allen Qualitätsstufen, vom Klang bis hin zum perfekten Finish. Wollen wir aber den formvollendeten Ständer haben, müssen wir weitere 300 Euro springen lassen. Pro Stück.

Braun LE02 Ständer Ambiente
Die Braun LE02 am Ständer in aufrechter Position. Hat man ein Stereoset, ist diese Ständer-Variante natürlich vorzuziehen (Foto: H. Biermann)

Denken wir bis zum Ende. Denn wie gesagt: Alle Modelle sind auch Stereo-fähig, bedeutet: ein LE links, ein zweiter rechts. Alle Preiskalkulationen können uns hier egal sein, denn wir bekommen, wie immer bei Braun, noch ein Lebensgefühl hinzu. Tipp: Einmal über die Webseite schweifen und sich inspirieren lassen (braun-audio.com). Da tun sich nämlich Wunder der Designsprache auf. So kann ich den LE01 waagrecht, aber auch senkrecht auf den Ständer schrauben. Faszinierend. Der komplette Eindruck im Wohnraum verändert sich.

Braun LE01 Sideboard-Ständer
Die edlen Tisch-Ständer sind im Lieferumfang enthalten. Nur für den aufrechten Stand muss man zukaufen (Foto: H. Biermann)

Das Konzept, die unsichtbare Technik

Ach ja, noch die klassische Frage. Es gibt alle Lautsprecher wahlweise in schwarzem oder weißem Aluminium-Korpus, die Frontbespannung ist stets schwarz. Und genau diese ist nicht dafür geschaffen, abgenommen zu werden. Wir mussten ein wenig fummeln, um die Klangwandler zu erblicken. Hey, das überraschte uns wirklich. Natürlich hatten wir eine große Verwandtschaft zu den Ur-Lautsprechern aus den frühen 70er Jahren vermutet.

Braun LE02 und LE1
Der Braun LE01 vor dem Ur-Ahn, dem Braun LE1, einem von Braun gelabelten Quad ESL 57. Heute erzielt man für diesen elektrostatischen Lautsprecher aus dem Jahre 1957 Höchstpreise (Foto: Braun)

Doch nichts davon. Die Neulinge sind faktisch nur eine Hülle – für die Designsprache von Braun. Denn im Inneren geht es hochmodern zu. Was auch erklärt, warum die Enkel schlanker daherkommen können. Zwar gilt es noch, einen Verstärker unterzubringen. Doch der folgt den Spielregeln der Class-D. Also alles rein digital, es wird nicht warm, man braucht nicht viel Platz. Gleich dahinter liegt eine intelligente Signalaufbereitung, ein Mix aus Weiche und Equalizer – ein DSP-Prozessor. Dann kommen die eigentlichen Membranen.

Braun LE02 Treiber
Der Braun LE02 hat viereckige BMRs – je einen pro Seite, damit auch beim Single-Betrieb ein Stereo-Eindruck entsteht. Die Tieftöner haben eine geprägte Aluminium-Membran (Foto: H. Biermann)

Hier kombiniert Braun (beziehungsweise Pure) bei seinen 2-Wege-Kombinationen herkömmliche Bässe mit Mittelhochtönern, die das Kürzel „BMR“ tragen. Das steht für „Balanced Mode Radiator“. Wir tippen mit dem Finger auf eine vollkommen plane Membran. Seltsam. Wie wird die Energie umgesetzt?

Eigentlich ganz klassisch, also nach dem Prinzip eines elektrodynamischen Treibers: Eine Schwingspule treibt die Fläche an. Aber anders als klassische Breitbänder arbeitet die BMR-Fläche nicht kolbenförmig, sondern wie ein Biegewellenwandler. Das heißt: Die gesamte Fläche resoniert breitbandig, aber mit unterschiedlichen Partialbereichen, die in unterschiedlichen Frequenzbändern resonieren.

Klingt komplizierter, als es in Wirklichkeit ist. Doch durch diese eigenwillige Wirkweise ist die Abstrahlung kaum gerichtet und leuchtet den ganzen Raum aus. Das Frequenzspektrum der von Braun eingesetzten BMRs reicht von 350 bis 25 000 Hertz. Nur die Bässe müssen den großen Tieftönern überlassen werden.

