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Yamaha GT-5000 von oben
Das neue Yamaha Spitzenlaufwerk GT-5000 von oben. Es wird 5.000 Euro kosten (Foto: Yamaha)

Yamaha GT-5000 – Edellaufwerk mit Riemenantrieb

Es gab einige Fotos aus Japan und auch das Gerücht hielt sich schon länger. Aber vor wenigen Wochen wurde die Vermutung zur Gewissheit – und zur Sensation: Yamaha baut seit zig Jahren wieder einen richtigen High-End-Plattenspieler. Ich persönlich hatte die Japaner schon längst als ausschließlich digitale Company betrachtet. Und nun das… Aber eigentlich ist dieser Schritt ja nur konsequent: Nach den hochgradig überzeugenden NS-5000 Lautsprechern hatten die Japaner ja schon angekündigt, ihre High-End-Serie ausbauen zu wollen. Und die zeigen sie nun komplett auf der IFA 2018. Darunter ist auch der Yamaha GT-5000, ein massives, riemengetriebenes Laufwerk für – man könnte es fast ahnen – 5.000 Euro.

Yamaha GT-5000 Totale
Ganz schön wuchtig: Das Chassis des GT-5000 baut vergleichsweise hoch (Foto: Yamaha)

Für Yamaha ist dieser Schritt natürlich ein großer. Analoges Wissen war auch beim weltgrößten Musikinstrumenten-Hersteller weitgehend verschüttet; für die Entwicklung des Yamaha GT-5000 musste man daher die alten Meister aus den 1970er und -80er Jahren reaktivieren.

Die ließen sich nicht lange bitten und entwarfen mit dem Yamaha GT-5000 ein veritables Gesamtkunstwerk. Auffällig ist das hohe Chassis, das in der Yamaha Piano-Manufaktur die klassisch edle Lackierung bekommt. Im fast 20 Kilo schweren Chassis-Block verbergen sich der 24-polige und 2-phasige Synchronmotor sowie der Riemenantrieb.

Yamaha GT-5000 Motor
Verlässlicher Antrieb: der 24 polige Motor (Foto: Yamaha)

Ebenfalls sehr auffällig ist der Tonarm, eine Eigenkonstruktion der reaktivierten Spezialisten. Der gerade Arm wirkt ungemein hochwertig und ist dank Bajonettanschluss einfach zu bestücken. Seine effektive Länge liegt bei 223 mm und er hat einen Überhang von 17 mm.

 

Yamaha GT-5000 Pitch Control
Für die Geschwindigkeits-Feineinstellung: Pitch Control vorn am GT-5000 (Foto: Yamaha)

Eine elegant gemachte Pitch-Control vorn am Chassis-Rand erlaubt kleine Einflussnahmen auf die Geschwindigkeiten (33, 45 U/Min), die aber auch wegen des schweren Plattentellers (Gewicht: 5,0 Kilo) mit ausgesprochen wenig Gleichlaufschwankungen (>0,04%) zu kämpfen haben. Der Wert klingt schon fast zu gut – wir werden ihn hoffentlich bald im LowBeats Messlabor überprüfen können.

Yamaha GT-5000 Belt Drive
Der Antrieb erfolgt per Riemen. Was hier nach doppeltem Einsatz aussieht, ist lediglich die Spiegelung auf der perfekten Lackoberfläche (Foto: Yamaha)

Ein besonderer Ausdruck von Wertigkeit zeigt sich auch auf der Rückseite: der Yamaha GT-5000 ist einer der wenigen Plattenspieler am Weltmarkt, die auch einen symmetrischen Ausgang haben. Dabei drängt sich das bei den – klassischerweise symmetrisch aufgebauten – Tonabnehmern eigentlich auf…

Yamaha GT-5000 Back
Der GT-5000 ist einer der ganz wenigen, am Markt befindlichen Plattenspieler mit symmetrischem Ausgang (Foto: Yamaha)

Auf dem Bild sind auch die hoch effizienten Füße gut zu sehen, die das 26,5 Kilo schwere Laufwerk vor Vibrationen von außen schützen sollen. Alles in Allem scheint der GT-5000 ein gelungener Schritt in eine reanimierte analoge Zukunft zu sein.

Schade nur, dass Yamaha nicht auch die alten Tonabnehmer wieder aufgelegt hat. Der Nachfolger eines MC-9 (dann wohl MC-5000) würde dem neuen Spitzenlaufwerk sicher gut zu Gesichte stehen. So muss man sich auf die Empfehlungen der Yamaha Spezialisten verlassen, die bald eine Liste mit geeigneten Tonabnehmern herausgeben wollen.

Die technischen Daten des Yamaha GT-5000 in der Übersicht:

Yamaha GT-5000 Specs

NS-5000 und GT-5000 sind die Vorboten für weitere High-End-Komponenten von Yamaha. Das Bild zeigt alle friedlich vereint, so wie sie erstmals in Deutschland auf der IFA 2018 zu sehen und zu hören sein werden:

Yamaha 5000 Familie
Die komplette Yamaha 5000er Familie: Vorstufe C-5000 (7.000 Euro), Endstufe M-5000 (7.000 Euro), Lautsprecher NS-5000 (15.000 Euro) und Plattenspieler GT-5000 für 5.000 Euro (Foto: Yamaha)

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