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Derr Magnesium-Tonarm des Technics SL-1200GAE
Der Technics SL-1200GAE sieht von allen Seiten richtig lecker aus. Die limitierte GAE-Ausführung (hier im Bild) hat einen kardanisch gelagerten Tonarm aus Magnesium. Der Preis steht noch nicht fest (Foto: Technics)

Technics SL-1200G: Neuauflage einer Ikone

Der berühmteste und meistverkaufte Plattenspieler mit Direktantrieb ist zurück. Die Marke Technics wird 50 und feiert ihren Geburtstag mit einer Neuauflage des bekanntesten Technics-Geräts überhaupt: dem legendären SL-1200, einem Direkttriebler, dessen Motor dank Quartz-Steuerung und viel Kraft über solch exzellente Hochlauf- und Konstantwerte verfügte, dass kaum ein Disc-Jockey an ihm vorbei kam. Oder kommt. Der neue Technics SL-1200G, genau genommen Grand Class SL-1200G, soll gegen Ende 2016 in die Läden kommen.

Denn Fähigkeit und der Ruf des bereits 1972 auf den Markt gebrachten SL-1200 (und all seiner Derivate, darunter dem fast noch berühmteren „Zwölfzehner“, alias SL-1210) sind noch heute unerreicht. Gut erhaltene Modelle werden auf Ebay um 1.000 Euro gehandelt.

Fragt sich nur, warum Technics 2010 die Produktion dieser Plattenspieler überhaupt eingestellt hat. Damals hatte ich die Technics-Marketing-Strategen gefragt und keine schlüssige Antwort bekommen und ich unterstelle, dass es heute genau so wäre.

Aus Technics SL-1200 wurde Technics SL-1200G

Umso mehr freuen wir uns über die Neuauflage, die nun Grand Class SL-1200G heißt. Es gibt sie in zwei Varianten: den auf 1.200 Stück limitierten Grand Class SL-1200GAE mit Tonarm aus Magnesium und den unlimitierten Grand Class SL-1200G mit Alu-Tonarm. Beide Tonarme haben übrigens eine kardanische Aufhängung.

Prozessor-gesteuerter Gleichlauf

Für den neuen 1200er setzt Technics einen Direktantriebsmotor ohne Eisenkern ein, der ohne Polruckeln arbeiten soll. Zudem sind im Plattenteller Positionssensoren eingebaut, die von einem Mikroprozessor gesteuert werden.

Ein Encoder vergleicht permanent Soll- und Ist-Werte und garantiert so den optimalen Gleichlauf. Und der Technics SL-1200G hat auch die legendäre „Pitch-Control“, mit der man die Drehzahl bewusst anheben oder senken kann.

Der Plattenteller ist eine Dreischichtkonstruktion: schwerer Messingdruckguss plus Aluminiumdruckguss plus  stark dämpfendes Gummi auf der Rückseite. Der Plattenteller ist schwer und akustisch fast „tot“.

Das Plattenspieler-Chassis selbst ähnelt dem des letzten SL-1200 (Mk5), wird aber von einer 10 Millimeter starken Alu-Platte abgedeckt – was für noch mehr Gewicht und mehr Stabilität sorgt.

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Technics SL-1200G von vorn
Der Technics SL-1200GAE von vorn. Die Bauhöhe ist wie früher gering (Foto: Technics)
Der Technics SL-1200GAE in seiner ganzen Pracht.
Der Technics SL-1200GAE in seiner ganzen Pracht. Eine 10 Millimeter starke Deckplatte verleiht ihm Stabilität und ein sehr nobles Äußeres (Foto: Technics)
Technics SL-1200G von oben
Der Technics SL-1200GAE von oben. Gut zu erkennen: Die Pitch-Control unten rechts (Foto: Technics)
Der Technics SP-15 mit Zarge und Technics-Tonarm
Technisch und optisch das Großartigste, was Technics im Bereich Plattenspieler hervorgebracht hat: Das Laufwerk SP-15. Tonarm und Zarge konnte man auch bei Technics kaufen, musste man aber nicht (Foto: Technics)
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Fazit: Die analoge Welt ist wieder komplett – der SL-1200 ist wieder da.

Allerdings noch nicht so bald. Die limitierte Version GAE kommt zum Sommer, der wahrscheinlich etwas günstigere Technics SL-1200G erst zum Winter 2016. Preise gab man bei Technics noch gar keine raus. Nicht einmal eine Idee.

Bleibt zu wünschen, dass die Japaner die Sache mit Augenmaß angehen. Und wenn ich noch einen  Wunsch frei hätte: Bitte auch den Technics SP-15 wieder auflegen. Der steht in meiner Liste der Großen der Welt noch weit vor dem SL-1200 …

Weitere Informationen zum SL-1200 unter www.technics.com

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