Home / Reportagen / Magnat Neuheiten auf der IFA 2017: Bluetooth und HiRes
Die Magnat Geschäftsführung
Das Team vom X-Plus-Award überreichte der Magnat Geschäftsleitung, Shandro Fischer (Mitte) und Mark Finger den Preis für die innovativste Marke (Foto: H. Biermann)

Magnat Neuheiten auf der IFA 2017: Bluetooth und HiRes

Gleich am ersten Messetag bekam Magnat den Plus-X-Award für die „innovativste“ Marke. Beim Rundgang über den Magnat/Heco-Stand zeigte sich dann, wofür und dass Magnat Neuheiten auf der IFA 2017 zuhauf hat: So zum Beispiel die neuen Modelle der Magnat Signature Serie: die 1109 und 1105.

Die mit komplett neuen Treibern ausgestatteten Standboxen sind die ersten in Deutschland von der HiRes Association lizensierten HiRes-Schallwandler. Für die Lizenz (die natürlich in erster Linie auf eine möglichst hohe Grenzfrequenz abzielt) haben die Magnat Entwickler eine Kombination aus zwei Hochtonkalotten, das fmax-Signature-Hochton-Modul ersonnen, bei dem die obere erst bei etwa 15.000 Hertz in die Übertragung einsteigt, aber bis über 45.000 Hertz läuft.

Magnat Neuheiten auf der IFA 2017: x-max Hochtonmodul der Signature Serie
Mit dem neuen f-max Hochton-Modul, bestehend aus einer 30 mm Kalotte und einer 16 mm Kalotte bekam Magnat das Siegel der HiRes Association (Foto: H. Biermann)
Magnat Neuheiten auf der IFA 2017: Standbox Signature 1109
4-Wege Standbox mit Lizenz zum HiRes: Magnat Signature 1109 (Foto: H. Biermann)

Die Magnat Signature 1109 ist mit zwei 20 Zentimeter Tieftönern und einem 17er Mitteltöner (beide mit Keramik-Aluminium-Sandwich-Membran), die Magnat Signature 1105. mit zwei 18er Tieftönern und ebenfalls einem 17er Mitteltöner ausgestattet.

Die neue Signature-Serie hat eine Menge Innovation eingebaut. Da fällt neben den neuen Konus-Treibern und dem Hochton-Modul vor allem die Deckelpatte aus Aluminium ins Auge.

Forschungen haben gezeigt, dass Schallenergie, die über den Deckel abgegeben wird, die Abbildung stark beeinträchtigt. Mit der massiven Deckelplatte ist damit Schluss. Die große Standbox 1109 kostet 4.000, die kleinere 1105 2.800 Euro pro Paar.

Und weiter geht es mit den Magnat Neuheiten auf der IFA 2017: Für Feingeister haben die Lautsprecher-Spezialisten nun die Magnat Humidor im Programm. Hinter dem Zigarrenkisten-Namen steckt ein ausgesprochen nobler 2-Wege Monitor, der mit einem 11 Zentimeter Tiefmitteltöner (mit Aluminium-Keramik-Sandwich-Membran) und einer 25 Millimeter Hochtonkalotte ausgestattet ist.

Magnat hat sich ja schon öfter so kleine, feine Kompaktboxen geleistet, diese aber ist besonders nett.  Das Besondere und wohl auch Namen-gebende an der Humidor ist ihr Gehäuse mit feinem Zedernholz -Furnier. Die feine Kompakte (Abmessungen B x H x T: 14,0 x 24,5 x 25,8 cm) mit der aufwändigen Einlegearbeit kostet 800 Euro pro Paar.

Magnat Neuheiten auf der IFA 2017: Kompaktbox Humidor
Auffällig: Das anmutige Gehäuse der Magnat Humidor (Foto: H. Biermann)

Die Elektronik neben der Humidor ist Teil 3 der Magnat Neuheiten auf der IFA 2017: Magnat traut sich hier, mit einem klassischen Stereo-Receiver gegen die arrivierte Konkurrenz von Denon, Onkyo, Yamaha & Co. anzutreten.

