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Yamaha YSP-5600
Allein für die vertikalen Beams des Dolby-Atmos-Systems benutzt der Yamaha YSP-5600 auf jeder Seite sechs kleine Lautsprecher. Dazu kommen noch mal zwei 11-cm-Bässe und eine Batterie von 32 Breitband-Lautsprechern für die horizontalen Beams. (Foto: Yamaha)

Test Yamaha YSP-5600: Atmos-Soundbar mit Super-Subwoofer

Der Yamaha YSP-5600 ist nicht einfach ein neuer Soundbeamer, er ist ein Beziehungs-Doktor. Je mehr Surround für die einen zum Traum wird, desto mehr stören sich die anderen an dem damit verbundenen Platzbedarf. Gerade das Zusammenleben von Mann und Frau könnte deshalb darunter leiden, wenn sich die Vision vom eigenen 3D-Kino ausgerechnet im Wohnzimmer erfüllen soll.

Braucht ein zünftiges 5.1-Heimkino mit Surround-Sound üblicherweise fünf Lautsprecherboxen und einen Subwoofer, sind es bei 3D-Sound wie Dolby Atmos oder Auro-3D bereits sieben Lautsprecher nebst Subwoofer, von denen zwei womöglich noch unter der Decke aufgehängt werden müssen.

Mit dem kürzlich getesteten Sib-Evo-Set von Focal stehen dem faszinierenden neuen Raumklang mit seiner zusätzlichen Ausdehnung in die Vertikale bereits mehr Türen offen. Doch wer sich beim Partner richtig einschmeicheln und auf Nummer Sicher gehen will, der fährt besser mit einem der neuen 3D-Soundbars.

Dreidimensionale Audiowiedergabe wie mit einem 7.1.2-Kanal-System verspricht die Digital Sound Projektor-Technologie des Yamaha YSP-5600 aus nur einem zur Aufhängung unter dem Flatscreen geeigneten Balken und einem drahtlos zu betreibenden Subwoofer.

Subwoofer Yamaha NS-SW300: Der perfekte Partner für den YSP-5600

Das Bassmodul NS-SW300 muss man allerdings separat für 400 Euro erwerben, doch das Wireless Subwoofer Kit SWK-W16 ist im Lieferumfang enthalten. Und damit ist die Liste der Zugaben noch lange nicht zu Ende. Das integrierte Yamaha MusicCast macht den Soundbar zum Streaming-Lautsprecher, der auch Apple AirPlay zum Audio-Streaming von Mac, PC, iPod, iPhone und iPad unterstützt.

Der Yamaha YSP-5600 fährt 46 Treiber mit eigenen Verstärkern auf. Je sechs davon sind auf jeder Seite gegen die Decke gerichtet (Foto: Yamaha)

Und auch in punkto Surround-Kino kann der Yamaha mehr als gewöhnliche Soundbars. Der YSP-5600 ist nicht nur kompatibel mit den 3D-Formaten Dolby Atmos und DTS:X, er unterstützt auch die verschiedenen 2D-Audio-Formate von DTS, die so mancher Mitbewerber nur nach dem Downmix auf zwei Kanäle als PCM-Signal annehmen mag: DTS-HD Master Audio, DTS-HD High Resolution, DTS Digital Surround, DTS-ES oder DTS 96/24.

Und sogar bei Dolby pickt sich der Yamaha YSO-5600 nicht nur das gängige Dolby-Digital-Format heraus, er unterstützt auch weniger gebräuchliche Formate wie Dolby TrueHD oder Dolby Digital EX.

Yamaha_YSP5600: eingebaute Technologien
Auf dem frisch ausgepackten YSP 5600 zeigt eine Aufklebefolie die verschiedenen Abspiel-Möglichkeiten. Wichtig für Yamaha: die Einbindungsmöglichkeit per MusicCast in ein bestehendes Multiroom-System (Foto: H. Biermann)

Doch nicht nur in Sachen Ton sticht der Yamaha die meisten gewöhnlichen Soundbars und Sounddecks aus. Mit seinen vier HDMI-Eingängen schleift er 4K-Signale zum Ausgang durch, der selbstverständlich den Audio-Rückkanal (ARC) unterstützt.

Yamaha YSP-5600_HDMI
Vier HDMI-Eingänge und ein HDMI-Ausgang mit ARC machen den Yamaha zur 4K-kompatiblen Schnittstelle im AV-System (Foto: Yamaha)

Das 11,7 Kilogramm schwere Gerät beherbergt eine ganze Batterie von Lautsprechern. Sein Array benötigt je sechs 2,8-cm-Lautsprecher allein für die vertikalen Sound-Beams, die das Signal der Dolby-Atmos oder DTS:X-Kanäle an die Decke projizieren, damit es für das menschliche Gehör von oben zu kommen scheint. Für die große Surround-Illusion in der Horizontalen setzt Yamaha insgesamt 32 je 4 cm durchmessende Breitbandlautsprecher ein, um Sound-Beams nach Bedarf auszurichten.

Wenn man bedenkt, dass jeder dieser kleinen Treiber eine eigene Endstufe zur unabhängigen Ansteuerung benötigt, kann man sich den Aufwand vorstellen, der in die Realisierung dieses kleinen Giganten floss. Dazu kommen dann noch zwei 11-cm-Tieftöner, damit sich der Yamaha YSP-5600 auch ohne externen Subwoofer betreiben lässt.

Yamaha_YSP5600_Bestückung
44 Breitbänder im 4 cm Format plus zwei 11 cm Subwoofer sorgen für den packenden Klang – übrigens auch bei klassischer Stereo-Musik (Foto: Yamaha)

Das alles sorgt dafür, dass er nicht gerade flach baut. Er bringt zwar Tischfüße mit, doch in den meisten Fällen lässt sich nur mit Wandaufhängung verhindern, dass der YSP-5600 den Bildschirm verdeckt.

Yamaha_YSP5600: Standfüße
Für die Aufstellung auf dem Sideboard sind Halt-gebende Füße im Beipack (Foto: H. Biermann)

Damit sich der vielseitige Soundbar nicht hinter den Streaming-Boxen von Sonos und Co. verstecken muss, unterstützt er zahlreiche Online-Dienste wie Spotify, Napster oder Juke. Solche Funktionen steuert man am besten über den MusicCast-Controller, der kostenlos für iOS oder Android in den App Stores beider Plattformen zum Download bereitsteht.

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