Lothar Wieman, der seit 40 Jahren amtierende Entwicklungsleiter von T+A, überlässt den Chefsessel Anfang 2022 Jörg Küppers (Foto: T+A)

Generationswechsel in der T+A-Entwicklung: Lothar Wiemann übergibt an Jörg Küpper

Große Dinge werfen ihre Schatten voraus: Wie die ostwestfälische High End Schmiede T+A nun verkündet hat, wird der langjährige Entwicklungsleiter Lothar Wiemann zum Januar 2022 dem sogenannten T+A Fellowship Programm beitreten – und gleichzeitig den Stab des Entwicklungsleiters an Jörg Küpper weiterreichen.

Einige Leser werden sich vielleicht wundern, ob dies tatsächlich eine Meldung ist. Es ist! Lothar Wiemann ist seit fast 40 Jahren bei T+A. 40 Jahre, quasi eine biblische Zeitspanne. Unter seiner Leitung entstanden – die Herforder haben nachgezählt – über 200 Geräte mit dem Gütesiegel T+A. Er war die treibende Kraft und der wissende Geist hinter Entwicklungen wie den Solitaire-Lautsprechern oder den Hochvolt- (HV) Komponenten. Man konnte ihn jederzeit auf diese oder jene Entwicklung ansprechen und merkte: Der Mann ist voll im Thema. Übrigens auch über den Tellerrand hinaus: Für die High End Society saß Lothar Wiemann als technischer Berater lange in den Kreisen für die Brüsseler EU-Behörden und vertrat dort die Belange der Highender. Ohne wirklich in den Vordergrund zu treten, bewegte er auch dort einiges, weil es ihm immer gelang, Diskussionen zu versachlichen.

Lothar Wiemann
Lothar Wieman hat fast 40 Jahre lang die Produktentwicklung bei T+A entscheidend geprägt (Foto: T+A)

T+A-Gründer und -Geschäftsleiter Siegfried Amft sagt über seinen langjährigen Mitstreiter: „Es ist sicher keine Untertreibung, wenn ich sage, dass Lothar wesentlich dazu beigetragen hat, T+A zu dem Unternehmen zu machen, was es heute ist.“

Einen solchen Mann lässt man nicht einfach ziehen. Mit dem Rückzug aus der Entwicklungsleitung wird Wiemann Mitglied des T+A Fellowship-Programms. Dahinter steckt ein Netzwerk ausgewählter ehemaliger Mitarbeiter und externer Partner. Es wurde 2018 durch Conradin Amft in Anlehnung an die Programme führender Universitäten ins Leben gerufen und soll als eine Art Thinktank die Firmenführung mitberaten. „Mit dem Fellowship profitiert T+A weiterhin von der Erfahrung und Kreativität, die Lothar Wiemanns operative Zeit bei T+A charakterisiert haben“, erklärt Conradin Amft. Der Wechsel in diese beratende Funktion dürfte Wiemann den Rückzug etwas leichter machen.

Ebenso der Umstand, dass er die Leitung an seinen bisherigen Stellvertreter, Jörg Küppers, übergeben kann. Wie man hört, setzte sich Küpper im Rahmen eines 6-monatigen Auswahlprozesses gegen mehrere, externe Kandidaten durch. Siegfried Amft: „Seine Führungsstärke, langjährige Erfahrung und technischen Fähigkeiten haben ihm von Anfang an einen Vorteil gegenüber allen anderen Kandidaten gegeben.“

Jörg Küpper
28 Jahre T+A und noch lange kein Ende: Jörg Küpper übernimmt Anfang 2022 die Entwicklungsleitung bei den highendigen Ostwestfalen (Foto: T+A)

Auch Küpper kann schon auf eine sehr lange T+A-Historie zurückblicken: Nach Abschluss seines Studiums der Elektrotechnik begann er vor 28 Jahren bei T+A und bekleidete seitdem einige essenzielle Positionen. Unter anderem war er verantwortlich für die grundlegende Entwicklung der digitalen Signalverarbeitung für T+As Wandler und Digitallautsprecher, die operative Einführung der Streaming-Technologie und die Software der neuen Caruso-Generation. Von Jörg Küpper werden wir also noch einiges hören…

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Autor: Holger Biermann

Chefredakteur mit Faible für feinste Lautsprecher- und Verstärkertechnik, guten Wein und Reisen: aus seiner Feder stammen auch die meisten Messe- und Händler-Reports.