Home / Reportagen / Highlights der Stuttgarter Oldiemesse Retro Classics 2017
Lightspeed Classic auf der Retro Classics 2017 in Stuttgart
Lightspeed Classic baut auf Basis des Porsche 964 mit modernster Technik puristische Sportwagen im unverkennbaren Look des Ur-Elfers. (Foto: S. Schickedanz)

Highlights der Stuttgarter Oldiemesse Retro Classics 2017

Wenn eine Messe geeignet ist, einem Oldtimer-Fan leuchtende Augen zu bereiten, dann die Retro Classics 2017. Mich macht Europas größte Oldtimermesse vor den Toren Stuttgarts aber immer etwas nachdenklich. Besonders in diesem Jahr. Konnte man sich die vergangenen Jahre bereits die Haare raufen, angesichts all der verpassten Chancen, trieb es einem in diesem Jahr fast die Tränen in die Augen.

Nach dem letzten Preisschub sind nicht nur seltene Exoten und die Sondermodelle von Herstellern wie Porsche, Mercedes oder BMW für die meisten Liebhaber in unerreichbare Sphären gerückt. Inzwischen hat der Run auf Sachwerte nach langandauernder Zinsflaute auch die bisher eher bodenständigen, weil in größerer Stückzahl verfügbaren Youngtimer erfasst und ihnen zu preislichen Höhenflügen verholfen.

So entdeckte ich nicht wenige Fahrzeuge, die einst als Alltagsautos in meiner Garage standen und die jetzt ein kleines Vermögen wert sind oder solche, die ich mir aus Zaudern seinerzeit nicht als Youngtimer gekauft habe und die ich mir jetzt nicht mehr leisten könnte. Damit bin ich aber nicht allein, wenn ich mich so umhöre auf der Messe.

Alte Autos sind längst nicht mehr Feierabendbeschäftigung für Tüftler und Sammler. Old- und Youngtimer haben sich zu einer richtigen Industrie entwickelt. So gibt es neben den zahlreichen Privatangeboten auf der Retro Classics ganze Hallen mit Firmen, die sich auf das Geschäft mit den Klassikern spezialisiert haben.

Und auch die Autohersteller selbst – allen voran die süddeutschen Premium-Marken – widmen sich immer mehr der Traditionspflege. Dazu kommen Spezialisten wie Lightspeed Classic oder Mechatronik, die moderne Technik mit nostalgischem Look und Fahrgefühl kreuzen.

Dazu übt die Retro Classics mit ihrem ungebremsten Besucherandrang immer stärkere Anziehung auf die Autohersteller aus, auf ihrer Bühne ihre Neuerscheinungen ins Rampenlicht betuchter Autonarren zu rücken.

So konnte man nicht nur den brandneuen Aston Martin DB 11 auf den Fildern bestaunen, sondern auch Elektro-Autos vom amerikanischen Trendsetter Tesla, die bisher überhaupt keine Tradition in der 130 jährigen Geschichte des Automobils haben.

Doch wenn es einen Platz gibt, wo Vergangenheit und Zukunft so harmonisch nebeneinander existieren, dann auf der Retro Classics in Stuttgart.

Begleiten Sie uns auf einem Retro-Classics-Rundgang

Obwohl die Retro Classics Menschen aus allen Himmelsrichtungen anzieht, kann man ihr ein gewisses Lokalkolorit nicht absprechen.

Trotz Unmengen an automobilen Hinguckern lässt sich nicht übersehen, dass die Messe in Stuttgart stattfindet, wo zwei der international angesehensten Marken ihren Stammsitz haben: Porsche und Mercedes dominieren das Angebot.

Während Audi im Oldtimerbereich keine Rolle spielt, schickt sich der Bayerische Rivale BMW an, sein Klassik-Engament auszubauen. In diesem Jahr debütierte die erst kürzlich gegründete zertifizierte Klassikabteilung der BMW Niederlassung Stuttgart, die mit einer weißblauen Insel inmitten der schwäbischen Fahrzeugflotte Flagge zeigte.

