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Im Test: AV-Vorverstärker/Akustik-Prozessor Trinnov Altitude 16 plus 8-Kanal-Endstufe Trinnov Amplitude 8m. 14.870 + 7.500 Euro (Foto: R. Vogt)
Im Test: AV-Vorverstärker/Akustik-Prozessor Trinnov Altitude 16 plus 8-Kanal-Endstufe Trinnov Amplitude 8m. 14.870 + 7.500 Euro (Foto: R. Vogt)

Test: Trinnov Altitude 16 + Amplitude 16 – die „kleinen“ Referenzen

Seit einigen Monaten schon liefert Trinnov seine „kleinen“ AV-Komponenten aus: AV-Vorverstärker/Akustik-Prozessor Trinnov Altitude 16 und die 8-Kanal-Endstufe Trinnov Amplitude 8m.

Trinnov Altitude 16 und Amplitude 8m (Foto: R. Vogt)
Av-Prozessor Trinnov Altitude 16 und 8-Kanal-Endstufe Amplitude 8m (Foto: R. Vogt)

Auf die Gefahr hin, überheblich zu klingen: Das sind die abgespeckten Versionen der bereits getesteten Referenz-Überflieger Trinnov Altitude 32 und der von einer Einzelperson praktisch nicht bewegbaren Amplitude 8.

Selbst diese Junior-Versionen kosten noch über 20.000 Euro im Paket – und fast 30.000 Euro, wenn man für alle 16 Kanäle zwei Endstufen einsetzen muß. Wem das ins Budget passt, der bekommt allerdings Musik und Film in einer Qualität ins Heimkino, die eindeutig State Of The Art ist.

Trinnov Altitude 16 auf dem großen Bruder Altitude 32 (Foto: R. Vogt)
Trinnov Altitude 16 auf dem großen Bruder Altitude 32 (Foto: R. Vogt)

Schauen wir einmal darauf, was die Franzosen abgespeckt haben, um vom Preis der 16-Kanal-Variante des großen Modells fast 10.000 (!) Euro einzusparen – ohne dabei die Qualität zu kompromittieren. Auf dem Foto (oben) steht der Trinnov Altitude 16 auf dem Altitude 32 aus dem LowBeats Testkino.

Das Gehäuse des Altitude 16 ist kleiner, interessanterweise auch ein paar Millimeter schmaler. Die Frontplatte ist etwas simpler verarbeitet, das Logo aufgedruckt statt eingefräst, die Tasten und Regler sind schlicht plan statt organisch geformt.

Zudem fehlt das übliche Quartett Direkttasten und als Display kommt ein LCD-Panel statt zweier OLEDs zum Einsatz. Es gibt auch keinen Kopfhörer-Anschluss.

Trinnov Altitude 16 Innenleben (Foto: R. Vogt)
Trinnov Altitude 16: Innenleben mit neuen Audioplatinen und Schaltnetzteil (Foto: R. Vogt)

Auch im Inneren blieben die Einsparungen überschaubar: Unter Beibehaltung des Schaltungskonzepts wurden die Ein- und Ausgangsplatinen neu entwickelt und in Sachen Schnittstellen abgespeckt. So ist es beispielsweise nur noch für Stereo möglich, die Ausgangssignale digital auszugeben.

Als CPU kommt ein i5 statt eines i7 zum Einsatz und auch die Kühlung ist etwas simpler gehalten. Die größte Einsparung unter der Haube dürfte das Schaltnetzteil sein; die großen Geschwister punkten hier mit komplett separaten Stromversorgungen mit Linearnetzteil für die Audiosektion.

Bei beiden gleich: die Upgrade-fähige HDMI-Platine für künftige Standards. Das alles wirkt mechanisch gut und klar strukturiert verarbeitet.

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Trinnov Altitude 16 (Foto: R. Vogt)
Die Rückseite mit allen Anschlüssen (Foto: R. Vogt)
"Echte" 16 Kanäle symmetrisch als Ausgang, nur noch zwei analoge Eingänge (Foto: R. Vogt)
„Echte“ 16 Kanäle symmetrisch als Ausgang, nur noch zwei analoge Eingänge (Foto: R. Vogt)
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Mitgedacht: Wenn auch die aktuelle HDMI-Platine nur sieben Eingänge bietet, so sind die Beschriftung und Aussparung mit einen achten für küntige Updates bereits vorhanden. Aktuell bieten die Eingänge 5-7 und der Ausgang 2 volle HDMI-Bandbreite mit 18Gps, aber Metadaten für Dolby Vision, HDR et cetera können von allen verarbeitet werden.

