Audi TTS mit B&O System in Ascari
Wir konnten den Audi TTS auf der Rennstrecke von Ascari in Spanien forciert fahren. Selbst unterm Helm konnte man noch einen Eindruck vom B&O Sound System erhaschen, wenn auch nicht so ausgewogen wie auf der Straße (Foto: Audi)

Test Audi TTS mit B&O Symphoria Sound

Die künstliche Intelligenz schreitet rasch voran. Gerade gewann Googles Alpha-Go die ersten beiden Partien des Brettspiels GO gegen den Weltbesten Lee Sedol. Den Europameister Fan Hui hatte der Algorithmus zuvor in mehreren Partien bezwungen. Und auch auf der Straße setzt Kollege Computer zum Überholen an. Das selbstfahrende Auto ist näher, als viele glauben und wird eher von rechtlichen als von technischen Hürden gebremst. Auch der hier getestete  Audi TTS gibt einen Vorgeschmack auf die Zukunft.

Inzwischen lässt sich sogar die Rallye-Legende Walter Röhl mit der Prognose zitieren, dass selbstfahrende Autos in 20 Jahren zum Alltag gehören. Kein Wunder. Neben Audi oder seinen direkten Rivalen wie BMW und Mercedes forschen sogar Internetkonzerne wie Google mit Nachdruck am intelligenten Auto der Zukunft.

Doch der Wandel wird sich nicht „digital“ vollziehen, also so, als ob jemand irgendwann den Schalter umlegt und alles fährt ohne Zutun des Menschen.

Es ist eher eine kontinuierliche, schleichende Entwicklung. Denn all die kleinen Helferlein, vom Spurhalte-Assistenten bis zum Abstandsradar sind kleine, aber entscheidende Schritte auf dem Weg zum autonomen Fahren. Am Ende werden so viele dieser Assistenz-Systeme ineinandergreifen, dass es nur noch ein winziger Schritt ist, den Fahrer zum Zuschauer (des On-Board-Entertainments) zu machen.

Um zu veranschaulichen, wie weit diese Entwicklung inzwischen ist, braucht man gar nicht auf Versuchsträger wie den autonomen Audi RS7 oder im hohen sechsstelligen Bereich auf Supersportler wie den Ferrari 458 Speciale mit automatischer Drifthilfe zu schauen.

Gerade am erschwinglichen Audi TTS offenbart sich die technische Entwicklung, was Vernetzung, Fahrassistenz und Infotainment der neuesten Generation betrifft. Als die dritte Generation der Design-Ikone in Spanien vorgestellt wurde, konnten wir uns ein Bild vom Fortschritt machen.

B&O Türbässe
Die hochbelastbaren B&O Türbässe mit zwei Schwingspulen pro Chassis verfügen über eigene Subwoofer-Gehäuse (Foto: S. Schickedanz)

Während Audi außen die markante Linie nur behutsam weiterentwickelte, setzten die Designer innen ein leuchtendes Ausrufezeichen, um einen Neuansatz zu markieren. Das virtuelle Cockpit des Audi TTS gibt einen Ausblick auf die Zukunft des Autofahrens und geht einen Schritt weiter als die von einem Bildschirm angezeigten Instrumente von Jaguar XJ oder Mercedes S-Klasse.

Zwar ahmt Audi ebenfalls eine konventionelle Instrumentenkombination auf einem Bildschirm nach, doch nutzen die Entwickler die neue Freiheit bis zum Exzess aus. Den Fahrer erwarten nicht immer die gleichen Anzeigen. Er kann die Modi über die View-Taste nach Bedarf auswählen und Tacho nebst Drehzahlmesser auf die Größe eines Crackers schrumpfen, um sich hinter dem Lenkrad auf dem 12,3-Zoll-TFT-Farbdisplay eine Satellitenansicht von Google Earth oder Street View anzeigen zu lassen.

Der übliche Monitor in der Mitte des Armaturenbretts entfällt und macht den Copiloten in gewisser Weise zum blinden Passagier. Dafür braucht der Fahrer nicht mehr den Blick zur Seite zu richten, um den Überblick über seine digitalen Gadgets zu bewahren.