Braun LE01 BMR
Der BMR des Braun LE01 ist – anders als der des LE02 – rund. Die Funktionsweise mit der über die ganze Fläche entstehenden, in unterschiedlichen Frequenzbereichen resonierenden Partial-Bereichen ist natürlich die gleiche (Foto: H. Biermann)

Auch klanglich der Segen von einem Meister

Nun gab es bei der Entwicklung der Braun-Lautsprecher einen magischen Punkt: Die Designer waren fertig, die Pure-Techniker in Great Britain ebenfalls. Aber man war nicht glücklich. Die Profis brauchten noch einen Mann mit Erfahrung und geschulten Ohren. Karl-Heinz Fink erhielt einen Anruf. Der Mann rangiert im Bereich dessen, was wir „Urgestein“ nennen. Ein paar der besten Lautsprecher auf dem Weltmarkt tragen seine Gene – zum Beispiel die FinkTeam Borg. Er selbst führt ein vielköpfiges, internationales Team in Essen an. Bei den Lautsprechern von Braun half ihm seine große BMR-Erfahrung – immerhin hatte er seinerzeit Naims Ovator-Lautsprecher mit BMRs entwickelt.

Fink kennt also die Technologie, die Ansprache, die Klippen und die Chancen. Für Braun griff er nochmals zur Feile und passte das DSP minutiös auf Chassis und Korpus an. So stimmte er etwa die Lautstärke-abhängige Basswiedergabe ab: je lauter, desto weniger tief reicht der Bass. Einerseits reduziert dieser elektronische Trick Verzerrungen und sorgt somit für ein langes Lautsprecherleben. Andererseits wird bei Flüsterpegeln etwas Bass nachgeschoben, damit es trotz kleiner Lautstärken voluminös und erwachsen klingt. Wir sagen: Es ist ihm gut gelungen. Bei den Braun LE01 mischen sich Natürlichkeit und erstaunlicher Bassdruck.

Doch vor dem großen Klangvergleich müssen wir noch über die Ansteuerung von Braun LE01, LE02 und LE03 reden. Was mir wirklich gefällt: alle drei Modelle haben ein identisches Tastenfeld auf der Oberfläche. Das kann man bei völliger Dunkelheit bedienen. Wie ein Blitz flasht dazu ein besonderer Knopf. Würden wir noch in den 70er Jahren leben, dann hätte Braun wahrscheinlich den Einschaltknopf mit einem Licht unterlegt. Doch hier ist es der Knopf für das Mikrofon. Wir wissen immer, wann wir belauscht werden oder nicht. Das kann man als Paranoia abtun – doch der moderne Mensch möchte wissen, wann der Lautsprecher auf seine Worte hört, und wann nicht.

Braun LE01 Bedienfeld
Sprachsteuerung ist lässig und luxuriös, aber man weiß nie so genau, wie viel die smarten Speaker aufnehmen und weiterleiten. Braun hat hier einen Stop eingebaut: Leuchtet das Lämpchen rot, ist das Mikro aus (Foto: H. Biermann)

Kritischer Schulterschluss

Bleibt die Frage: Warum hat sich Braun in die Fänge von Google begeben? Ok, wir kommen mit jedem Handy per Bluetooth in die Boxen hinein. Doch wenn wir den großen Aufbau mit mehreren LE-Speakern im Multiroom planen, dann enthält sich Braun einer eigenen Lösung und empfiehlt uns an Google weiter. Also: Wir müssen die Google Home-App herunterladen, uns ausziehen, unsere Daten preisgeben. Erst dann können wir darüber bestimmen, ob beispielsweise ein Stereopaar der LE01 im Wohnzimmer aufspielt, ein einzelner LE02 in der Küche und zwei LE03 im Kinderzimmer.