Die Menge an Audio-Ein- und Ausgängen ist gegenüber dem Topmodell etwas reduziert. Dafür gibt es zur Steuerung externer Geräte nun vier 12V-Trigger. Für künftige vernetzte digitale Audiodistribution wie AVB-Standard gibt es bereits LAN-Anschlüsse, die aber noch funktionslos sind.

Trinnov Altitude 16 Fernbedienung (Foto: R. Vogt)
Trinnov Fernbedienung (Foto: R. Vogt)

Der Rest ist weitgehend identisch. Das gilt für die Fernbedienung genau so wie für alle Signal-Processing-Funktionen. Hier kann das kleine Modell vielleicht sogar ein bisschen mehr als das Flaggschiff.

Auch im Trinnov Altitude 16 sind serienmäßig alle Decoder inklusive Dolby Atmos, DTS:X und Auro-3D an Bord. Auch der ROON-Client für Musikwiedergabe, sogar in Mehrkanal, gehört dazu.

Das wichtigste aber und Hauptgrund für den Kauf einer Maschine von Trinnov ist, dass der Altitude 16 auch den professionellen Akustikprozessor Optimizer an Bord hat. Zu diesem gibt es im LowBeats-Technik-Wiki einen eigenen, ausführlichen Bericht.

Eine der Innovationen, die das Topmodell bislang nicht hat, ist der Wizzard zum Einrichten und Kalibrieren des Trinnov Altitude 16. Hier mal eine Menüfolge mit der Einmessung des 7.1.4-Setups im LowBeats Testkino:

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Trinnov Altitude 16 (Foto: R. Vogt)
Trinnov Altitude 16: Die geführte Einrichtung und Kalibrierung (Foto: R. Vogt)
Trinnov Altitude 16 (Foto: R. Vogt)
Zunächst gilt es, das passende Lautsprecher-Layout zu wählen … (Foto: R. Vogt)
Trinnov Altitude 16 (Foto: R. Vogt)
… oder zu modifizieren. Für jeden Decoder und Anschluss lassen sich die Kanäle frei zuordnen. Klickt man auf die Lautsprechersymbole, kommt ein Testrauschen (Foto: R. Vogt)
Trinnov Altitude 16 (Foto: R. Vogt)
Nach dem Layout kommt das Kalibrieren (Foto: R. Vogt)
Trinnov Altitude 16 (Foto: R. Vogt)
Alles wird genau gezeigt und beschrieben (Foto: R. Vogt)
Trinnov Altitude 16 (Foto: R. Vogt)
Im Vorfeld der eigentlichen Messung gilt es, die Pegel zu prüfen und auszusteuern (Foto: R. Vogt)
Trinnov Altitude 16 (Foto: R. Vogt)
Alle gemessenen Lautsprecher werden in der Grafik realistisch positioniert schematisch abgebildet. Stets einblendbar: erklärende Texte auf Englisch (Foto: R. Vogt)
Trinnov Altitude 16 (Foto: R. Vogt)
Ratsam: Man sollte mehrere Messungen an allen realistischen Hörplätzen durchführen und kommt so auf ein klanglich präziseres Ergebnis (Foto: R. Vogt)
Trinnov Altitude 16 (Foto: R. Vogt)
Die Berechnung der Filter dauert ein wenig … (Foto: R. Vogt)
Trinnov Altitude 16 (Foto: R. Vogt)
Ta-Taah! Fertig. Wer sich auskennt, kann nun zum Feintuning im Expertenmenü übergehen (Foto: R. Vogt)
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Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung ist für solch eine komplexe Maschine schon sehr genial gelungen und schließt selbst Details wie das Konfigurieren von Aktiv-Frequenzweichen mit ein. Zwischendrin verhindert der Assistent ein Übersteuern oder auch eine Rückkopplung mit dem offenem Mikrofon.

Dennoch: Der Trinnov ermöglicht derart viele Freiheiten, dass man entweder einen Profi mit dem Setup betrauen sollte oder sich damit abfindet, dass man sich wirklich tief in die Materie einarbeiten muss. Doch die genaue Einstellung lohnt sich, das kann ich aus eigener Anschauung immer wieder bestätigen. Und anschließend lässt sich alles in Voreinstellungen so ablegen, dass es wirklich auch jedes Familienmitglied zu verwenden vermag.

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