Die Google-Karten entsprechen allerdings nicht immer aktuellen Gegebenheiten, sondern hinken oft Jahre hinterher. Um die Zuverlässigkeit der Navigation zu verbessern, werden diese Daten automatisch mit den Karten der MMI Navigation Plus kombiniert. Die werden durch regelmäßige Online-Updates auf dem neuesten Stand gehalten. Damit haben Audi-Piloten künftig immer die fortschreitende Vernetzung vor Augen.

Nicht nur die Kartendaten kommen aus dem Web. Ebenso Echtzeit-Verkehrsinformationen und dank Online-Streaming-Diensten wie Aupeo oder Napster sogar die Musik. Selbst die Sprachsteuerung nach Siri-Vorbild nutzt die Online-Anbindung von Audi Connect via LTE/UMTS, um den Fahrer bei der Navigation, POS-Suche und Bedienung seines Infotainment-Systems zu unterstützen. Ist die Verbindung etwa im Tunnel unterbrochen, stehen nicht mehr alle Funktionen zur Verfügung.

Christoph Voigt, Leiter Telefon/Sprachsteuerung hat mit seinem Team sehr lange daran gefeilt, dass es sich bei der im TTS eigesetzten Entwicklungsstufe nicht nur um einen weiteren Punkt in der endlosen Feature-Liste handelt, der genauso viele Probleme schafft, wie er Lösungen bietet: „Beim Audi TTS muss sich der Kunde nicht mehr an fest vorgefertigte Kommandos halten. Er kann stattdessen frei sprechen.“ Damit erschließen sich auch ohne ausgiebiges Studium und Auswendiglernen der Bedienungsanleitung die Vorteile der Steuerung vieler nützlicher Funktionen durch Sprachbefehle.

Jeder, der sich schon mal mit den verbreiteten Dreh- und Drückstellern durch die Zieleingabe im Navigationssystem gehangelt hat oder sich erfolglos daran versuchte, soll sich künftig in seinen Audi setzen und mit ihm frei sprechen können. Um den Effekt natürlicher Sprache zu unterstützen, haben die Entwickler eine ganze Reihe von Antworten auf den gleichen Befehl programmiert, die in zufälliger Abfolge Verwendung finden. Damit wirkt alles weniger roboterhaft.

B&O System Bildschirm
Liebling, ich habe den Tacho geschrumpft: Statt Instrumentenkombi gibt es im Audi TTS einen vielfach nutzbaren Bildschirm. Willkommen im virtuellen Cockpit aus dem Konzernbaukasten (Foto: S. Schickedanz)

Wer das optionale Connectivity-Paket ordert, kann seinen Medien-Player über USB-Schnittstelle anbinden und aufladen. Sogar ein WLAN-Hotspot für den TTS ist darin enthalten plus Bluetooth zur drahtlosen Anbindung kompatibler Mobiltelefone samt Zugriff auf die Smartphone-Sprachsteuerung. Auch hier laufen alle Fäden des Bedienkonzepts im virtuellen Cockpit zusammen, das im Infotainment-Modus alle Infos für Navigation, Telefon, Medien-Verwendung und dem Online-Dienst Audi Connect direkt ins Blickfeld des Fahrers rückt.

Weil auch Strahlenbelastung immer mehr im Fokus steht, können TTS-Besitzer die SAR-Strahlung ihres Handys durch Verwendung der optionalen Audi Phone Box zur induktiven Anbindung an die Fahrzeugantenne verbessern. Für die Bedienung des Smartphones gibt es dann Alternativen: Entweder über die Rädchen und Tasten am Multifunktions-Lederlenkrad oder über den stetig verbesserten MMI-Dreh-Drücksteller, der inzwischen mit großem Touchpad aufwartet.

Darauf können Wortkarge, die nicht mit der Sprachsteuerung arbeiten möchten, etwa zur Zieleingabe die einzelnen Buchstaben mit dem Finger kritzeln. Auch Kombinationen aus Sprache und manueller Eingabe sind möglich. So kann im neuen TTS jeder nach seinem Gusto glücklich werden.

Um diesen technischen Overkill zu ermöglichen, arbeitet Audi eng mit großen Namen aus der Computerbranche zusammen. Das müssen zwar auch die Mitbewerber, um mit der technischen Entwicklung Schritt zu halten, doch niemand kommuniziert und dokumentiert diese Kooperation wie die Ingolstädter.

