Trinnov Audio Altitude 16 und Altitude 32 konvertieren per Update einen Digitalausgang zu ADAT-Schnittstelle und erhalten damit 4 zusätzliche Kanäle! Dazu kommt IMAX Enhanced nun offiziell (Foto: Trinnov Audio)
Trinnov Audio Altitude 16 und Altitude 32 konvertieren per Update einen Digitalausgang zu ADAT-Schnittstelle und erhalten damit 4 zusätzliche Kanäle! Dazu kommt IMAX Enhanced nun offiziell (Foto: Trinnov Audio)

4 zusätzliche Kanäle für Trinnov Altitude 16 und Altitude 32 plus IMAX – per Update!

Es klingt wie ein Aprilscherz, aber es stimmt: Per Software-Trick gibt es kostenlos vier zusätzliche Kanäle für Trinnov Audio Altitude 16 und Altitude 32 zu den vorhandenen. Der Trick dafür ist so innovativ wie genial…

Blicken wie einige Jahre zurück: Ende der 80er und in den 90er Jahren zog die digitale Revolution in die Tonstudios ein. Dummerweise gab es damals dafür keine clevere Verkabelung; die musste also ersonnen werden. Beispielsweise für die Firma Alesis mit ihren beliebten, weil vergleichsweise preiswerten 8-Spur-Digitalrecordern. Die Amerikaner nutzten damals höchst innovativ zweckentfremdete S-VHS-Kassetten zur Aufzeichnung.

Ursprung der ADAT-Schnittstelle: ADAT-8-Spur-Audio-Recorder von Alesis (Foto: Bomba Rassss)
Ursprung der ADAT-Schnittstelle: ADAT-8-Spur-Audio-Recorder von Alesis (Foto: Bomba Rassss)

Für die entsprechende Verkabelung tüftelten die Alesis-Ingenieure an der (ursprünglich für Stereo-CD-Format – also 2 x 16Bit/44,1kHz gedachten) optischen Toslink-Schnittstelle, bis diese 8 x 16Bit mit 48kHz für die Recorder lieferte. Und sie gaben dem Kind auch einen Namen, der direkt auf dieses Sicherungsverfahren hinwies: ADAT (Alesis Digital Audio Tape). In der aktuellen Fassung der ADAT-Schnittstelle gehen auch 24Bit mit 48kHz achtkanalig, aber auch 4 x 96kHz – ebenso, wie das Trinnov jetzt per Update anbietet. Dazu wird der normale Stereo-Digitalausgang von SPDIF auf ADAT konvertiert.

Trinnov Altitude 32 bekommt Update mit ADAT-Schnittstelle (Foto: Trinnov Audio)
Trinnov Altitude 32 bekommt Update mit ADAT-Schnittstelle (Foto: Trinnov Audio)

Der Clou bei diesem Update der Franzosen: Es stehen damit nicht nur vier weitere Ausgangskanäle bereit. Sowohl im Trinnov Audio Altitude 16 als auch im Altitude 32 reichen die Prozessorpower und der Speicher, um tatsächlich weitere vier Kanäle zu decodieren und zu verarbeiten. Damit lässt sich beispielsweise mit einem Altitude 16 nun ein kompromissloses Lautsprecher-Setup im Format 9.4.6 realisieren: mit 7.1 plus Front-Wide-Kanälen, vier separat entzerrten Subwoofern und sechs Höhenkanälen. Und man hat dann immer noch einen Kanal übrig, um etwa einen Front-Center-Height für DTS:X Pro, Auro-3D und IMAX zu ergänzen.

IMAX Enhanced: nun offiziell in Trinnov Altitude Modellen zertifiziert (Logo: IMAX)
IMAX Enhanced: nun offiziell in Trinnov Altitude Modellen zertifiziert (Logo: IMAX)

Apropos IMAX. Der IMAX Enhanced Modus wird im Update gleich mitgeliefert. Beziehungsweise der nun fertig zertifizierte Modus, der bereits seit einigen Firmware-Generationen die Signale korrekt und vollständig decodiert. Dazu muss man wissen, dass der IMAX Enhanced Modus auf DTS:X Pro basiert und die Hardware-Entwicklungsplattform für DTS – man ahnt es – ein Trinnov ist. Erst wenn die Entwicklung und das Feintuning der DTS-Decoder-Software auf dem Trinnov mit seiner klassischen CPU-Plattform fertig programmiert sind, geht es an die Umsetzung der Algorithmen für die DSP-Chips konventioneller AV-Receiver. Dolby arbeitet ähnlich, also ebenfalls mit Trinnov zusammen. Nun ist der lauffähige IMAX Enhanced Modus zertifiziert, wird offiziell benannt und durch die Statusbits im Audiostrom des Blu-ray-Player automtisch angewählt.

Trinnov Altitude 16 bekommt Update mit ADAT-Schnittstelle (Foto: Trinnov Audio)
Trinnov Altitude 16 bekommt ein Update mit ADAT-Schnittstelle (Foto: Trinnov Audio)

Doch zurück zur ADAT-Schnittstelle, wo es zuvor einen konventionellen Toslink-Anschluss gab. Wie kommt man an die vier zusätzlichen Kanäle? Antwort: Es braucht einen D/A-Wandler oder einen Schnittstellenkonverter aus dem Studiobereich. Die sind in unterschiedlichsten Qualitäten und Preisen bereits schon unter 1.000 Euro zu haben. Damit bekommt man mit dem Trinnov Altitude 16 einen echten 20-Kanal-Prozessor und auch beim Altitude 32 je vier Kanäle mehr als die bisherige Version liefert. Wir meinen: Nicht schlecht, für ein kostenloses Firmware-Update – das übrigens Mitte Oktober 2021 geliefert werden soll.

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Autor: Raphael Vogt

Technischer Direktor bei LowBeats und einer der bekanntesten Heimkino-Experten der Republik. Sein besonderes Steckenpferd ist die perfekte Kalibrierung von Beamern.