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Ferrari California T Cabriolet mit JBL Pro
Der King unter den Cabriolets für Audiophile: Ferrari California T mit JBL Pro (Foto: Harman)

Die besten Cabriolets für Audio-Fans

Windkraft-Anlagen: Der Fahrwind streichelt das  Gesicht, die Musik schmeichelt den Ohren. Dazu untermalt der V8-Turbomotor mit einer unnachahmlichen Mischung aus Grummeln und Kreischen das ganze Szenario. Der Fahrer dirigiert die Dosierung dieses legalen Drogen-Cocktails mit dem Gaspedal. Eine Fahrt im offenen Ferrari California T ist ganz großes Kino. Doch für eine Überdosis Frischluft, unlimitierte Kopffreiheit und kolossalen Sound muss man ja nicht zwangsläufig 200.000 Euro auf den Tisch legen. Zum Höhepunkt der Open-Air-Saison verschafften wir uns deshalb einen Überblick über das Angebot an begehrenswerten Cabriolets mit ambitionierten Audio-Systemen.

Ein Quantum Schalldruck: Ganz oben steht zweifellos der besagte Ferrari California T mit seinem Sound-System von JBL Pro. Diese Anlage vereinigt alles, was es braucht, um der Besatzung des 320 Stundenkilometer schnellen Sportwagens selbst im Stand wohlige Schauer den Rücken herunter zu jagen.

Da wäre zunächst die in diesem Umfeld zu orkanartigen Ausbrüchen fähige Leistung von 1280 Watt, die sich auf 12 Lautsprecher verteilt. Die Güte der Treiber trägt ebenso zum überragenden Gesamtergebnis bei wie Quantum Logic, das in Verbindung mit gekonnter Lautsprecher-Positionierung für eine extrem weitflächige Bühne sorgt.

JBL-Pro im Ferrari California T
JBL-Pro im Ferrari California T bedeutet den vorläufigen Gipfel auf der nach oben offenen Cabrio-Scala (Foto: Harman)

Ganz besonders gut gelang den Entwicklern von Harman Automotive außerdem der extrem tief reichende und saubere Bass. Hier setzt der Ferrari Maßstäbe, an denen sich selbst große Limousinen messen müssen. Meist fehlt es den Sound-Systemen in Cabriolets genau in jenem entscheidenden Bereich an Durchzugs- und  Differenzierungsvermögen, weil ein brummiger Oberbass über den Mangel in den untersten Oktaven hinwegtäuschen soll.

Und weil natürlich gerade Sport Cabriolets eine enge Kabine haben und deshalb zum Mitschwingen neigen. Es ist wie zu Hause: Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. In den Höhen genügt es, einen guten, richtig positionierten Hochtöner zu verwenden und ihn sauber anzusteuern, schon kann nicht mehr viel schief gehen.

Im Bass dagegen zählen Leistung und Membranfläche sowie eine extrem resonanzarme Umgebung. All das ist im Auto Mangelware. Den Karosseriebauern sind die Lautsprecher ohnehin ein Dorn im Auge, den sie gerne so klein wie möglich halten möchten.

Cabriolets: Porsche Carrera Cabrio mit Burmester-Sound
Porsche Carrera Cabrio mit Burmester-Sound: Die feine Art des offenen Genusses (Foto: Porsche)

Deshalb müssen die Sound-Experten auf allerlei Tricks zurückgreifen. So verwendet beispielsweise Porsche seit der Markteinführung des neuen Carrera ein für akustische Belange modifiziertes Karosserieteil, den so genannten Windlaufrahmen unterhalb der Frontscheibe, als Subwoofer-Gehäuse.

Und dank der stabilen Karosseriestruktur kann sich der Zuffenhausener Sportwagenhersteller vergleichsweise riesige 22-cm-Bässe in den Türen leisten. Zudem trägt eine ausgeklügelte Lautsprecher-Geometrie in Verbindung mit Neodym-Magneten zu Einsparungen in punkto Platzbedarf und Gewicht bei.

Das Seltene-Erden-Metall weist eine höhere Magnetfelddichte als Ferrit auf, was zu kompakteren, aber nicht minder leistungsfähigen Antrieben führt. Weil die Tieftöner für langen, linearen Membranhub optimiert werden, lassen sich trotz moderater Membrandurchmesser große Luftmengen im Bass bewegen, was in der Enge eines Sportwagens wie dem zweisitzigen Porsche Boxster zu eindrucksvollen Resultaten führt.

Mit solchen Maßnahmen hält beispielsweise Bose die Nebenwirkungen des anspruchsvollen Musikgenusses so gering wie möglich.

Burmester oder Bose: Bei Porsche Cabriolets herrscht Vielfalt

Dennoch spielt der amerikanische HiFi-Spezialist in Zuffenhausen inzwischen nur noch die zweite Geige. Nachdem Audio-Pionier Bose nicht zuletzt auch mit seinem Sound-System für den Maybach die deutschen Premiumhersteller auf den Geschmack gebracht hatte, ging die High-End-Fraktion, angeführt von der Berliner Edelschmiede Burmester, auf die Straße.

Der deutsche Top-Anbieter brachte im Hochtonbereich erstmals den technisch aufwendigen Air Motion Transformer (AMT) ins Auto und verwendet für seine Lautsprecherkörbe massiven Druckguss, wo andere auf Kunststoff setzen.

Jetzt besetzt Bose für nicht mal 2.000 Euro die goldene Mitte zwischen dem serienmäßigen Audio-System und der rund 5.400 Euro teuren High-End-Option von Burmester. Wer das ab knapp 130.000 Euro erhältliche Porsche Carrera Cabriolet mit dem auf ihn persönlich abgestimmten Sound-System bestellt, kann sich glücklich schätzen, nach dem in jeder Hinsicht überirdischen California T die sicherlich begehrenswerteste Auto-Anlagen-Kombination in der offenen Klasse zu besitzen.

Cabriolets: Porsche Boxster S mit Bose-System
Der Porsche Boxster S mit Bose-System ist eine noch nicht völlig abgehobene Möglichkeit, Sportwagen und Spitzenklang zu genießen (Foto: Bose)

Doch auch der Boxster stellt mit der verhältnismäßig günstigen Bose-Option und ganz besonders mit dem noch knackigeren, dynamischeren Burmester-System eine kaum weniger begeisternde, dabei aber wesentlich erschwinglichere Alternative zum Carrera dar. Was uns an Cabriolets mit aufregenden Anlagen noch gefällt, finden Sie in unserem Überblick.

Schließlich kann auch ein Mini mit seinem Harman/Kardon HiFi-Lautsprecher-System jenes Kribbeln erzeugen, das gerade Cabriolet-Fans von ihrem Fahrzeug erwarten: Genau wie der California und der Carrera macht auch der Mini – und er schafft das inklusive Anlage für unter 30.000 Euro – den Weg zum Ziel.

Cabriolets: Mini Cooper S Cabrio mit Harman/Kardon-System
Das Mini Cooper S Cabrio mit dem HiFi-System von Harman/Kardon ist eine vergleichsweise günstige Art, Klang. Sport und Fahrtwind zu huldigen (Foto: Mini)

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