Audi rühmt sich, als erster Autohersteller mit dem Quadcore Tegra 30 Chip aus der Tegra 3-Serie von Nvidia zu arbeiten. Der Grafikprozessor spuckt bis zu 60 Frames pro Sekunde aus. Diese hohe Bildrate sorgt für flimmerfreie Instrumentendarstellung – ein Muss, wenn wir jetzt sogar im Auto ständig hinterm Bildschirm sitzen.

Noch ein Trend sind die zahlreichen Assistenz-Systeme für Spurhaltung, Überwachung des toten Winkels oder Einparkunterstützung. Doch der neue TTS fährt sich wie ein echter Sportwagen. Wer sein Auto beherrscht und nicht auf der allerletzten Rille fährt, dürfte auch auf der Rennstrecke so gut wie nichts vom unsichtbaren, gleichwohl dichtgewebten Rettungsnetz bemerken – sofern er nicht das mehrstufig anpassbare ESP abschaltet.

Doch selbst dann unterstützt ihn die Elektronik im Hintergrund, etwa durch die radselektive Drehmomentverteilung, die Lenkbewegungen berücksichtigt, um beispielsweise das Einlenken durch mehr Power an der Hinterachse der empfehlenswerten, weil kurvenwilligeren Quattro-Ausführung mit Allradantrieb beflügelt.

Vernetzung von Assistenz-Systemen im Audi TTS

All diese Assistenz-Systeme sammeln Informationen über das Fahrzeug und sein direktes Umfeld. Bisher waren sie nur innerhalb des Fahrzeugs vernetzt. Im nächsten Schritt teilen die einzelnen Autos diese Daten untereinander und mit der Verkehrsinfrastruktur (Car-to-X). Was wie der ultimative Alptraum für Datenschützer erscheint, soll das Fahren sicherer sowie effizienter machen.

Damit lässt sich die Person hinterm Lenkrad etwa vor Glatteis oder einem Ölfleck hinter einer Kurve warnen. Die Informationen waren schon lange verfügbar, denn Glätte lässt sich etwa mit den Sensoren für ABS- beziehungsweise ESP erkennen. Lediglich die Übermittlung von Fahrzeug zu Fahrzeug über eine drahtlose Schnittstelle war zunächst noch zu lösen.

Sie wurde aber seit einigen Jahren in aufwändigen Versuchsreihen mit Fahrzeugen verschiedener Hersteller erprobt und könnte inzwischen in die Serie einfließen. Trotz erfolgreicher Feldversuche im Auto-affinen Deutschland zögern die Hersteller im Moment, ihre Fahrzeuge mit der nötigen WLAN-Technologie auszurüsten.

Laut eines FAZ-Berichts aus dem letzten Jahr liegen selbstorganisierte Lösungen nicht im wirtschaftlichen Interesse der beteiligten Firmen. Vielmehr sei den Autobauern und Zulieferern an einem hierarchisch organisierten System mit eigenen Verkehrsleitzentralen gelegen. Dazu würden die Telemetriedaten nicht via WLAN zwischen den einzelnen Fahrzeugen weitergereicht, sondern über den Umweg einer zentralen Sammelstelle, was nur über Mobilfunk möglich ist.

Diese Weiterverteilung nützlicher Verkehrs-Informationen fließt sukzessive bei Herstellern wie Audi und Mercedes in deren kostenpflichtige Telemetriedienste ein. Schließlich gilt es unter den Autoherstellern im 21. Jahrhundert neben Senkung des CO-Ausstoßes als höchstes Ziel, die Zahl der Unfalltoten auf null zu senken.

Wer das als erster in seinen eigenen Autos erreicht, hat in der Marketingschlacht den entscheidenden Vorteil. Dabei sind die bisherigen Fortschritte letztlich nur Teilchen in einem großen Puzzle, das erst mit dem selbstfahrenden Auto komplettiert wird. Denn für Entwickler sind Fahrerinnen und Fahrer aus Fleisch und Blut vor allem eines: Der größte Risikofaktor, den sie am liebsten so schnell wie möglich aus der Gleichung nehmen würden.