Wie auch immer – Google ist immer dabei, kennt unsere Werte und unsere Wünsche. An dieser Stelle kann und muss man Braun ein kritisches Konzept vorwerfen. Fast alle Konkurrenten haben Geld in die Hand genommen und eine eigene App entwickelt. Warum diese Liaison mit Google? Ich verstünde, wenn dies für einige potenzielle Kunden ein Ausschlusskriterium wäre. Bei LowBeats haben wir uns für die Anmeldung einen weiteren Account im Netzwerk angelegt; man will ja nicht, dass Google auch noch die Passwörter vom Heim-Netzwerk kennt…

Braun LE-Speaker per Google im LowBeats Netzwerk
Nur mit der Google-App lassen sich die Multiroom-Möglichkeiten der Braun LE-Speaker  ausreizen (Screenshot: H. Biermann)

Braun LE01, LE02 & LE03: Herausragende Hörarbeit

Doch wenden wir uns den lichten Momenten zu. Abermals: Wir brauchen die Google-App nicht. Über einen schnellen Knopfdruck kommen wir auch per Bluetooth in die Braun-Lautsprecher hinein. Und dann wird es schön…

Vielleicht kennen Sie das: Vor der ersten Zungenberührung mit dem italienischen Eis sind Sie noch offen – danach beginnt ein Fest und Sie werden abhängig. Genau so ist es bei den Braun-Lautsprechern. Sie sind zuckersüß. Wir haben eine Vorstellung, werden aber von einem Rausch überrannt.

Deshalb ganz ehrlich: Das sind nicht die typischen Bluetooth-Tröten, sondern vollständige, ehrwürdige Lautsprecher. Die innere Harmonie stimmt. Der Klang aller drei LE-Speaker ist unaufgeregt-natürlich, mit sanften Höhen. Weil die BMR-Treiber ungerichtet abstrahlen, wird der Raum besser gefüllt als mit üblichen Lautsprechern. Und weil die Lautstärke-abhängige Tiefbass-Wiedergabe perfekt funktioniert, sind Pegel möglich, die man den hübschen Design-Speakern nicht zutrauen würde.

Dieser klangliche Eindruck gilt vom kleinsten bis zum größten Modell. Was den Unterschied ausmacht: Bereits eines der großen Braun LE01- oder des mittleren LE02-Modells bringt eine Art Stereo-Raum-Gefühl in unser Zimmer. Der kleine L03 hingegen kann als Single Speaker nur Mono. Aber im Team können beide viel mehr Raumklang entstehen lassen. Praktisches Beispiel: Ich aktiviere über die App die Braun Speaker im Wohnzimmer, im Esszimmer und in der Küche, um mit vollem Pegel Beatles Abbey Road zu hören.

Wahrscheinlicher aber ist diese Szenerie: Meine Tochter hört in ihrem Zimmer Musik (viel zu basslastig, würde ich nicht hören wollen) über zwei Braun-Modelle L03. Mit den passenden Ständern kostet das 1.160 Euro, klingt aber schon richtig gut. Ich hingegen lehne mich in ein Hörsofa zwischen zwei Braun L01, senkrecht an zwei Ständern aufgestellt.  Das macht dann 3.000 Euro, klingt aber gleich noch einmal viel souveräner. Habe ich ein schlechtes Gewissen gegenüber meiner Tochter, gegenüber mir selbst?

Braun LE01 Ambiente
Das Bild zeigt nicht den Autor, sondern ist dem Braun Katalog entliehen. Aber es zeigt die zwei Braun LE01 in der Stereo-Anwendung senkrecht an den LE-Ständern (Foto: Braun)

Nein. Hier umflutet uns tatsächlich ein sehr harmonischer, langzeittauglicher Klang. Da hat das Team um Karl-Heinz Fink eine herausragende Hörarbeit vollbracht. Denn aus der Schule geplaudert: Zu oft begegnen uns diese kompakten Bluetooth-Lautsprecher, die irgendwie angekränkelt wirken in ihrem Klangethos. Wollen wir es lauter haben, so legen insbesondere die Bässe zu, die Mitten und Höhen hingegen klingen wie unter der Daumenschraube – gequält. Nichts davon bei den Brauns, einem Werk von Meistern, von der kleinsten bis zur höchsten Ausbaustufe. Wie soll man diesen Klangcharakter beschreiben? Am besten an Beispielen.

