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Der neue Technics SP-10R
Der neue Technics SP-10R. Komplett mit Zarge und Tonarm (gibt es beides noch nicht) soll er etwa 16.000 Euro kosten (Foto: H. Biermann)

Technics SP-10R auf der IFA 2017

Technics SP-10R und SC-C70: Etwas abseits von der großen Panasonic Ausstellung hatte auch Technics wieder seinen edlen Auftritt auf der IFA. Als Abrundung seiner klassischen Komponenten nach unten hatte Technics die All-In-One Komplettanlage SC-C70 entwickelt.

Das Ding ist in Größe und Funktion dem Naim Muso sehr ähnlich, vielleicht noch etwas schicker und hat im Gegensatz zum Muso ein integriertes CD-Laufwerk. Nicht übel, zumal das Gerät wirklich lecker aussieht und nicht einmal 700 Euro kosten soll.

Es standen zwei SC-C70 zum Ausprobieren auf den Tischen und der erste Eindruck war absolut überzeugend: ein ausgewogener Klang mit natürlichen Mitten und einem kräftigen Bass.

der TechnicsSC-C70
Äußerst adrett, klanglich erstaunlich erwachsen und gar nicht teuer: der Technics SC-C70 (Foto: H. Biermann)

Star des Auftritts aber war ein erstes Muster des neuen Technics SP-10R. Nachdem die Japaner ihren Verkaufsschlager SL-1210 wieder reanimiert haben, wird nun mit dem SP-10R die zweite Legende wiederbelebt.

Wann genau er kommen soll, war nicht klar (avisiert ist aber Frühsommer 2018), was er kosten soll, wurde nicht gesagt. Aber es kursieren Gerüchte: ohne Zarge wird das Direktantriebs-Laufwerk wohl noch so eben vierstellig, also unter 10.000 Euro bleiben. Mit Zarge (für bis zu drei Tonarmen) plus neuem Tonarm soll der neue Technics SP-10R dann etwa 16.000 Euro kosten.

Der Technics SP-10R von vorn und ohne Zarge
Der Technics SP-10R von vorn und ohne Zarge sieht extrem edel aus. Die Bilder sind alle etwas bescheiden, weil er nur hinter dickem Glas zu fotografieren war (Foto: H. Biermann)

Und wahrscheinlich ist er es wert: Technics hatte die Ahnenreihe des SP-10R komplett aufgefahren: SP-10 MK 1, Mk II und der heute extrem hoch gehandelte MK III standen dort aufgereiht – und ihre Lager/Tellereinheiten ebenfalls.

Die Ahnenreihe des Technics SP-10R.
Die Ahnenreihe des Technics SP-10R. Im Vordergrund der SP-10 MK III (Foto: H. Biermann)

Da konnte man die Unterschiede gut sehen. Der neue Technics SP-10R hat einen dreischichtigen, 7 Kilo schweren Plattenteller, einen hoch exakten Antrieb, der ihn wieder in Sekundenbruchteilen auf Sollgeschwindigkeit katapultiert und wie auch der MK III eine externe Motorsteuereinheit.

Die Antriebseinheit von Technics SP 10 MK I bis zum neuen Technics SP-10R
Die Antriebseinheit von Technics SP-10 MK I bis zum neuen SP-10R (Foto: H. Biermann)

Und das sind auch die Bestandteile, die bereits fertig sind, hieß es. Tonarm und Zarge sind noch in Arbeit. Aber das macht nichts. Auf diese Maschine warten wir gern auch noch länger: Denn neben all den technischen Feinheiten, die sie zu bieten scheint, sieht der Technics SP-10R einfach ungemein lecker aus.

Ich bin mir sicher, dass dieser neue SP-10R auch das Interesse an den alten SP-10 wieder befeuern wird. Eindeutig eines meiner Messe-Highlights.

Weitere Informationen zum SP-10R unter www.technics.com/de

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