Bis 2020 soll es so weit sein und die Ingenieure von Audi, die uns derzeit noch mit so fahraktiven Sportwägelchen wie dem TT und der 310 PS starken Variante Audi TTS beglücken, möchten nach medienwirksamen Demonstrationsobjekten wie dem von außen via Smartphone-App kontrollierten, automatischen Ein- und Ausparken die ersten sein, die uns in ein paar Jahren ganz das Steuer aus der Hand nehmen. Bis es soweit ist, gilt es aber neben etlichen technischen auch rechtliche Hürden zu nehmen.

B&O System 5.1 Surround
Klang und Namen: Bang & Olufsen liefert die Top-Sound-Option für 5.1-Surround-Fans (Bild: Audi)

Im Moment gibt es zwar spektakuläre Fortschritte, die in selbstständig um die Ecke driftenden BMWs oder „Geisterfahrten“ der Ingolstädter Rivalen im unbemannten Tiefflieger Audi S7 um den Hockenheimring gipfeln. Doch es gibt auch dunkle Seiten des Fortschritts.

Nämlich die totale Überwachung bis hin zu Versicherungen, die sich anhand von personenbezogenen Telemetriedaten ein ganz genaues Bild vom Fahrverhalten ihrer Klienten machen können. Risikogruppen wie Schnellfahrer, Spätbremser oder einfach nur Nachtfahrer könnten anschließend mit saftigen Risikoprämien belegt werden.

Nicht nur um finanzielle Folgen geht es bei einem anderen Problemfeld, das sich über Vernetzung zwischen Auto und Umwelt ergibt. Was passiert, wenn skrupellose Hacker sich von außen etwa über einen Smartphone-Virus oder über das mobile Internet Zugang zum digitalen Nervenzentrum des modernen Autos verschaffen? Die Hersteller verweisen auf Firewalls, etwa zwischen den ins Infotainment eingebundenen Smartphone Apps und der sicherheitsrelevanten Auto-Elektronik.

Peter Blum, bei Audi für den gesamten Bereich Infotainment verantwortlich, lässt sich mit einem Verweis auf mahnende Medienberichte schneller von Null auf Hundert bringen als der neue Audi TTS, der dazu 4,6 Sekunden braucht. Aus Sicht des Audianers reine Panikmache. Eine hypothetische Chance bleibt aber schon – wie bei allen vernetzten Technologien. Was die Durchsetzung am Markt betrifft, zählt vor allem die gefühlte Sicherheit. Hier darf man gespannt sein, ob sich der Trend zum vollautomatischen Auto zur Killer-Applikation entwickelt.

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B&O System: Hochtöner Abdeckung
Die Hochtöner-Abdeckungen auf dem Armaturenbrett des Audi TTS tragen B&O Label (Foto: Audi)
Audi TTS mit B&O System in Ascari
Fach-Abteilung: Die Phone Box im Audi TTS verbindet das Handy mit der Außenantenne des Audi TTS und sorgt für geringere SAR-Strahlung im Innern (Foto: Audi)
Audi TTS mit B&O System in Ascari
Virtual Cockpit: Dank mobilem Internet-Zugang ermöglicht der neue TT sogar Online-Streaming-Dienste wie Napster oder Aupeo. Spektakulär anzuschauen ist die Kartendarstellung, die sogar 3D-Effekte ermöglicht. Das TFT-Display hat eine Auflösung von 1440 x 540 Pixel (Foto: Audi)
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Bang & Olufsen im TTS

Wenn es um den Wohlfühlfaktor an Bord geht, entstehen unter Blums Ägide begeisternde Audio-Systeme. Im Audi TT kommt das Top-System von B&O aus Dänemark. Damit setzt sich eine Tradition fort, die vor rund 10 Jahren mit dem Audi A8 begann. Dort baute Bang & Olufsen auf die markanten, vom Top-Lautsprecher BeoLab 5000 bekannten akustischen Linsen, die beim Aktivieren des Audio-Systems automatisch aus dem Armaturenbrett ausfahren.

Im leichten, deutlich preisgünstigeren Sportwagen TT sucht man vergeblich nach solchen Inszenierungen, doch der Sound in der ersten Sitzreihe braucht sich hinter großen Limousinen nicht zu verstecken.

Zwölf Lautsprecher, angetrieben von 680 Watt aus 14 Kanälen, bieten eine eindrucksvolle Dynamik mit satten Bässen, farbenprächtigen Mitten und feinaufgelösten Höhen. Ja, Sie haben richtig gelesen: Im TT gibt es mehr Verstärker-Kanäle als Lautsprecher.

