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Klassischesy Outfit: McIntosh MA 252 AC
Das bekannte McIntosh Design findet sich auch beim MA 252 AC wieder. Der Hybrid-Vollverstärker kostet 4.880 Euro (Foto: McIntosh Labs)

McIntosh MA 252 AC – der 1. Hybrid-Amp von Mac

Die Transistor-Verstärker von McIntosh Labs sind Legende. Erst unlängst erneuerten die New Yorker ihr komplettes Vollverstärker-Programm und bringen mit MA 5300 bis MA 9000 frischem Wind, altbekanntes Äußeres, bekannte und neue Tugenden und das alles zu einem etwas günstigeren Preisen in die Läden. Legendär aber sind auch die Röhren-Verstärker von McIntosh, von denen die großen Transistor-Amps ihr absolutes Alleinstellungsmerkmal haben: Die Ausgangstransformatoren, die bei den meisten Röhren notwendig sind, bei Transistor-Endstufen aber nur für etwas mehr Stabilität und eine gewisse Coloration des Klangs sorgen. Und aus all diesem Wissen entstand jetzt der erste Hybrid-Verstärker der Amerikaner: der McIntosh MA 252 AC.

Der McIntosh MA 252 AC von vorn
Der McIntosh MA 252 AC in voller Größe (Foto: McIntosh Labs)

McIntosh-Kenner werden nicht lange überlegen müssen, woher sie das Design des McIntosh MA 252 AC kennen: Es stammt von der Mono-Röhrenendstufe MC75, die aus diesem Gehäuse 75 Röhrenwatt zaubert.

Der MA 252 AC indes kommt auf 2 x 100 Transistor-Watt an 8 Ohm oder 160 Watt an 4 Ohm. Es handelt sich hier um den Leistungsbereich des kleinsten Mac-Amps, des MA 5300.

Der McIntosh MA 252 AC von der SEite
Spätestens von der Seite erkennt man, woher der MA 252 sein Design hat: es entspricht der Mono-Endstufe MC75 (Foto: McIntosh Labs)

Kleiner Einschub: Für alle, die sich wundern, was das AC-Kürzel am Ende des Namens bedeutet. Fast alle in Deutschland gehandelten Mac-Geräte durchlaufen das Tuning des deutschen Audio Components- (AC-) Vertriebs. Das Kürzel garantiert die klangfördernden Maßnahmen.

Die Vorstufenröhren des McIntosh MA 252 AC
Die Vorstufenröhren 12AX7a und 12AT7 sind zwar durch Gitter geschützt, aber dennoch gut sichtbar (Foto: McIntosh Labs)

Aber weiter mit dem McIntosh MA 252 AC. Das Besondere an ihm ist – neben dem unüblichen Design – die gut sichtbare Röhrenvorstufe.

Ausgestattet mit jeweils zwei 12AX7a und 12AT7 Vakuumröhren will dieser kleine Hybrid-Verstärker die klangliche Brücke zwischen den großen Transistor-Boliden und den wohlfeil klingenden Röhren des Programms schlagen. Und weil er nicht nur nach den guten alten Tagen aussieht (und auch ein bisschen so klingen soll), ist auch sein Ausstattungs-Paket ein bisschen wie früher:

Der McIntosh MA 252 AC hat ein komplett analoges Layout, mit zwei unsymmetrischen, einem symmetrischen und einem MM-Phonoeingang. Alle vier Eingänge können zwecks Bedienungsvereinfachung vom Musikfreund individuell benannt werden.

Eine klassische Bass-/Hochtonregelung hilft bei der Anpassung an den Raum oder an den Geschmack und ein Subwoofer-Ausgang bietet die Möglichkeit, auch smarte Sub/Sat-Systeme anzuschließen.

Weitere Besonderheiten des McIntosh MA 252 AC

Hervorzuheben ist die Sicherung, die den Signalpegel mit Lichtgeschwindigkeit überwacht und diesen bei Bedarf anpasst, damit bei hohen Verzerrungen und Clipping Lautsprecherbeschädigungen ausgeschlossen werden, sowie der High Drive Kopfhörerverstärker für Kopfhörer von 20 – 600 Ohm. Die Abmessungen des McIntosh MA 252 AC sind ungewöhnlich: 30,5 x 19,4 x 45,7 cm (B x H x T), das Gewicht ist mit 12,7 Kilo standesgemäß hoch.

Nach Aussage des Vertriebs Audio Components soll der außergewöhnliche Hybrid-Amp im Januar 2018 für 4.880 Euro in die Läden konmen.

Weitere Informationen zum MA 252 AC unter www.audio-components.de.

Weitere McIntosh Geräte:
Test McIntosh MA 7900 AC – Power & Passion
Test McIntosh MX 122 – die Edel-AV-Vorstufe

Autor: Holger Biermann

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Chefredakteur mit Faible für feinste Lautsprecher- und Verstärkertechnik, guten Wein und Reisen: aus seiner Feder stammen auch die meisten Messe- und Händler-Reports.