Er hat es schon wieder getan: Till Brönner hat ein neues Album eingespielt: On Vacation. Diesmal an der Seite des US-amerikanischen Pianisten Bob James. Dazu Bass und Schlagzeug. Klassisch halt. 14 Tracks ohne jeden bösen Willen, alles extrem geschmeidig. Darin kann man sich verlieben, insbesondere wenn man das Album über den großen Braun-Lautsprecher erlebt.

Til_Broenner_On_Vacation_Cover
Feiner, cooler Jazz, wie üblich bei Till Brönner perfekt aufgenommen (Cover: Amazon)

Die Wiedergabe ist schnörkel- und mühelos. Wir hatten den LE01 auch als Doppelpack in der Stereo-Variante. Und da fiel auf: Er produziert einen sensationellen Bass. Nicht einfach nur satt und voluminös, wie man es von Smart Speakern gewohnt ist, sondern ungemein sauber. Eine solche Farbigkeit und Akkuratesse im Bassbereich hört man auch bei deutlich teureren HiFi-Lautsprechern nur selten.

Der Braun LE01 ist klar der Primus. Aber nicht unter gleichen. Bei ihm gibt es im Einzelaufbau tatsächlich eine Stereo-Aura und die Gegenwart von unbegrenzter Klangkraft. Der LE02 tut sich eine Spur schwerer, alles wirkt gezügelter, aber immerhin gibt es den schönen Schimmer. Ich hätte nichts dagegen, das Brönner-Album an einem sonnigen Herbstabend über diesen Lautsprecher mit dem Blick ins Grüne zu genießen. Der kleine LE03 ist ein reiner Spielgefährte für Küche, Bad, Flur und im Doppelpack bestens für das Kinderzimmer.

Braun LE01, LE 02 & LE03 im virtuellen Hörtest

Für alle, die unsere Höreindrücke nachvollziehen wollen, haben wir die neuen Braun LE01, LE02 & LE03 mit dem LowBeats Aufnahmeverfahren im Wohnraum-Studio aufgenommen: immer am gleichen Platz, immer in der App optimal auf die Position eingerichtet und natürlich im Pegel angepasst.

Braun LE02 Ambiente
Unser Referenz-Abspielplatz im LowBeats Wohn-Hörraum. Genau an diesem Platz auf dem Ikea Sideboard standen alle drei Braun-Speaker für die Aufnahme. Hier der LE02 (Foto: H. Biermann)

Der Hörtest ist denkbar simpel. Sie schließen einen guten Kopfhörer (idealerweise über einen Kopfhörer-Verstärker-DAC) an Ihren Rechner an, klicken auf das Bild und landen direkt in dem virtuellen Braun-Familientest. Hier haben wir ein Potpourri unterschiedlichster Musik in einem Track zusammengeschnitten, mit dem Sie die klanglichen Unterschiede schnell herausfinden werden. Einfach einen Speaker anklicken, hören, stoppen und dann mit der Maus den nächsten Speaker anklicken/anhören. So können Sie direkt nachvollziehen, warum wir uns der große LE01 so ans Herz gewachsen ist.

Soundcöoud Familientest Braun LE
Mit einem Klick auf das Bild kommen Sie direkt in den Klangvergleich. Viel Spaß!

Kleiner Tipp noch: Man kann mit der Mouse jede Stelle in unserem Potpourri ansteuern; man muss also nicht jedes Mal von vorn starten.

Fazit Braun LE01, LE02 & LE03

Jeder wird zuerst das Design wahrnehmen. Das ist großartig gelungen. Es spielt mit den bekannten Formen der 60er und 70er Jahre und ist dennoch hochmodern. Die hochwertige und elegante Verarbeitung flankiert das Erlebnis: das sind echte Braun-Werte. Rein äußerlich habe ich lange schon nicht mehr so etwas Überzeugendes gesehen. Es ist, als wäre Braun nie weggewesen.

