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An Spitzen-Kopfhörerverstärkern fühlt sich der neue Spitzen-Kopfhörer von Dan Clark am wohlsten: der "Stealth" für 4.100 Euro (Foto: DCA)

Dan Clark „Stealth:“ geschlossener Statement-Kopfhörer mit Metamaterial vorgestellt

Sich als kleiner, exklusiver Hersteller von Kopfhörern ein weltweites Renommee zu erarbeiten, ist schon eine Herausforderung. Unter dem etwas missverständlichen Namen „Mr. Speakers“ hat es wohl nicht so gut, geklappt, weshalb sich Dan Clark irgendwann dazu entschied, einfach unter dem eigenen Namen zu firmieren. Dan Clark Audio hat seitdem mit einigen exzellenten Modellen gut von sich reden gemacht. Als Beispiel sei hier nur der äußerst gelungene Aeon2 genannt, der mit seinem Preis von knapp 1.000 Euro im LowBeats-Test nachhaltig Eindruck hinterließ. Mit dem nun vorgestellten Dan Clark „Stealth“ geht der Meister so richtig in die Vollen. Vier Jahre Entwicklungszeit stecken in dem Flaggschiff, das einen neuen Standard in Sachen Klang und Ergonomie setzen soll. Dabei handelt es sich wohlgemerkt um einen geschlossenen Kopfhörer.

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Der Dan Clark „Stealth“ ist als geschlossener Kopfhörer auch für (entsprechend hochklassige) Mobilplayer geeignet. (Foto: DCA)
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An Spitzen-Kopfhörerverstärkern fühlt sich der Stealth am wohlsten. (Foto: DCA)
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Die Technik des Dan Clark „Stealth

Schon rein optisch fällt der Stealth auf. Statt Retro-Chic setzt Clark auf einen äußerst modernen Look, der eine gelungene Weiterentwicklung des Aeon darstellt und auch ergonomisch neue Maßstäbe setzen soll. Ausgestattet ist der Stealth mit den selbst entwickelten Planar-Magnet-Treibern der 4. Generation und einem „Akustischen Metamaterial-Abstimmungssystem“ (AMTS).

AMTS ist eine zum Patent angemeldete Lösung, um stehende Wellen höherer Frequenzen in dem akustisch geschlossenen System des Stealth zu eliminieren. Ganz ähnlich, wie KEF es mit seiner Metamaterial-Scheibe in den neuen LS50-Lautsprechern macht. Allerdings sieht das entsprechende Bauteil im Stealth prinzipbedingt ganz anders aus.

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Metamaterial soll für einen Klang sorgen, der mit den besten offenen Konstruktionen mithalten können soll. (Foto: DCA)

Das offensichtlich im 3D-Verfahren hergestellte Bauteil integriert Wellenleiter, Diffusionskontrolle, Viertelwellen- und Helmholtz-Resonatoren in einer kompakten Struktur. Die Diffusionselemente reduzieren die Bildung stehender Wellen, während die Resonatoren sowohl als Präzisions- als auch Breitbandfilter fungieren, um den Frequenzgang zu glätten und zu formen, indem sie die Amplitude der Frequenzgangspitzen und -tiefs vom Mitteltonbereich bis zu den höchsten Frequenzen reduzieren. – So die Beschreibung des Herstellers.

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Im Stealth kommt DCAs Planar-Magnet-Treiber der 4. Generation zum Einsatz. (Foto: DCA)

Die neu entwickelten Treiber des Stealth sind 20 % größer als die des Ether2 und nutzen Clarks patentierte V-Planar-Technologie zur Reduzierung des Klirrfaktors und zur Verbesserung der Tieftonwiedergabe. Ein neues Verfahren zur Einspannung der Treiberfolie soll zudem die Fertigungspräzision erhöhen und für geringere Verzerrungen sorgen. Per aufwendiger Computersimulation wurden außerdem die akustischen Strömungsverhältnisse optimiert. Das Ziel des ganzen Aufwands ist ein Klang, der es auch in Sachen Offenheit und Räumlichkeit mit den besten offenen Kopfhörern des Planeten aufnehmen soll.

Die clevere Bügel-Klapptechnik des Aeon, die es ermöglicht, die Hörer mit nur einem Handgriff zur Platzeinsparung in den Bügel zu versenken, wurde beibehalten, aber im Detail noch mal verbessert. So sind die mechanischen Schieber zur Anpassung der Passform verschwunden und wurden durch ein selbsteinstellendes Kopfbandsystem ersetzt. Letzteres besteht aus breiten, schick mit Nähten gesteppten Leder. Für seine Größe und diese Kopfhörerklasse ist der Stealth mit 418g zudem außerordentlich leicht.

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Die leichte Bügelkonstruktion besteht aus Titan. Das breite Leder-Kopfband ist selbstjustierend. Die Gehäuse können zum Transport mit einem Handgriff in der Bügelhöhlung versenkt werden. (Foto: DCA)

Vorbestellbar ist der Dan Clark Audio Stealth im autorisierten Fachhandel oder unter audiodomain.de. Der Preis beträgt 4.099 Euro. Die erste Produktionscharge des Stealth wurde auf 100 Stück limitiert und ist schon beinahe ausverkauft. Wenn später in diesem Jahr weitere Stückzahlen produziert werden, wird sich LowBeats ein Testexemplar dieses außergewöhnlichen Kopfhörers sichern. Weitere Infos unter www.audiodomain.de

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Autor: Frank Borowski

LowBeats Experte für Schreibtisch-HiFi und High End kennt sich auch mit den Finessen der hochwertigen Streaming-Übertragung bestens aus. Zudem ist der passionierte Highender immer neugierig im Zubehörbereich unterwegs.