Das liegt an den hochbelastbaren Türbässen mit zwei Schwingspulen pro Chassis. Damit sie die Tiefen möglichst weit ausloten können, spendierten ihnen die Klangtüftler unter Leitung von Martina Bellanova eigene Subwoofergehäuse.

Besonders stolz ist die Verantwortliche für die Sound-Systeme der dritten TT-Generation aber nicht auf solche bewährten mechanischen Lösungen, sondern auf DSP-Technik der besonderen Art: „Mit dem neuen Symphoria-Algorithmus vom Fraunhofer-Institut setzen wir nochmal ganz neue Maßstäbe beim Surround-Sound. Das ist die Vorstufe zum 3D-Klang, der mit dem Q7 in Serie geht.“

In der nächsten Generation des SUV Q7 soll der Musik durch weit oben in den Dachsäulen angebrachte Lautsprecher eine virtuelle Bühne über dem Armaturenbrett geboten werden. Zudem ergaben erste Hörversuche mit Prototypen des 3D-Systems eine besondere Raumtiefe und Weite. Der Innenraum schien sich bis weit um das Fahrzeug herum zu erstrecken, selbst mit Stereo-Aufnahmen und man staune – mit Mono-Radio.

Das Besondere an Symphoria ist die Fähigkeit, sich semantischer Algorithmen zu bedienen. Symphoria orientiert sich nicht nur an Kanalzuordnung, Frequenz und Phasenlage eines Signals wie übliche DSP-Effekte von AV-Receivern, es erkennt die einzelnen Instrumente, Stimmen und kann sogar Direktschall von Hall unterscheiden. Die Folge: Mit Symphoria lässt sich Surround-Sound und später sogar 3D-Klang aus konventionellen Stereo-Aufnahmen erzeugen, um den Insassen sogar im Stau einen Schauer über den Rücken zu jagen.

Audi TTS mit B&O System in Ascari
Autor Stefan Schickedanz mit dem Audi TTS mit 310 PS starkem 4-Zylinder-Turbo und Allradantrieb nach einigen Runden auf der Rennstrecke von Ascari: „Der Quattro-Fahrspaß wiegt schwerer als der dickste Motor im Programm. Auch unterm Helm hörte er übrigens Musik.“
(Foto: Audi)

Fazit

Der vollausgestatte Audi TTS gibt mit seiner zukunftsweisenden Digital-Technologie einerseits einen Vorgeschmack auf eine schöne neue Automobilwelt, in der sich Passagiere nur noch von B&O und Co. bespaßen lassen, statt mit all ihren menschlichen Schwächen selbst ins Lenkrad zu greifen.

Wie kaum ein anderes aktuelles Auto macht er gleichzeitig – durch Leichtbau und gerade als Allrad-Variante mit Quattro-Antrieb – Lust, das Leder-Volant in die Hand zu nehmen, um damit eine einsame spanische Bergstraße entlang zu fegen und Kurven zu schneiden. Die Zukunft wurde noch nicht geschrieben. Wir haben es in der Hand.

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2016/03
Test-Ergebnis: 4,3
Sehr gut
Bewertung
Anlage
Auto
Spassfaktor

Gesamt

Die Bewertung bezieht sich immer auf die jeweilige Preisklasse.
Sehr neutrale Klangabstimmung, natürliche Stimmwiedergabe
Differenzierter und räumlicher Klang mit hoher, breiter Hörbühne
Extrem gutmütiges und neutrales Fahrverhalten, hoher Grenzbereich
Etwas weiche Basswiedergabe und weniger Tiefbass im Vergleich zum Audi S3

Preis (Herstellerempfehlung):
Audi TTS ab 50.640 Euro, B&O 5,1 Surround System 850 Euro Aufpreis

Vertrieb:
Audi AG
85045 Ingolstadt
www.audi.de


Autor: Stefan Schickedanz

Stefan Schickedanz
Schneller testet keiner. Deutschlands einziger HiFi-Redakteur mit Rennfahrer-Genen betreut bei LowBeats den Bereich HiFi im Auto sowie die Themengebiete Mobile- und Smart-Audio.