Überzeugen kann auch der Klang. Klangveredler Karl-Heinz Fink hat das Zusammenspiel von Elektronik und Membranen perfekt auf den Punkt inszeniert – das klingt sehr viel mehr nach HiFi und großen Systemen, als man von Bluetooth- oder Smart-Boxen gewohnt ist. Im Falle der drei Braun LE-Speaker gilt: Wer am meisten ausgibt, bekommt auch den meisten Klang. Die großen LE01 – und mit Abstrichen auch die mittlere LE02 – klingen im Paar absolut erwachsen: viel mehr braucht das moderne Wohnzimmer nicht. Aber auch die kleine LE03 macht auf dem Schreib- oder Nachttisch richtig viel Spaß.

Mit 1.200, 800 oder 380 Euro zählen die Braun-Speaker natürlich nicht zum Günstigsten, was der Markt hergibt. Sollen sie ja auch nicht. Es sind auf ihre Art Edelspeaker, jeder für sich fair bepreist. Ich kann nur sagen: Schön, dass sie (wieder) da sind.

Braun LE01 Ambiente
Das Braun Design passt in jedes moderne Ambiente (Foto: Braun)
Natürlich-neutraler Klang mit guter Raumausleuchtung
Apple AirPlay 2, Chromecast, Sprachsteuerung
Ikonisches Design
Google Steuer-Software

Vertrieb:
Aqipa GmbH
Gutenbergstraße 3
82178 Puchheim
Tel: 089 217049 777

www.aqipa.com

Preis (Hersteller-Empfehlung):
Braun LE03: 380 Euro

Dynamisch-neutraler Klang mit guter Raumausleuchtung
Apple AirPlay 2, Chromecast, Sprachsteuerung
Ikonisches Design, auch als Stereo Ständervariante ein Hit
Google Steuer-Software

Vertrieb:
Aqipa GmbH
Gutenbergstraße 3
82178 Puchheim
Tel: 089 217049 777

www.aqipa.com

Preis (Hersteller-Empfehlung):
Braun LE02: 800 Euro
Ständer: 200 Euro

Braun LE01
2020/11
Test-Ergebnis: 4,6
Überragend
Bewertung
Klang
Praxis
Verarbeitung

Gesamt

Die Bewertung bezieht sich immer auf die jeweilige Preisklasse.
Natürlich-druckvoller Klang, fantastisch sauberer Bass
Apple AirPlay 2, Chromecast, Sprachsteuerung
Ikonisches Design
Google Steuer-Software

Vertrieb:
Aqipa GmbH
Gutenbergstraße 3
82178 Puchheim
Tel: 089 217049 777

www.braun-audio.de

Preis (Hersteller-Empfehlung):
Braun LE01: 1.200 Euro

Technische Daten

Smart Speaker Braun LE01, LE02 & LE03
Abmessungen
(B x H xT)
Braun LE03:17,0 x 17,0 x 8,4 cm
Braun LE02:48,0 x 17,1 x 8,5 cm
Braun LE01:70,0 x 27,1 x 9,9 cm
Bestückung
Braun LE03:1 x BMR, 1 x 8 cm Bass, 1 x Passivmembran
Braun LE02:1 x BMR, 1 x 13 cm Bass, 2 x Passivmembran
Braun LE01:3 x BMR, 2 x 13 cm Bass, 2 x Passivmembran
Eingänge:Apple Airplay 2 Chromecast™ built-in Bluetooth® 4.2 mit AAC
3.5mm Aux-in
Besonderheiten:Sprachsteuerung, Pegel-abhängige Tiefbass-Wiedergabe, Multiroom-fähig
sehr wertige, zum Design passende Ständer erhältlich
Alle technischen Daten

Autor: Andreas Günther

Andreas Günther
Der begeisterte Operngänger und Vinyl-Hörer ist so etwas wie die Allzweckwaffe von LowBeats. Er widmet sich allen Gerätearten, recherchiert aber fast noch lieber im Bereich hochwertiger Musikaufnahmen.