So hat der Magnat MR 780 einiges zu bieten: Bluetooth und aptX, einen DAB+ Tuner, einen hochwertigen DAC von Wolfson, eine kräftige Endstufe mit 2 x 75 Watt (an 8 Ohm) sowie eine Röhrenvorstufe für den heimeligen Klang. Das Ganze soll dann unter 1.000 Euro kosten.

Ergänzt wird der MR 780 durch den passenden CD-Player MCD 350 für 400 Euro. Ein Hörtest von beiden war leider nicht möglich, folgt aber, sobald Testmuster verfügbar sind.

Magnat Neuheiten auf der IFA 2017: Multi Monitor 220 mit Plattenspieler
Für alle, die auf möglichst einfache Art Musik auch von Schallplatte hören wollen, ist der Magnat Multi Monitor 220 eine exzellente Wahl (Foto: H. Biermann)

Mit Teil 4 der Magnat Neuheiten auf der IFA 2017 hält auch bei Magnat das Streaming-Zeitalter Einzug. Die aktive 2-Wege-Konstruktion Magnat Multi Monitor 220 verbindet HiFi, Streaming und Vinyl. Wie bitte?

Richtig gelesen. Der kompakte MMM 220 bietet neben weiteren analogen und digitalen Eingängen einen Phono-Vorverstärker für MM-Plattenspieler sowie Bluetooth inklusive aptX. Die Aufteilung ist dabei klassisch: in Master- und Slave-Lautsprecher, der per mitgeliefertem Kabel mit dem Master, an dem auch alle Eingänge sind, verbunden ist.

Magnat Neuheiten auf der IFA 2017: Magnat Multi Monitor 220 von hinten
Die beiden Magnat Multi Monitor 220 von hinten. An der aktiven „Master“-Einheit sind auch die Eingänge (Foto: Magnat)

Der Magnat Multi Monitor macht – wie üblich bei Magnat – einen äußerlich sehr guten Eindruck und von dem kurzen Hörcheck, den ich machen konnte, war ich echt beeindruckt: Der MMM 220 klingt erstaunlich erwachsen und vor allem in den Mitten sehr fein und transparent. Und das für 800 Euro das Set. Nicht übel.

Nicht unter dem Label Magnat, aber aus dem Magnat Kompetenzzentrum stammt der Acoustic Reseach AR-H1 Kopfhörer. Dahinter steckt ein offener Over Ear Hörer mit einem 86 millimeter großem magnetostatischem Treiber. Die ungewöhnliche Technik ermöglicht dem AR-H1 angeblich einen Übertragunsgbereich von 10 – 60.000 Hertz – was sehr viel wäre. Dessen ungeachtet habe ich den AR-H1 natürlich ausprobiert und war von der sehr offenen, feinen, gleichzeitig aber auch sehr druckvollen Wiedergabe echt angetan. Von diesem guten Stück, dessen Impedanz von 33 Ohm auch zum mobilen Einsatz geeignet ist, wird man bei LowBeats in Bälde deutlich mehr lesen. So viel aber schon vorab: Er wird 600 Euro kosten.

Isabel Halbauer mit dem gar nicht so kleinen Acoustic Research AR-H1
Magnat PR-Referentin Isabel Halbauer mit dem gar nicht so kleinen Acoustic Research AR-H1 (Foto: H. Biermann)

 

Weitere Informationen zu Signature 1109 Humidor, MR 780 und Multi Monitor 220 unter: www.magnat.de

Magnat im LowBeats Test:
Test Magnat Sounddeck 150: super Ton für 400 Euro
Test Magnat Cinema Ultra: der Hollywood-Sound
Familientest Passivboxen-Serie Magnat Quantum 720 – die komplette Übersicht

Mehr von der IFA:
Rückblick auf die Funkausstellung 2017: Die sprachgesteuerte Messe