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Alon Wolf bei der DEmo der Magico M3 bei My Sound
Magico Chef Alon Wolf (rechts) bei der Vorführung seiner neuen M3 im Starnberger My Sound (Foto: H. Biermann)

Magico M3: Die Beste aller Magicos?

Die Magico M3 in ihrer ganzen Pracht: Dank Alu-Gehäuse wiegen sie 145 Kilo – pro Stück!
Die Magico M3 in ihrer ganzen Pracht: Dank Alu-Gehäuse wiegen sie 145 Kilo – pro Stück!

Wir hatten das Event ja angekündigt: Am 18. und 19. November feierte die neue Magico M3 ihre Deutschland-Premiere bei My Sound in Starnberg. Begleitet wurde das Ganze von Magico Chef Alon Wolf himself, der seinen gar nicht so kleinen Schatz an hervorragend aufgenommener Musik mitgebracht hatte.

Star des Wochenendes war dennoch die Magico M3. Über die Technik des Dreiwege-Lautsprechers mit seinen drei Tieftönern und dem einzigartigen Hochtöner mit Beryllium/Diamant-Kalotte haben wir schon berichtet. Weitergehende Informationen findet man unter www.my-sound.net.

Das eigentlich Interessante an diesem Event aber war die Antwort auf die Frage: ist die Magico M3 tatsächlich der Beste aller Magico Lautsprecher, wie Wolf es nach einigem Zögern postulierte?

Immerhin gibt es einige Modelle in der Angebotspalette, die teurer sind…

Ich bilde mir ein, alle Magicos ganz gut zu kennen und die M3 ist tatsächlich noch einmal besser als alle anderen. Der am häufigsten gefallene Begriff an dem Wochenende im My Sound war „Energie“.

Energie vor allem in den Mitten. Bläser und Stimmen hatten etwas unglaublich Müheloses und waren dennoch extrem körperhaft.

Die Magico M3 spielte offener, feiner und sehr viel direkter als alle anderen Magicos – wenn wir das Überhorn Ultimate II einmal ausnehmen.

Denn das darf man sagen: Bei aller Qualität dieser amerikanischen Edellautsprecher hatten sie doch bislang auch immer etwas Zurückhaltendes. Die M3 gibt jegliche Zurückhaltung auf – sie zeigt alles, was auf der Aufnahme ist.

Wolf spielte die Gitarrenaufnahme eines Freundes, das klang so unfassbar echt. Ich weiß nicht, ob man mit klassischem HiFi wirklich authentischer hören kann.

Wolf erklärt den klanglichen Fortschritt vor allem mit dem neuen Hochtöner und dem speziellen, runden Mitteltongehäuse, das den neuen Mitteltöner um so vieles besser macht.

Denn je weniger Störungen durch Reflexionen der nach hinten abgestrahlten Energie auftreten (oft durchdringen die reflektierten Schallwellen die vergleichsweise dünne Membran mit einer Zeitverzögerung und verfälschen so die Impulse), desto weniger Gegenmaßnahmen muss man ergreifen und umso offener und klarer klingt dieser Bereich.

Natürlich darf man an dieser Stelle das Umfeld nicht vergessen. My Sound-Besitzer Wolfgang Linhard hat auch diesen Vorführraum, in dem die Magico M 3 spielte, in vielen, vielen Stunden akustisch zur Perfektion getunt.

Und die Kette, bestehend aus Vorstufe Spectral 30 SV, Class-A Endstufen Pass XA 200.8 und das mehr oder minder größte Gedeck, das der amerikanische Kabelspezialist MIT im Programm führt, dürfte ebenfalls mit zum Besten zählen, was man derzeit auffahren kann.

Unterm Strich steht eine der besten, wenn nicht DIE beste Vorführung der letzten Jahre.

Aber auch eine Preiskorrektur: Hatten wir bislang die Magico M3 auf 80.000 Euro taxiert, lagen wir tatsächlich um 20.000 Euro zu niedrig. Bei so hohen Preisen, bei denen einem der Atem stockt, darf man – wie ich finde  – auch Atemberaubendes erwarten.

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Innenaufnau der Magico M3
Das Foto aus der Montage zeigt die vielfachen Alu-Verstrebungen der M3. Auch gut zu sehen: das akustisch optimierte Gehäuse für den Mitteltöner (Blau) (Foto: Magico)
Die gewebte Struktur des Magico M3 Konus-Materials
Das Bild zeigt die gewebte Struktur des Konus-Materials. Es hat eine bislang unerreichte Steifigkeit (Foto: Magico)
Der Hochtöner der Magico M3
Der Hochtöner der Magico M3 ist ein Meisterwerk – vor allem, weil er die Werkstoffe Beryllium und Diamant verbindet (Foto: Magico)
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Weitere Informationen zur M3 unter www.audio-components.de

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