KEF Blade TWO META
KEF hat die beiden Top-Serien Reference und Blade unter anderem mit neuen Resonanz-Dämpfern auf neuesten Stand gebracht – spannend! (Foto: KEF)

KEF Blade Meta und KEF Reference Meta: Hören auf Meta-Ebene

Die britische Lautsprecher-Traditionsschmiede KEF experimentiert ja schon seit über 25 Jahren mit speziellen Dämpfungs-Materialien, die durch Oberflächenvergrößerung das Volumen vergrößern sollen. Diesen Ansatz haben die Briten unter dem GPA-Dach jetzt wieder aufgenommen und sich unter dem Namen MAT™ patentieren lassen. Und sie haben seit neuerem die sogenannten META-Absorber, die wie ein Labyrinth aussehen und durch verschiedenste Resonanzkammern Schallenergie ebenfalls recht effizient reduzieren können. Nun kam, was kommen musste: Die beiden Top-Lautsprecherserien wurden auf den neuesten akustischen Stand gebracht und heißen jetzt KEF Blade META und KEF Reference META.

Was genau KEF hier nun verändert hat, wird aus der blumigen Ankündigung nicht deutlich. Aber wir hatten kürzlich die LS50 (in der aktuellen Meta-Version) im Test und konnten im Vergleich zur ursprünglichen LS50 doch etliche Fortschritte in Richtung höhere Präzision, größere Lockerheit und Natürlichkeit festmachen. Und wenn es KEF schon bei einer Kompaktbox gelang, solche Fortschritte zu machen, dann wird es bei solch komplexen Konstruktionen wie einer Reference oder den beiden Blade-Modelle wahrscheinlich noch leichter fallen, klanglich nach vorn zu kommen.

KEF Meta-Material
META: Die genau berechnete Labyrinth-Struktur soll rückseitig abgestrahlte Schallanteile absorbieren (Foto: KEF)

Mit der Umrüstung auf „Meta“ mussten natürlich einige Anpassungen vor allem in der Frequenzweichen-Schaltung vorgenommen werden. Denn wenn MAT™ tatsächlich so funktioniert wie frühere KEF-Absorber-Materialien, dann vergrößert sich das Gehäuse virtuell um etliche Prozent. Das ist gut für den Bass, muss aber natürlich in der Abstimmung berücksichtig werden. Und auch die META-Absorption im Hochton bewirkt so viel, dass man womöglich, den Hochtöner anpassen muss.

Wie dem auch sei: Die KEF Reference-Serie und noch mehr die beiden Blade-Modelle waren schon bei ihrer Markteinführung absolute Ausnahme-Erscheinungen. man darf sich freuen, dass sie nun auf neusten akustischen Stand gebracht wurden.

Für KEF Reference META sind fünf Oberflächen erhältlich, die jeweils eine Kombination aus drei Gehäusefarben und fünf Farben für die Treibermembranen darstellen: Satin Walnut/Silver, HighGloss White/Blue, HighGloss White/Champagne, HighGloss Black/Grey, HighGloss Black/Copper.

KEF Reference 3 META
KEF Reference 3 Meta in der Gehäuseausführung Satin Walnut/Silver (Foto: KEF)

Bei KEF Blade Meta (One + Two) stehen acht Oberflächen zur Verfügung, wobei fünf Gehäusefarben mit
sechs Treibermembranfarben kombiniert werden: Piano Black/Copper, Piano Black/Grey, Frosted Blue/Blue, Frosted Blue/Bronze, Charcoal Grey/Red, Charcoal Grey/Bronze, Racing Red/Grey, Arctic White/Champagne

Die Preis von KEF Reference META und KEF Blade META in der Übersicht

Unverbindlich empfohlene Verkaufspreise: (Paar)
Blade One Meta: 35.000 Euro

Blade One Meta (Custom Colour): 39.000 Euro

Blade Two Meta: 26.000 Euro

Blade Two Meta (Custom Colour): 29.000
Euro
Reference 5 Meta: 20.000
Euro
Reference 3 Meta: 13.500
Euro
Reference 1 Meta: 9.000
Euro
Reference 4 Meta: 7.500 Euro

Reference 2 Meta: 5.500
Euro
SRF1 Standfüße: 1.200 Euro

Die Verfügbarkeit der neuen Reference und Blade-Modelle startet im März 2022. Weitere Informationen unter www.de/kef.com

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Autor: Holger Biermann

Chefredakteur mit Faible für feinste Lautsprecher- und Verstärkertechnik, guten Wein und Reisen: aus seiner Feder stammen auch die meisten Messe- und Händler-Reports.