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Porsche 911 auf der Retro Classics 2017 in Stuttgart
Porsche war neben Mercedes die dominierende Marke auf der Retro Classics 2017 (Foto: S. Schickedanz)
Für frühe Porsche 911 in Top-Zustand werden ganz schnell deutlich sechsstellige Summen fällig (Foto: S. Schickedanz)
Porsche 911 auf der Retro Classics 2017 in Stuttgart
Der luftgekühlte 6-Zylinder-Boxermotor verhalf dem Porsche Carrera zu seinem charakteristischen Sound und einem niedrigen Schwerpunkt (Foto: S. Schickedanz)
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Mercedes 300 SL auf der Retro Classics 2017 in Stuttgart
Darf auf der Retro Classics 2017 nicht fehlen: Schwäbische Ikone Mercedes 300 SL aus den 50er Jahren (Foto: S. Schickedanz)
Mercedes auf der Retro Classics 2017 in Stuttgart
Der Stern strahlt nicht nur am Stuttgarter Hauptbahnhof, er wurde auch auf der Retro Classics auf den Fildern gehuldigt (Foto: S. Schickedanz)
Mercedes auf der Retro Classics 2017 in Stuttgart
Das erste vierrädrige Automobil der Welt, die Motorkutsche von Daimler, markiert den Anfangspunkt der 130-jährigen Automobilgeschichte (S. Schickedanz)
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Angeführt wurde die Phalanx der „ausländischen“ Klassiker von einer bekannten Marke aus München. BMW – eine Macht in den Zulassungsstatistiken der Oberliga – fristete gemessen an Porsche und Mercedes Benz auf der Retro Classics auch 2017 eher ein Schattendasein.

Die Außerschwäbischen auf der Retro Classics 2017

An die Bayern geht aber trotz Sonderausstellung allenfalls der Pokal als beliebteste „Importmarke“.

Vergleichsweise stark vertreten waren US-Automobile und natürlich Fahrzeuge aus Bella Italia.

Während Ferrari, Maserati oder Lamborghini nie billig waren, konnte man mit diversen Fiat 500 ein Kult-Auto zum Teil für unter 10.000 Euro erwerben.

Auswärtsspiel für die Bayern

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BMW 503 auf der Retro Classics 2017 in Stuttgart
Stand lange Zeit im Schatten des legendären BMW 507. Heute erreicht der ebenfalls von von Albrecht Graf von Goertz entworfene BMW 503 immerhin Preise im deutlich sechsstelligen Bereich. (Foto: S. Schickedanz)
BMW 327 Cabriolet auf der Retro Classics 2017 in Stuttgart
Zeigt Flagge für Weißblau: Ein bildschöner BMW 327 Cabriolet von 1939 (Foto: S. Schickedanz)
BMW M3 auf der Retro Classics 2017 in Stuttgart
In den 80ern als Rennwagen der König des internationalen Tourenwagensports. Als Gebrauchtwagen lange ein Schnäppchen. Doch inzwischen sind die Münchner Flügelflitzer im Klassiker-Olymp mit Preisen bis zu über 100.000 Euro angekommen (Foto: S. Schickedanz)
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Little Italy meets Stuttgart

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Fiat 500 auf der Retro Classics 2017 in Stuttgart
Der Fiat 500 hat heute Kultstatus. Im Abarth-Trim zeigt der Stadtflitzer Stachel (Foto: S. Schickedanz)
Lancia Fulvia auf der Retro Classics 2017 in Stuttgart
Der Lancia Fulvia feierte in den 60ern und 70ern Erfolge im Motorsport (Foto. S. Schickedanz)
Lancia Fulvia auf der Retro Classics 2017 in Stuttgart
Frei atmende Doppelvergaser wie im Lancia Fulvia waren bis zu den 80er Jahren ein probates Mittel für Leistungssteigerungen – und ein schöner Anblick für Fans (Foto: S. Schickedanz)
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Lancia Delta HF Integrale pflügte mit Allradantrieb und Turbo-Power aus vier Zylindern bei Rallye-Weltmeisterschaften der 90er Jahre den Boden um. Gute Exemplare gibt es heute trotzdem schon für unter 50.000 Euro (Foto: S. Schickedanz).
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Britness-Center

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Aston Martin auf der Retro Classics 2017 in Stuttgart
Der Aston Martin Volante Cabrio ist ein 80er-Jahre-Traum mit V8-Motor (Foto: S. Schickedanz)
Aston Martin V8 auf der Retro Classics 2017 in Stuttgart
Der Aston Martin V8 in British Racing Green verbindet Britishness mit 80er-Jahre-Flair (Foto: S. Schickedanz)
Lotus Esprit S1 auf der Retro Classics 2017 in Stuttgart
Der James Bond Club Deutschland präsentierte einige seiner Schätze. Dieser Lotus Esprit S1 tauchte in „Der Spion, der mich liebte“ mit Roger Moore unter. Allerdings handelt es sich hier um eine Replik, was die Agentenausstattung betrifft (Foto. S. Schickedanz)
Lotus Turbo Esprit auf der Retro Classics 2017 in Stuttgart
Diesen Lotus Turbo Esprit von 1980 fuhr James Bond im Streifen „In tödlicher Mission“ mit exakt jenen Olin-Skiern im Gepäck (Foto: S. Schickedanz)
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